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„Biopolis – Wildes Berlin“: Wilde Tiere in der Stadt

Von Long Wang

Eine Sonderausstellung im Berliner Naturkundemuseum zeigt Begegnungen zwischen Wildtier, Mensch und Metropole. Mit seinen Aufnahmen nimmt der Naturfotograf Florian Möllers die Besucher der Ausstellung mit auf einen Streifzug durch das “wilde Berlin”, welches mit seinen 30 000 Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Großstädten der Welt zählt.

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Rotfuchs-Welpen auf einer Mauer in Berlin (Foto: Florian Möllers)

Während in ukrainischen Städten tausende Straßenhunde im Zuge der Vorbereitungen zur Fußball-Europameisterschaft 2012 teils grausam getötet werden, widmet die deutsche Bundeshauptstadt Wildtieren, die im Stadtgebiet heimisch geworden sind, eine Sonderausstellung mit dem Titel „Biopolis – Wildes Berlin“. Noch bis zum 26. Februar 2012 können im Museum für Naturkunde phantastische Großaufnahmen von Begegnungen zwischen Mensch, Tier und Metropole bestaunt werden.

Wo: Museum für Naturkunde
Invalidenstr. 43, 10115 Berlin (Mitte)
Preise: Ermäßigt: 3.00, Normal: 5.00
Öffnungszeiten: Mo geschlossen, Di-Fr 09:30-18:00, Sa-So 10:00-18:00
Laufzeit: Di, 08.11.2011 bis zum So, 26.02.2012

Die Bilder der Fotoausstellung stammen Florian Möllers. Mit seinen Aufnahmen nimmt der Tierfotograf den Betrachter mit auf einen Streifzug durch die wilde und urbane Natur in der Bundeshauptstadt. Wusstet ihr, dass der Alexanderplatz Wanderfalken als Brutrevier dient? Oder dass Fledermäuse sich in den unterirdischen Filteranlagen der Wasserwerke am Tegeler See eingenistet haben? Dass Wildschweinrotten regelmäßig Vorgärten in Zehlendorf durchwühlen, nicht selten summende Bienenstöcke auf den Dächern in Mitte anzutreffen sind, Füchse auf Baustellen Unterschlupf finden und sich genauso wie die Waschbären am Müggelsee aus dem Müll der Großstadtbewohner ernähren?

Bis zu 30 000 Tier- und Pflanzenarten beherbergt Berlin. Damit ist die Stadt eine der artenreichsten weltweit, so der Biologe und Kurator der Ausstellung Uwe Moldrzyk. Grund für diese große Biodiversität sind vor allem der Mauerstreifen, der wie ein grüner Korridor weit in die Stadt hineinragt, sowie die vielen Abrissbrachen, auf denen sich die Natur ganz ohne menschliches Zutun die Stadt zurückerobert. Neben den Tierfotografien werden in der Ausstellung aber auch Geschichten von Berlinern erzählt, in deren Leben Wildtiere sich einen Weg gebahnt haben.

Wildtiere gehören zu unserer natürlichen Umwelt. Was spricht dagegen, nicht auch in Großstädten friedlich mit ihnen zusammenzuleben? Die Ausstellung „Biopolis – Wildes Berlin“ ist vor dem Hintergrund der Straßenhund-Morde in der Ukraine ein schönes Signal, welches uns doch irgendwie hoffnungsvoll stimmt.

www.everyday-feng-shui.de

 

Quellenangabe:

www.epochtimes.de – “Biopolis” zeigt Berlin und seine wilden Tiere
www.tagesspiegel.de – Die Wildnis fängt vor der Haustür an
www.welt.de – Wenn das Wildschwein am Bahnsteig grüßt
www.naturkundemuseum-berlin.de – Sonderausstellung: Biopolis – Wildes Berlin

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