Gesundheit

Leben von Luft und Liebe: Ist Lichtnahrung dauerhaft möglich?

© - Irmgard Brottrager

Man nennt sie Lichtesser, Pranier, Bretharians oder Hungerkünstler. Essen tun sie jedoch alle. Was und wie viel? Das ist angeblich völlig unwichtig, denn sie tun es nur zum Spaß.

 

Silke Leopold und Henry Lop haben auf La Palma einen Lichtnahrungskünstler gefunden, der bereit war, ein Interview zu geben. Der dunkelhäutige Mann namens Elitom Elamin hat sogar einen eigenen Youtube-Kanal. Er hat seine Ernährung nicht von heute auf morgen umgestellt, sondern war zuerst Rohköstler, bevor er immer mehr seinen Lichtnahrungs-Weg fand. Er hat seinen Körper an das Fasten gewöhnt und isst angeblich nur selten etwas. Wie so oft sind die Informationen zu spärlich und unvollständig, um sich ein Bild machen zu können. Er glaubt, dass Ernährungsformen nur Glaubenssysteme sind und daher keine besser ist als die andere. Mit dem Wegfall der Nahrungsbeschaffung wächst die zeitliche und finanzielle Freiheit. Je weniger wir und mit Lebensmitteln beschäftigen müssen, umso mehr Energie bleibt für andere Lebensinhalte. Diese Vorstellung mag unattraktiv klingen für Menschen, bei denen das Essen zum wichtigsten Teil ihres Lebensinhaltes geworden ist. Viele können sich ein Sozialleben ohne gemeinsames Essen und Trinken nicht vorstellen. Mehrwöchige Fasten-Phasen haben in vielen Kulturen eine Tradition, doch die Frage ist, ob man DAUERHAFT auf herkömmliche Lebensmittel verzichten kann?

 

Weniger essen ist mehr

Jeder, der die Erfahrung gemacht hat, dass weniger essen mehr Lebensqualität bringt, ist auf dem richtigen Weg, findet Elitom Elamin. Egal, ob man nur einmal am Tag isst oder einmal in der Woche fastet oder die Kalorienaufnahme halbiert. Der Körper gewöhnt sich an die verringerte Nahrungsmittelzufuhr und passt seinen Stoffwechsel an. Es gibt offenbar verschiedene Arten, wie der menschliche Stoffwechsel funktionieren kann. Sonst wäre es nicht möglich, in Regionen mit völlig unterschiedlichem Nahrungsangebot zu überleben. Ob alle Ernährungskonzepte gleich gesund sind, ist eine andere Frage. Lichtnahrung ist vielleicht möglich in einem bestimmten Umfang, aber über die langfristigen Auswirkungen weiß man wenig. Die meisten Menschen, die auf diesem Gebiet experimentieren, brechen diese Ernährungsform ab, weil das Aussehen darunter leidet. Es besteht der Verdacht, dass Pranierismus zu frühzeitiger Alterung führt und daher nur kurzfristig interessant ist. Außerdem wird oft berichtet, dass die Lichtnahrung nur in gesunder Umgebung funktioniert und in Großstädten nicht möglich ist. Es handelt sich auf jeden Fall um eine Ernährung, bei der man an seine Grenzen gerät. Die Reserven werden aufgezehrt und Prana (Chi) als Energiequelle lässt sich nicht löffeln wie Griesbrei, sondern setzt einen stressfreien Lebensstil voraus.

 

 

In der Ruhe liegt die Kraft

Es ist logisch, dass der Stoffwechsel viel Energie braucht und dass wir unseren Körper entlasten können, wenn wir weniger essen und nur Lebensmittel konsumieren, die leicht verdaulich sind. Jeder kennt die Kraft, die aus der Regeneration kommt, wenn wir uns ausruhen, meditieren oder schlafen. Das Nichtstun bringt oft mehr als alle sportlichen Bemühungen um körperliche Ertüchtigung. Das Thema Lichtnahrung erinnert uns daran, dass wir uns nicht nur vom Essen ernähren, sondern von diversen anderen Energieträgern, die nicht materieller Natur sind. Alles, was heilsam ist, nährt uns in gewisser Weise, denn es sorgt für Wachstum und Erneuerung. Umgekehrt sollte alles, was wir zu uns nehmen, egal ob durch den Mund oder durch andere Organe, auch heilsam sein. Es gibt zweifellos andere Energiequellen als Essen, die uns nähren können. Jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass wir umso weniger Hunger haben, je harmonischer und beglückender das Umfeld ist. Wenn die Sonne scheint und die Temperaturen stimmen und wir uns fließend bewegen können, meldet der Körper weniger Bedürfnisse als an einem kalten, stressigen Wintertag im Großstadt-Dschungel. Um den Frieden in der Außenwelt zu erleben, muss der Mensch allerdings gelernt haben, den Frieden in sich selbst zu finden.

 

So faszinierend, das Thema auch ist …

Ich habe relativ viel darüber gelesen, gesehen und gehört im Laufe der Jahre, und auch mit Personen Mails getauscht, die sich der Lichtnahrung verschrieben haben. Aber es blieb immer alles sehr diffus, so wie auch die verlinkten Videos in diesem Beitrag. Mein Eindruck ist, dass es sich um eine Art Hungerkunst handelt, die längerfristig wenig Vorteile bietet. Die meisten Pranier essen nebenbei und lassen sich nicht in die Karten blicken. Ich bin mir sicher, dass jeder Mensch zum Teil von Lichtnahrung lebt. Es gibt einige bekannte Pranier, deren Aussehen mich eindeutig abschreckt. Die Haut scheint gelblich-dunkel zu werden nach jahrelangem Nahrungsentzug, und auch der Alterungsprozess scheint sich zu beschleunigen. Über Ernährungsformen kann man nur streiten, solange man sich nicht die Ergebnisse ansieht, die sich körperlich manifestieren. Ich möchte hier keine Namen nennen, aber wenn ein Lichtnahrungslehrer behauptet, dass Lichtnahrung verjüngt, dann muss er diese Versprechung mit seinem eigenen Aussehen beweisen. Bei Elitom Elamin fällt mir auf, dass die Augäpfel, die eigentlich weiß sein sollten, dunkel sind. Das sieht nicht gesund aus! Auch die Fingernägel sollten rosiger sein. Außerdem scheint die Energieaufnahme ohne Essen viel länger zu dauern als mit Essen. Denn der Aufenthalt in der frischen Luft, die Bewegung, die Atmung, die Chi-Praktiken und Meditationen sind essentiell, um sich ausreichend mit Prana aufzuladen.

 

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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3 heimische Super-Früchte: Äpfel, Aprikosen und Kirschen

© - Irmgard Brottrager

Sind Äpfel wirklich so gesund wie propagiert wird? Oder sind frische Kirschen die wahren Vitaminbomben? Oder sind es doch die sonnigen Aprikosen, die am meisten zu bieten haben?

Samtige Aprikosen, Foto (C) Marco Verch / flickr

Samtige Aprikosen, Foto (C) Marco Verch / flickr

 

Zuerst zu den Gemeinsamkeiten: Alle drei Frucht-Arten enthalten viel Wasser, wenig Fett, wenig Eiweiß und hauptsächlich Kohlenhydrate. Die Flavonoide in der Schale sorgen für ein leckeres Farb-Spektrum von Orange und Rot bis Violett. Obwohl die Fürchte leicht zu verdauen sind und man große Mengen davon essen kann, handelt es sich um keine vollwertigen Lebensmittel. Kleinere Portionen sind gesünder als der Verzehr von mehreren Kilos pro Tag. Der Vitamin-C-Gehalt ist relativ hoch, erreicht aber keine Spitzenwerte. Zitrusfrüchte, Kohlgemüse und Paprika liefern mehr Vitamin C.

 

Äpfel: Qualität kann man schmecken

Äpfel sind omnipräsent und in fast jedem Mischfruchtsaft enthalten. Doch können Äpfel es mit berühmteren Superfoods aufnehmen? Zwischen Äpfeln gibt es bekanntlich riesige Qualitätsunterschiede, auf die hier nicht eingegangen werden kann. Nicht jeder Apfel ist gleich wertvoll. Wer sich etwas Gutes tun möchte, kauft keine Äpfel im Supermarkt, sondern sucht nach alten, ungespritzten Sorten, die von Streuobstwiesen stammen. Die Äpfel sollten weder wässrig noch fade schmecken, sondern ein kräftiges Aroma haben, weder zu süß noch zu sauer. Alte Sorten sind weniger perfekt, aber widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Ideal ist ein Geschmacksbouquet, in dem auch herbe Bitterstoffe vorkommen. Gute Bio-Äpfel sind zweifellos gesund, aber wundersame Heilwirkungen sollte man sich lieber nicht erwarten. Frutarier, die sich nur von Früchten ernähren, müssen mit einer Überdosis Fruchtzucker und einem Mangel an Eiweiß rechnen, wenn hauptsächlich Äpfel konsumiert werden.

 

Aprikosen: In Österreich heißen sie Marillen

Die Nährstoffdichte ist generell etwas höher als bei Äpfeln – sowohl bei den Vitaminen als auch bei den Mineralstoffen. Aber auch Aprikosen sind zu fructose-lastig und haben zu wenig Eiweiß, um als Grundnahrungsmittel herhalten zu können. Sie sind weniger lagerfähig als Äpfel und haben daher eine kurze Saison. Spitzenwerte sind beim Beta-Carotin und beim Vitamin B3 zu vermerken. Auch der Vitamin-A-Wert ist deutlich höher als bei Äpfeln und Kirschen. Aprikosen sind nicht nur für Heil-Diäten interessant, sondern werden auch gerne für Körperpflegeprodukte verwendet. Die goldgelben Früchte gedeihen nur in milden und sonnigen Regionen. Außerhalb der Saison kann man zu getrockneten Früchten greifen, die eine höhere Mineralstoffkonzentration aufweisen. Bittere Aprikosenkerne stehen sogar im Ruf, bei Krebserkrankungen hilfreich zu sein.

 

Kirschen: Zum Vernaschen gut

Süßkirschen gehören zu den leckersten Früchten und es gibt wohl kaum jemanden, der sie nicht mag. Spiegelt sich der tolle Geschmack auch auch in den Nährstoffangaben? Im Vergleich mit Äpfeln und Aprikosen stechen die Früchte nicht hervor, sondern liegen im Mittelfeld. Sie können die Verdauung anregen und haben viele andere gesundheitliche Vorteile, werden aber in großen Mengen nicht immer vertragen. Frische Kirschen sind relativ teuer und nur einmal im Jahr verfügbar. Falls man selber einen Baum hat, darf man sich ruhig mal überessen.

Knackige Kirschen, Foto (C) Isabel Eyre / flickr

Knackige Kirschen, Foto (C) Isabel Eyre / flickr

 

Die folgenden Angaben sind lediglich Richtwerte und stammen aus unterschiedlichen Quellen. Die Inhaltsstoffe in Naturprodukten können großen Schwankungen unterliegen. Fehler sind nicht ausgeschlossen! Alle drei Früchte haben einen hohen Wasseranteil. Die Werte beziehen sich frisches und rohes Obst.

 

Alle Angaben pro 100g Äpfel Aprikosen Süßkirschen
Kohlenhydrate (g) 11 9 13
Fett (g) 0,049 0,13 0,31
Eiweiß (g) 0,034 1 1
Ballaststoffe (g) 2 2 2
Vitamin A  (µg) 8 267 6
Beta-Carotin (µg) 45 1604 35
Vitamin B1 (µg) 30 40 39
Vitamin B2 (µg) 30 53 42
Vitamin B3 (µg) 200 953 420
Vitamin B5 (µg) 100 290 190
Vitamin B6 (µg) 50 70 45
Vitamin B7, Biotin (µg) 1 1
Folsäure  (µg) 7 4 27
Vitamin B12 (µg)
Vitamin C (mg) 12 9,4 15
Vitamin D (µg)
Vitamin E (µg) 490 500 130
Vitamin K (µg) 4 3 2
Vitamin P (Flavonoide) (µg) ja ja ja
Calcium (mg) 7 16 17
Kalium (mg) 144 280 235
Magnesium (mg) 6 9 13
Phosphor (mg) 11 21 24
Schwefel (mg) 6 6 7
Eisen (mg) 0,48 0,65 0,35
Jodid  (µg) 2 0,5 1,2
Kupfer  (µg) 100 134 100
Mangan (mg) 0,065 0,167 0,086
Zink (mg) 0,12 0,102 0,075
Selen (µg) 1 1 1
Methionin (mg) 3 4 5
Tyrosin (mg) 5 21 11
Arginin (mg) 8 32 16
Omega 3 Fettsäure (mg) 6 46

 

 

 

 

 

 

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3 fermentierte Superfoods: Oliven, Sauerkraut und milchsauer eingelegte Gurken

© - Irmgard Brottrager

Fermentieren ist in! Denn lebende Milchsäurebakterien sind vegan, haben eine probiotische Wirkung, sind gut für die Darmflora und machen frisches Gemüse lange haltbar.

Sauerkraut im Glas, Foto (C) jules / flickr

Sauerkraut im Glas, Foto (C) jules / flickr

 

Unter Fermentierung versteht man die Gärung von Obst und Gemüse, die entsteht, wenn die Produkte in eine Salzlake eingelegt werden. Dabei ist es wichtig, dass alles mit Salzwasser bedeckt ist, damit keine Luft an die Oberfläche kommt. Alternativ kann man auch luftdichte Deckelverschlüsse verwenden. Für die Herstellung von Sauerkraut wird Weißkohl gehobelt oder feingeschnitten, gestampft oder mit den Finger geknetet, mit Salz vermengt und mit Wasser aufgefüllt. Statt Salz und Wasser kann man auch eine Sole nehmen. Nach diesem Prinzip funktioniert auch das Einlegen von Oliven, Gurken, Paprika, Rotkohl, Chinakohl, Karotten und Kürbis. Fermentiertes Gemüse schmeckt erfrischender und pikanter als die ursprüngliche Ware, ist leichter verdaulich und gesünder für den Verdauungstrakt. Zugleich ist das Fermentieren eine Form von Haltbarmachung. Fermentierte Lebensmittel können wochenlang aufbewahrt werden, wenn sie kühl und dunkel gelagert werden. Die Fermentation erfolgt bei Zimmertemperatur und ist nach 10 bis 21 Tagen abgeschlossen.

 

Frische Fermentationsprodukte haben Rohkostqualität

Fermentiertes Gemüse zählt als Rohkost, wenn es nicht nachträglich sterilisiert wurde. Nur wenn es frisch und nicht erhitzt ist, ist es wertvoll! Gute Fermentationsprodukte gibt es daher kaum zu kaufen, aber jeder kann sie leicht selbst herstellen. Es sind keine besonderen Gerätschaften oder Zutaten erforderlich.

 

Eingelegte Oliven: herzhaft und heilsam

Die gesunden Mittelmeer-Früchte besitzen viel Vitamin E, viele B-Vitamine und wenig Vitamin C. Sie sind roh wenig wohlschmeckend, weil sehr bitter. Daher werden sie bei uns meist eingelegt vertrieben, entweder in Öl oder in Salzlake oder in Essig oder milchsauer vergoren. Schwarze Oliven sind – sofern sie nicht gefärbt sind – voll ausgereift und etwas gehaltvoller als grüne Oliven, die unreif geerntet werden. Um in den Genuss der wertvollen Milchsäurebakterien zu kommen, dürfen die Früchte nicht erhitzt oder mit Konservierungsstoffen versehen sein. Wasser und Meersalz genügen. Olivenöl wird nicht nur in der Küche verwendet, sondern ist auch ein Bestandteil von vielen Hautpflege- und Gesundheitsprodukten.

 

Sauerkraut: Frisch muss es sein!

Sauerkohl kennt jeder. Es gilt als super gesund, hat viel Vitamin C, Vitamin K und praktisch keine Kohlenhydrate. Es schmeckt gut mit Kümmel, Zwiebeln, Knoblauch und geriebenen Äpfeln. Vor allem im Winter, wenn grünes Blattgemüse rar ist, bekommt frisches Sauerkraut den Stellenwert eines Grundnahrungsmittels. 200 Gramm decken den gesamten Vitamin-C-Bedarf.

 

Salzgurken: DIE Lösung zur Zeit der Gurkenschwemme

Für milchsauer eingelegte Gurken wurde leider keine Tabelle gefunden. Am besten, man stellt sie selber her, denn die Gewürzgurken, die im Handel erhältlich sind, enthalten meist Essig, Zucker und Aromastoffe, und sind obendrein sterilisiert. Damit die Gurken beim Einlegen nicht matschig werden, gibt man ein paar Meerrettichstücke oder Weinblätter hinzu. Die kleinen Einlegegurken kommen roh in eine 5%ige Salzlake, zusammen mit passenden Gewürzen wie Dill, Senfkörnern, Korinandersamen, Knoblauch und Zwiebeln. Je kleiner die Gurken sind, umso besser.

Eingelegte Gurken, Foto (C) taschenkruemmel / flickr

Eingelegte Gurken, Foto (C) taschenkruemmel / flickr

 

Die folgenden Angaben sind lediglich Richtwerte und stammen aus unterschiedlichen Quellen. Die Inhaltsstoffe in Naturprodukten können großen Schwankungen unterliegen. Fehler sind nicht ausgeschlossen! Beim Vergleich mit trockenen Lebensmitteln ist der hohe Wasseranteil zu beachten.

 

Alle Angaben pro 100g Oliven grün Sauerkraut
Kohlenhydrate (g) 2 1
Fett (g) 14 0
Eiweiß (g) 1 2
Ballaststoffe (g) 2 4
Vitamin A  (µg) 48 3
Beta-Carotin (µg) 289 18
Vitamin B1 (µg) 30 27
Vitamin B2 (µg) 80 50
Vitamin B3 (µg) 850 170
Vitamin B5 (µg) 560 230
Vitamin B6 (µg) 23 210
Vitamin B7, Biotin (µg) 2 0,2
Folsäure  (µg) 50 16
Vitamin B12 (µg) Milchsäurebakterien Milchsäurebakterien
Vitamin C (mg) ja 20
Vitamin D (µg)
Vitamin E (µg) 1990 150
Vitamin K (µg) ja 80
Vitamin P (Flavonoide) (µg) ja
Calcium (mg) 95 48
Kalium (mg) 45 288
Magnesium (mg) 19 14
Phosphor (mg) 17 43
Schwefel (mg) 36 41
Eisen (mg) 1,6 0,6
Jodid  (µg) 4 1
Kupfer (µg) 250 130
Mangan (mg) 58 0,14
Zink (mg) 0,15 0,32
Selen (µg) ja ja
Methionin (mg) 29 15
Tyrosin (mg) 46 27
Arginin (mg) 137 113
Omega 3 Fettsäure (mg) ja 94

 

 

 

 

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Was ist eine ketogene Ernährung?

© - Irmgard Brottrager

Diese spezielle Low-Carb-Diät ist wenig bekannt und ziemlich anspruchsvoll. Sie wird nicht nur gegen Parasiten empfohlen, sondern hilft auch beim Abnehmen und soll sogar Krebszellen aushungern können.

Kokosnüsse haben mehr Fett als Kohlenhydrate, Foto (C) Theo Crazzolara / flickr

Kokosnüsse haben mehr Fett als Kohlenhydrate, Foto (C) Theo Crazzolara / flickr

 

Es ist schon faszinierend, wie sehr die Ernährung das Wohlbefinden beeinflussen kann. Allein diese Erfahrung ist einen Versuch wert!

Low Carb + High Fat

Kohlenhydrate werden bei der ketogenen Diät gemieden und sind streng limitiert. Gesunde Fette hingegen sind erlaubt. Diese Umverteilung führt zu einer Änderung des Stoffwechsels. Normalerweise wird die Energie hauptsächlich aus Kohlenhydraten gewonnen. Sind diese nicht vorhanden, stellt sich der Stoffwechsel um und produziert aus den Fetten so genannte Ketonkörper in der Leber. Dieses Prinzip wird Ketose genannt. Es kommt zu einer erhöhten Fettverbrennung, wobei auch auf gespeichertes Körperfett zurückgegriffen wird. Der Anteil der Kohlenhydrate darf 30 bis 50 Gramm pro Tag oder 5% nicht überschreiten. Die Proteine dürfen 15% bis 35% ausmachen. Die Umstellung des Stoffwechsels dauert zirka drei Tage. Um sicher zu gehen, dass die Ketose funktioniert, sollte man die Mahlzeiten protokollieren. Die Ketonwerte können mit speziellen Urin-Teststreifen überprüft werden. Es ist also Disziplin erforderlich und somit ist auch gleich der Haken an der Sache angesprochen: Die Diät ist praktisch undurchführbar von Menschen, die auf Zucker nicht verzichten können. Doch gerade sie würden am meisten davon profitieren. (mehr …)


3 exotische Super-Früchte: Avocados, Papayas und Granatäpfel

© - Irmgard Brottrager

Superfoods enthalten nicht nur alle wichtigen Vitamine und Mineralien, sondern gelten darüber hinaus als Naturheilmittel. Exoten sind wie kleine Urlaube und besonders für Festtage und Diäten angesagt. 

Papaya mit Kernen, Foto (C) Lara604 / flickr

Papaya mit Kernen, Foto (C) Lara604 / flickr

 

Die sehr unterschiedlichen Frucht-Arten haben nicht nur ihre hervorragenden Eigenschaften gemeinsam. Alle drei sind arm an Kohlenhydraten und daher für eine ketogene Ernährung geeignet. Bei dieser Ernährungsform bezieht der Körper seine Energie aus Fett und Ketonkörpern, die der Körper nur dann bildet, wenn die Kohlenhydrate limitiert werfen. Da Früchte hauptsächlich aus Wasser bestehen, sieht der Nährstoffgehalt in Relation zum Gewicht relativ bescheiden aus. Ein direkter Vergleich mit Trockenfrüchten, trockenen Nüssen und Trockenpulvern ist nicht zielführend. Alle drei Früchte haben verwertbare Kerne, die unbedingt mitgegessen werden sollten. (mehr …)


3 vegane Superfoods mit viel wertvollem Eiweiß

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Dass in Pflanzen wenig Eiweiß enthalten ist, ist ein hartnäckiges Gerücht. Nicht nur Süßlupinen, sondern auch Hefeflocken, Chlorella und Spirulina besitzen mehr Proteine als jedes tierische Produkt.

Chlorella-Presslinge, Foto (C) Philipp Alexander / flickr

Chlorella-Presslinge, Foto (C) Philipp Alexander / flickr

 

Die stärksten pflanzlichen Eiweißquellen

Am meisten Proteine sind in getrockneten und gemahlenen Algen, Grünpflanzen, Samen und Kernen enthalten. Tierprodukte enthalten selten mehr als 20%. Vorsicht ist jedoch bei Glutamat, Seitan und gluten-haltigen Getreidesorten geboten, denn das Klebereiweiß wird oft nicht vertragen und steht im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, meidet alle Produkte, die aus klebrigem Gluten-Getreide bestehen oder schleimbildend wirken. Hier einige Werte zum Vergleich: (mehr …)


Vegane Versorgung mit Vitamin B12

© - Irmgard Brottrager

B12 wird umso mehr zum Thema, je mehr Veganer es gibt. Da die Bakterien, die das Vitamin produzieren, immer aus dem Erdboden stammen, spielt es keine große Rolle, was man isst, sondern wie steril es ist und wie gesund der Verdauungstrakt ist.

Auch Wasserpflanzen wie Algen enthalten Bakterien. Foto (C) Maja Dumat / flickr

Auch Wasserpflanzen wie Algen enthalten Bakterien. Foto (C) Maja Dumat / flickr

 

Vitamin B12 besteht aus einer Gruppe von Cobalaminen, die als Co-Faktoren von Enzymen eine wichtige Rolle spielen. Es ist nicht nur essentiell für den Eiweiß-Stoffwechsel, sondern auch für das Nervensystem, die Regeneration und das Wachstum der Zellen, die Bildung der roten Blutkörperchen und die Aufnahme von Folsäure. Die Leber kann Vitamin-B12-Reserven für zirka 5 bis 10 Jahre speichern. Bei Mangel können sich Symptome wie Müdigkeit, Entzündungen und Kopfschmerzen zeigen. Ob die B12-Versorgung ausreichend ist, kann man nur mit einem Bluttest feststellen. Wer supplementiert, geht auf Nummer Sicher. Ob es tatsächlich notwendig ist, ist fraglich, denn es gibt genug Veganer, die sich untersuchen haben lassen und ausreichend versorgt sind, obwohl sie nichts supplementiert haben. Da schwere Mangelsymptome äußerst selten sind und leichtere Symptome auf alle möglichen Ursachen zurückgeführt werden können, muss man auch die Richtwerte in Frage stellen. Wenn zu wenig B12 im Blut ankommt, liegt es meist nicht an der mangelnden Zufuhr oder Produktion des Vitamins, sondern an ungesunden Zuständen im Verdauungstrakt. (mehr …)


3 bärige Superfoods: Aroniabeeren, Heidelbeeren und Himbeeren

© - Irmgard Brottrager

Während von Himbeeren nicht viel Aufhebens gemacht wird, gelten Aroniabeeren als wahre Wunderfrüchte, die bis zur Krebsheilung für alles Mögliche gut sind. Ist dieser Ruf gerecht? Rentiert sich der Aronia-Anbau im eigenen Garten?

Reife Aroniabeeren am Strauch, Foto (C) Wendy Cutler / flickr

Reife Aroniabeeren am Strauch, Foto (C) Wendy Cutler / flickr

 

Aroniabeeren, Apfelbeeren und viel PR

Sie sehen aus wie aus wie winzige Äpfel und sind meist nicht frisch erhältlich, sondern in Form von Saft, Tee und Pulver. Die dunkelvioletten Früchtchen wachsen an buschigen Sträuchern und gedeihen auch in unseren Breiten. Die pflegeleichten Rosengewächse sind frostbeständig, vollständig verwertbar und schützen sich selbst vor Schädlingen. Sie sind also wirtschaftlich sehr lukrativ und vielleicht ist das der Grund, warum so viel Propaganda gemacht wird? Wer nun erwartungsvoll nach Daten sucht für die angeblich so überragenden Inhaltsstoffe, findet jedoch kaum was im Internet. Jedenfalls nicht in den gängigen Nährstoffverzeichnissen. Die zahlreichen Artikel über Aroniabeeren scheinen nur heiße Luft zu sein. Dieses „Phänomen“ habe ich ja auch bereits bei der Gojibeere festgestellt. Jeder hält sie für extrem gesund, aber ein schneller Vergleich ist nicht möglich. Vielleicht gerade deswegen, weil sie „gefährlich“ gesund sind? Oder weil sie nichts Besonderes sind und ähnliche Eigenschaften aufweisen wie beispielsweise Himbeeren? Inhaltsstoffe sind sicher nicht alles, aber wenn sie schon lautstark propagiert werden, sollten sie bekannt und jederzeit abrufbar sein. (mehr …)