Tipps für den Frühjahrsputz
11. April 2009 von Long
Wenn die Natur nach einem nicht enden wollenden dunklen Winterhalbjahr endlich wieder zum Leben erwacht und die ersten warmen Sonnenstrahlen auch die letzten gebeugten Gestalten aus ihren Löchern hervorlocken, dann fühlen wir ihn: diesen seltsamen Aktionismus. Als müssten wir es der Natur gleich tun und einen vorsichtigen Neuanfang wagen, fühlen wir uns wie zu keiner anderen Zeit des Jahres als im Frühjahr dazu in der Lage aufzuräumen, zu entrümpeln und unser Umfeld von überflüssigem Ballast zu befreien. Bei manch einem führt dieser Aktionismus sogar so weit, dass er den Schritt wagt, sich neu zu verlieben. Davon aber ein anderes Mal…
Heute soll es um den Frühjahrsputz gehen. Als Mann habe ich, wen wundert es, eine natürliche Abscheu gegen Hausarbeit. Bevor ich einen Staublappen in die Hand nehme, flüchte ich gerne in Tätigkeiten, die meiner vermeintlichen Natur eher entsprechen: Winterreifen wechseln, Auto waschen, Garten umgraben, Bäume und Sträucher beschneiden…. Doch diese klassische Rollenverteilung, das habe ich als moderner Stadtmensch schon gelernt, ist natürlich Quatsch. Denn die Hausarbeit macht sich schließlich nicht von alleine, auch wenn ich in einer glücklichen Beziehung lebe. Und es ist auch nicht so, dass unser Anwesen oder gar unser Auto so groß sind, dass sie ein gänzliches Fernbleiben der Frühjahrsputzaktion rechtfertigen würden.
Ich helfe also meiner Freundin beim Ausmisten der Wohnung. Hilflos, wie ich als Mann dieser Anforderung begegne, laufe ich erst einmal ziellos durch die Wohnung. Doch bevor ich Gelegenheit habe, in Panik zu verfallen, gibt meine Freundin klare Anweisungen. Puh. So viel Glück hat nicht jeder. Heute wird der Balkon entrümpelt. Nur der Balkon? Ja, nur der Balkon. Die alten Blumenkästen entleeren, altes Laub und diversen anderen Dreck entfernen, danach einmal übersaugen, dann die Balkonmöbel aus dem Keller geholt… fertig. Das hat keine Stunde gedauert.
Heute habe ich etwas entscheidendes gelernt: Frühjahrsputz bedeutet nicht, in einer Hauruck-Aktion alles auf einmal zu erledigen. Teilt man sich die vielen Dinge, die im Haushalt zu erledigen, zu säubern und auszumisten sind ein und macht sich einen Plan für die nächsten Tage, senkt man damit deutlich die Hemmschwelle, diese Aufgaben in Angriff zu nehmen. Eine halbe Stunde zum Schuhschrank ausmisten hier, dann eine viertel Stunde zum Arzneimittelschränkchen entrümpeln da und vielleicht noch ein Stündchen für die Küchenschränke. Am Ende der Woche ist man mit dem Hausputz schon einen großen Schritt vorangekommen, ohne dass man sich zu sehr herumgequält hat.
Feng Shui interessierte wissen, dass ein aufgeräumtes Zuhause das A und O für das eigene Wohlbefinden ist, denn ein geordnetes Umfeld hat auch immer eine harmonisierende Wirkung auf unser Inneres. Entrümpeln kann ungeahnte Energien freisetzen, doch wie beschrieben, sollte man es nicht übertreiben. Verteilt man die vielen kleinen Aufgaben auf einen längeren Zeitraum und ist man diszipliniert genug, den eigenen Putzplan auch einzuhalten, kann man jeden Tag etwas für das eigene Zufriedenheitsgefühl tun. Probiert es aus!
Wir haben für euch in einer Extra-Rubrik Tipps für das Entrümpeln nach Feng Shui zusammengestellt. Diese Tipps werden wir in nächster Zeit noch erweitern. Gerne könnt ihr uns mit euren eigenen Erfahrungen unterstützen! Teilt uns auch mit, was euch am Frühjahrsputz besonders nervt.
Viele Grüße
Euer Everyday Feng Shui Team
www.everyday-feng-shui.de

