Garten & Balkon

Die besten Selbstversorger-Kanäle bei Youtube

© - Irmgard Brottrager

Meine persönlichen Favoriten heißen „Selbstversorger Rigotti“, „Gartengemüsekiosk“,  und „Stefans Hobbygarten“. Hier kommt Freude auf!

Foto (C) Irmgard Brottrager, Design (C) Selbstversorger Rigotti

Foto (C) Irmgard Brottrager, Design (C) Selbstversorger Rigotti

 

Der beste Inhalt hilft wenig, wenn ein Video langweilig ist oder die Qualität nicht stimmt. Die drei Kanäle, die ich hier vorstelle, sind professionell gemacht, mit sehr viel Liebe gestaltet und obendrein wirklich interessant.

 

Selbstversorger Rigotti: Biogärtner und (zu)packende Ulknudel

Fangen wir gleich mit dem Erfolgreichsten an. Er hat zwar nicht die allermeisten Follower, aber die meisten binnen kürzester Zeit geangelt, schätze ich. Der fidele Aussteiger filmt besser als so mancher Profi und verblüfft mit den gewagtesten Kamera-Effekten. Einfach nur so dastehen und was Nettes erzählen ist nicht sein Ding. Bei Florian Rigotti darf man wesentlich mehr erwarten. Seine Videos sind packend bis zur letzten Minute, immer humorvoll und actionreich. Er gartelt nicht nur, sondern werkelt auch und scheut sich nicht vor schweren Arbeiten mit originellen Geräten. Außerdem kocht er gerne und verwendet altes Handwerkszeug aus früheren Jahrhunderten. Bei dieser Bandbreite besteht keine Gefahr, dass ihm die Ideen so bald ausgehen. Die meisten Beiträge wirken spontan gefilmt, ohne große Planung und sind sehr unterhaltsam aufbereitet.

Was Rigotti von den meisten anderen Garten-Youtubern unterscheidet, ist, dass er keine fertigen Ergebnisse zeigt, sondern sich beim Arbeiten zuschauen lässt – mit viel Gestöhn, gelegentlichen Flüchen und inszenierten Pannen. Die Arbeiten muten oft abenteuerlich und bisweilen sogar gefährlich an. Er nimmt seine Zuschauer mit zum Angeln, auf die Kuhwiese, in den Wald, zu den Bauern in der Nachbarschaft, in ein Bienenhaus, in ein Sägewerk, auf den Dachboden und natürlich in den Hühnerstall, in die Werkstatt und auf seine diversen „Baustellen“. Man darf immer mit irgendwelchen Überraschungen rechnen, wobei Rigotti selten der Versuchung unterliegt, den Spaß zum Selbstzweck zu machen, sondern im Kern seriös bleibt und wirklich viel mitzuteilen hat. Er kommt sehr leidenschaftlich rüber und hat eine glückliche Art, das Beste aus jeder Situation zu machen.

 

 

Das Gartengemüsekiosk von Jen, ihrem „Gärtner“ (Mann) und den „Gartenzwergen“ (Kindern)

Jen ist eine warmherzige junge Mutter, die in märchenhaften Kleidern auftritt, die sie selber schneidert. Sie hat einen schlichten Vortragsstil und besticht durch ihre herzliche Art. Es gibt viel zu sehen und die Spannung entsteht hier vor allem durch die geballte Information und die schönen Aufnahmen. Oft sind auch tolle Zeitraffer-Filme, Makroaufnahmen und Stimmungsbilder dabei. Jen wirkt immer gut gelaunt, strahlt von einem Ohr bis zum anderen und und hat mit über 20.000 Followern eine satte Fan-Gemeinde. Wie im Rigotti-Garten werden auch Hühner gehalten und Tiere integriert. Der kreative Permakultur-Stil lässt viel Raum für Wildwuchs, wirkt aber trotzdem gepflegt, durchdacht und ertragreich. Es wird immer wieder Neues ausprobiert und nicht alles muss perfekt gelingen. In ihrem Online-Shop wartet Jen mit selbstgemachten Kalender, Rezeptbüchern und Samentüten auf.

 

Stefans Hobby-Garten: Wo die Welt noch in Ordnung ist

Was mir an Stefan besonders gefällt, ist die Sorgfalt, mit der er alles angeht. Er berichtet nicht nur über seinen gepflegten Garten, sondern auch über seine Holzwerkstatt und seine Kochkünste. Die Kocherei ist generell nicht mein Ding, muss ich zugeben, weder bei Florian, noch bei Jen noch bei Stefan. Das macht aber nichts, denn es gibt viele Randthemen in der Kategorie „Nahrungszubereitung“, die einen Informationswert für mich haben. Stefans Kanal ist noch sehr jung, aber solide aufgebaut. Der smarte Familienvater ist die Ruhe in Person, wirkt sehr konzentriert und zielbewusst. Alles scheint ihm ganz leicht von der Hand zu gehen und perfekt zu gelingen. Seine Spezialität sind Holzarbeiten für den Garten: Futterhäuschen, Nistkästen und Insektenhotels zum Beispiel. Er hat erst 2013 mit dem Gärtnern begonnen und es ist schön, dass er einen Weg gefunden hat, seine Erfahrungen mit uns zu teilen. Seine Videos eigenen sich wunderbar zum Entspannen und vermitteln das angenehme Gefühl, dass alles seine Ordnung hat.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Planen im Einklang mit der Natur: Feng Shui im Garten

© - Johanna Fritz

Feng-Shui – die Lehre von Zusammenhang zwischen einem Menschen und seinem Umfeld – umfasst natürlich auch den Garten. Welche Regeln sind bei der Gestaltung zu beachten?

Es müssen nicht immer Hochbeete sein. Auch große Kübel sind sehr flexibel (C)Herry Lawford / flickr

Es müssen nicht immer Hochbeete sein. Auch große Kübel sind sehr flexibel.
Foto (C) Herry Lawford / flickr

 

Allgemeine und individuelle Feng-Shui-Regeln

Bei allen Gestaltungen nach Feng-Shui kann man grundsätzlich zwei Kategorien unterscheiden:

  • Feng-Shui-Regeln allgemeiner Natur, die unabhängig davon sind, wer sie nutzt. Dazu gehören zum Beispiel die Lichtführung, die Besonnung, die Ausrichtung entsprechend den Himmelsrichtungen, die Wegführung, der Ausgleich zwischen Yin- und Yang-Qualitäten (Yin = weiblich, Yang = männlich), die Funktionalität (damit alles leicht von der Hand geht), die Blickbeziehungen, die ergonomischen Qualitäten, der Ausgleich zwischen den Elementen (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser beim chinesischem Feng Shui. Feuer, Wasser, Luft und Erde beim Europäischen Feng-Shui.). Die Formgebung sollte allgemein harmonisch wirken, ruhig, idyllisch, ausgeglichen und belebend zugleich.
  • Feng-Shui-Maßnahmen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind. Dabei spielen nicht nur die angeborenen Anlagen eine Rolle, sondern auch der persönliche Charakter und die momentane Lebenssituation mit den aktuellen Herausforderungen. Hier geht es nicht unbedingt um den Ausgleich zwischen allen möglichen Qualitäten, sondern darum, die optimalen Bedingungen zu schaffen, damit die Person ihre Ziele erreichen kann in Übereinstimmung mit ihrem höheren Lebensplan. Da die individuellen Bedürfnisse zu vielgestaltig sind, werden meist nur die allgemeinen Richtlinien erläutert. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Regeln immer Vorrang haben, denn es ist selten möglich, alle Erfordernisse unter einen Hut zu bringen.

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Hängende Tomaten pflanzen: Ideal für den Balkon

© - Verena Gesicki

Großstadt-Gärtner aufgepasst: Auch auf dem Balkon könnt ihr platzsparend Tomaten anbauen. Wie das geht? Ganz einfach: Mit „Hängenden Tomaten“!

Hängende Tomaten auf dem Balkon

Hängende Tomaten auf dem Balkon (Foto: Larry Wentzel)

 

Die Tomate ist eines der beliebtesten Fruchtgemüse der Deutschen. Verwunderlich ist das nicht, schließlich ist sie nicht nur lecker, sondern sehr gesund. Ihre Inhaltsstoffe, wie der sekundäre Pflanzenstoff Lycopin, helfen dabei, Sonnenbrand und Herz-/Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen sowie zellschädigende Radikale abzufangen. Außerdem sind die roten Früchte nicht nur voller Vitamine und Mineralien. Sie sind außerdem sehr kalorienarm, weshalb sie sehr gut in eine gesunde Ernährung integriert werden können. Viele Tomaten aus dem normalen Handel bestehen jedoch zum Großteil nur noch aus Wasser, weil sie dank einer Chemiekeule innerhalb kürzester Zeit in Massen angebaut, gepflegt und geerntet werden. Immer mehr Menschen entscheiden sich aus diesem Grund dafür, selbst Tomaten anzupflanzen. Doch was tun, wenn man keinen eigenen Garten oder ausreichend Platz hat? Die Lösung sind hängende Tomaten, da sie sehr platzsparend sind. Dadurch passen sie auf so ziemlich jeden Balkon. (mehr …)


Outdoor Feng Shui für die Garten- und Terrassengestaltung

© - Verena Gesicki

Wer seine Wohnung nach Feng Shui einrichtet, versucht die Fünf Elemente aufeinander abzustimmen und auszugleichen. Positive Energien werden unterstützt, negative hingegen abgeschwächt. Doch was sich in der Wohnung anwenden lässt, kann auch im Garten genutzt werden.

Outdoor Feng Shui ist viel mehr als eine Buddha-Figur im Garten

Outdoor Feng Shui ist viel mehr als eine Buddha-Figur im Garten (Foto: Karyn Christne / flickr)

 

Weshalb ist Feng Shui im Garten so wichtig?

Viele Menschen, die sich mit Feng Shui beschäftigen, sind der Meinung, dass eine gut eingerichtete Wohnung bereits ausreicht, um die Kraft des Feng Shui voll auszukosten. Doch auch im Garten steckt jede Menge Energie, die sich mit einer optimalen Terrassen- und Gartengestaltung nutzen lässt. Dabei spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel: (mehr …)


Kompost selber herstellen

© - Irmgard Brottrager

Zu einem nachhaltigen Haushalt gehört unbedingt eine kleine Kompost-Anlage, damit die Bio-Abfälle direkt verwertet werden. Wer einen Garten besitzt, ist hier eindeutig im Vorteil, aber es geht auch ohne.

Kleine Garten-Kompost-Anlage aus Holzlatten mit Abdeckung, Foto (C) andy carter / flickr

Kleine Garten-Kompost-Anlage aus Holzlatten mit Abdeckung, Foto (C) andy carter / flickr

 

Es ist schon faszinierend, wie aus Pflanzenabfällen wieder duftende neue Erde entsteht innerhalb relativ kurzer Zeit! Eine gewisse Zersetzung wird bereits über den Winter erreicht und nach einem Jahr kann man die Erde schon wieder verwenden. Idealer Kompost mit fein krümeliger Struktur benötigt ungefähr zwei Jahre, bis er fertig ist. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten die Abfälle sofort weiter zu verwenden, ohne sie zwischenzulagern. (mehr …)


Wie funktioniert ein Ewiges Terrarium?

© - Irmgard Brottrager

Pflegeleichter geht es nicht: Luftdicht abgeschlossen in Glaskolben, Einmachgläsern oder bauchigen Flaschen bildet sich ein autarkes Ökosystem, das nie mehr gegossen werden muss.

Foto (C) Sonny Abesamis / flickr

Foto (C) Sonny Abesamis / flickr

 

Gewöhnliche Terrarien sind dekorative Glasbehälter, die mit kleinen Pflanzen bestückt sind und eine Luftöffnung besitzen. Für „ewige“ Terrarien werden verschließbare Behälter verwendet, die nach dem Anordnen und Befeuchten der Materialien dicht verschlossen und nicht mehr geöffnet werden. Als Zutaten sind zum Beispiel geeignet: Sand, Erde, Steinchen, Rinden, Laub, Totholz, grünes Moos, Farn, Flechten, Sauerklee und andere Kleinteile aus dem Wald. Auch kleine Tierchen wie Regenwürmer, Schnecken, Asseln und Einsiedlerkrebse sind möglich. Mikroorganismen werden automatisch eingeschleust, wenn man die Substanzen nicht im sterilen Baumarkt einkauft, sondern Waldboden-Teile direkt aus der Natur holt. (mehr …)


Intelligente Kombi-Nutzungen für Bäume und Wälder

© - Irmgard Brottrager

Wald kann wesentlich mehr sein als die übliche Ansammlung von wilden Bäumen, die forstwirtschaftlich gezähmt wird. Durch Kombinationen mit menschlichen Nutzungen ergeben sich vielfältige Kulturformen.

Weidewald für Pferde, Foto (C) Bureau of Land Management Orgenon and ... / flickr

Weidewald für Pferde, Foto (C) Bureau of Land Management Orgenon and … / flickr

 

Angeregt durch das Buch von Conrad Amber „Bäume auf die Dächer – Wälder in die Stadt!“ möchte ich hier einige interessante Sondernutzungen für Bäume und Wälder vorstellen. Wälder sind relativ geschlossene Ökosysteme in Form von Inseln in der Kultur-Landschaft oder zusammenhängenden Netzwerken, die größere Flächen umspannen. Sie entstehen auch ohne Zutun des Menschen und stellen die urwüchsige Vegetation auf dem Festland unseres Planeten dar. Nicht alle der vorgestellten Nutzungsarten sind gleichermaßen ökologisch wertvoll, aber besser als gar kein Baumleben. Sie bereichern die Palette der landschaftsplanerischen Möglichkeiten und tragen zu größerer Vielfalt bei. (mehr …)


Selbstversorgung in der Stadt

© - Irmgard Brottrager

Der Traum von Selbstbestimmung und Unabhängigkeit wächst im gleichen Maße, wie Fremdbestimmung und Überwachung zunehmen. Urban Gardening ist ein globaler Trend in vielen Industrieländern.

Gemeinschaftsgarten, Foto (C) Gabriel Kamener, Sown Together / flickr

Gemeinschaftsgarten, Foto (C) Gabriel Kamener, Sown Together / flickr

 

Sogenannte „Essbare Städte“ machen bereits seit 10 Jahren von sich reden und werden auch realisiert. Dass Selbstversorgung in der Stadt überhaupt möglich ist, hätte vor 20 Jahren kaum einer gedacht – auch wenn es immer schon viele Städter gab, die sich vor Sehnsucht nach einem Stückchen Grünland verzehrten. „Essbare Stadt“ ist inzwischen ein Begriff, der sogar bei Wikipedia zu finden ist – mit über 140 Literaturnachweisen. In Deutschland gibt es bereits über hundert Städte, die sich „Essbare Stadt“ auf ihre Fahnen heften. (mehr …)