Ökologie & Umwelt

Weiterverwendung und Recycling von Alt-Batterien

© - Irmgard Brottrager

Leere Einweg-Batterien müssen nicht sofort in den Müll. Es gibt diverse Möglichkeiten, sie weiter zu verwenden, nachzuladen oder die Spannung zu erhöhen.

Foto (C) Kevin Doncaster / flickr

Foto (C) Kevin Doncaster / flickr

 

Scheinbar leere Batterien sind oft noch zu gebrauchen

Eine Batterie besteht genau genommen immer aus mehreren Zellen, ansonsten handelt es sich um eine Primärzelle. Weil es im Sprachgebrauch so üblich ist, sind hier mit „Batterien“ auch Primärzellen gemeint. Gewöhnliche Haushalts-Batterien haben in der Regel 1,5 Volt Spannung, wenn sie neu sind. „Leere“ Batterien besitzen oft immer noch 1,2 Volt, aber manche Geräte funktionieren bereits bei 1,3 Volt nicht mehr. Die Restspannung lässt sich mit einem Voltmeter messen. Um die Batterien weiter zu verwenden, kann man sie einfach in ein anderes Gerät einbauen, das die geringere Spannung toleriert. Man kann außerdem mit einer Serienschaltung von halbleeren Batterien versuchen, die nötige Spannung zu erreichen. (mehr …)


Bio-Energie-Gewinnung in Kooperation mit Tieren

© - Irmgard Brottrager

Die Benzin-Kuh ist bis jetzt noch nicht erfunden – Gott sei Dank! Aber noch heute wird die Leistung von Autos in PS angegeben. Die Pferdestärke ist einer der letzten Hinweise, dass Tiere auch der Energie-Produktion dienen können.

Leise, freundlich und 100% bio: Esel können bis 90 kg tragen. Foto (C) Thomas Kohler / flickr

Leise, freundlich und 100% bio: Esel können bis 90 kg tragen. Foto (C) Thomas Kohler / flickr

 

Was bei uns komplett in Vergessenheit geraten ist, aber in manchen Ländern noch völlig alltäglich ist, ist die Nutzung von Tieren als Energie-Lieferanten. Die folgenden Auflistungen verstehen sich als Ideen und Denkanstöße für Menschen, die nach Alternativen suchen. (mehr …)


Summende Mini-Kraftwerke mit einer Spannung bis 450 Volt

© - Irmgard Brottrager

Honig-Bienen erzeugen Strom, während sie fliegen und verständigen sich über elektrische Felder, wenn sie sich tanzend über Nahrungsquellen informieren. Außerdem heizen sie im Winter ordentlich ein!

Foto (C) Kate Russell / flickr

Foto (C) Kate Russell / flickr

 

Spannend und voller Energie!

Bienen sind kleine Kraftwerke, denn sie nutzen zur Verständigung elektrische Felder, die sie selbst erzeugen und auf ihre Artgenossen abstrahlen. Außerdem sind sie beachtliche Fluggeräte, die täglich bis zu 175 Kilometer zurücklegen mit bis zu 30 km/h Geschwindigkeit. Für einen Kilo Honig sind 100.000 Ausflüge erforderlich. Sommerbienen werden nur 4-6 Wochen alt, Winterbienen leben bis 9 Monate lang. Sie verständigen sich mit Tänzen und Flügelschwirren und strahlen dabei eine elektrische Strahlung ab, die vermutlich zusätzliche Informationen enthält. Zur Aufnahme dieser Informationen verwenden sie ihre Antennen, die mit Rezeptoren bestückt sind. Die Wahrnehmung von elektrischen Feldern und die Übertragung von Informationen wurden an der Freien Universität Berlin von Randolf Menzel und anderen Biologen erforscht. Je nachdem, wie weit sie fliegen, besitzen Bienen nach ihrer Rückkehr in den Bienenstock eine Oberflächen-Spannung bis zu 450 Volt. Je weiter sie fliegen, umso höher wird die Spannung. (mehr …)


Nachhaltigkeit: anhaltend und nachwirkend ökologisch

© - Irmgard Brottrager

Der Begriff „nachhaltig“ wird sehr inflationär benutzt für jede Art von ökologischem Ansatz. Doch das beliebte Schlagwort hat eigentlich eine viel umfassendere Bedeutung. 

Foto (C) Kevin Dooley / flickr

Foto (C) Kevin Dooley / flickr

 

„Nachhaltig“ bedeutet heute nur noch, dass jemand, der diesen Begriff verwendet, ein gewisses ökologisches Bewusstsein hat und als umweltfreundliche Person (bzw. Marke oder Firma) gesehen werden möchte. De facto handelt es sich um eine sehr oberflächliche und unverbindliche Worthülse, die zu nichts verpflichtet. Sie steht meist im Widerspruch zu wirtschaftlichen Interessen, die auf ewiges Wachstum abzielen. Mit ernst gemeinter Nachhaltigkeit kann man kaum Geld verdienen. Denn etwas, was nachhaltig ist, verursacht wenig Kosten. Nachhaltig ist etwas, wenn es lange anhält und nicht nur schnelle Vorteile verschafft, sondern sich auch längerfristig positiv auswirkt. Um nachhaltig denken zu können, muss man den Lebenszyklus eines Gegenstandes vollständig zu Ende denken, weit über die Amortisationszeit hinaus. Man muss also vorausschauend planen und handeln und alle Folgen ins Auge fassen, die sich aus der Herstellung und Nutzung eines Gegenstandes ergeben. (mehr …)


Passive Heizmethoden

© - Irmgard Brottrager

Passivhäuser kennt inzwischen fast jeder, aber es gibt auch noch andere Methoden, um ein Haus warm zu halten, ohne herkömmliche Heizenergie zuzuführen.

Wohnhaus mit Trombewand, Foto (C) Joe / flickr

Wohnhaus mit (versteckter) Trombe-Wand, Foto (C) Joe / flickr

 

Auch wenn es nicht immer gelingt, den gesamten Wärmebedarf mit passiven Methoden zu decken, kann die Heizanlage entweder viel kleiner dimensioniert werden oder man kommt überhaupt mit kleinen Zusatzheizungen aus, ohne eine Zentralheizung installieren zu müssen. Als Zusatzheizungen an besonders kalten Tagen eignen sich zum Beispiel Infrarot-Paneele und -Lampen, Schwedenöfen und Sockelleisten-Heizungen. (mehr …)


Trinkwasser-Filter selber bauen

© - Irmgard Brottrager

Bei allen Krisenvorsorge-Plänen steht das Trinkwasser an oberster Stelle. Es ist gut, zu wissen, wie man sich helfen kann – im Notfall, auf Wanderungen und auf Reisen. Aber es gibt auch Alternativen zum Wasser.

Kokosmilch satt Trinkwasser, Foto (C) John Revo Puno / flickr

Kokosmilch satt Trinkwasser, Foto (C) John Revo Puno / flickr

 

1) Fruchtwasser und Regenwasser statt Grundwasser

Wozu brauchen wir überhaupt Wasserfilter? „Rohes“ Grundwasser zu trinken war vor 40 Jahren überhaupt nicht üblich. Weder aus der Mineralwasser-Flasche noch aus der Leitung. Auch heute gibt es noch Menschen, die ihren Flüssigkeitsbedarf lieber mit Tees, Suppen und saftigen Früchten decken. In meiner Kindheit wurde nicht einmal der Apfelsaft gespritzt, sondern pur getrunken. Der Körper braucht unbedingt Flüssigkeiten, aber es muss kein Wasser sein. Natürlich sollte man nicht zu ungesunden (weil säurebildenden) Alternativen wie Limonaden, Kaffee, Bier, Cola, Eistee, Speiseeis, Milchprodukten und gezuckerten Säften greifen. Manche Rohköstler, die hauptsächlich Früchte essen, lehnen die Zufuhr von reinem Wasser sogar ganz bewusst ab, weil es den Magensaft zu sehr verdünnt. Statt Grundwasser bevorzugen sie saftige Obst- und Gemüsesorten, Kokosmilch, Wildgemüse, Sprossen und Kräuter. Der „Filter“, wenn man so möchte, ist in diesem Fall das Wurzelsystem der Pflanzen. Frisch aufgefangenes Regenwasser, geschmolzener Schnee und Tautropfen sind von Natur aus reiner als Grundwasser, weil es sich um destilliertes Wasser handelt. Die nachfolgend vorgestellten Wasserfilter können die Wasserqualität verbessern, aber es gibt keine Garantie, dass alle Schadstoffe beseitigt sind! (mehr …)


Putzmittel herstellen ohne schädliche Chemie

© - Irmgard Brottrager

Selbstgemachte Putz-Helferlein sind eine preisgünstige Alternative zu teuren Bio-Produkten. Nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern weil herkömmliche Reiniger die Haut reizen können! Und die Verpackung spart man sich zusätzlich!

Leere Sprühflaschen für DIY-Fensterputzmittel und Badreiniger. Foto (C) Your Best Digs / flickr

Leere Sprühflaschen für DIY-Fensterputzmittel und Badreiniger. Foto (C) Your Best Digs / flickr

 

Die Umweltverträglichkeit der Supermarkt-Produkte hat sich zwar stark gebessert in den letzten Jahren, aber echte Bio-Produkte muss man immer noch im Reformhandel suchen. Wer nicht gerade einen Bioladen um die Ecke hat und auch nicht zu viel Geld ausgeben möchte, fabriziert seine Putzmittel selber!

 

Abflussreinigung

Rezept A: Die Verstopfung mechanisch entfernen. Zum Beispiel mit einem Rohrreinigungs-Spiraldraht oder einer Saugglocke. Wenn der Syphon zugänglich ist, kann man ihn abschrauben, einen Auffangbehälter darunter stellen und die Verstopfung auf diese Weise beseitigen. Wer sich traut (Augen zu und Luft anhalten nicht vergessen!), fasst im WC direkt mit einer behandschuhten Hand in den Abfluss und zieht das angestaute Klopapier heraus. (mehr …)


Waschmittel ohne Chemie

© - Irmgard Brottrager

Teure Bio-Waschmittel von Markenfirmen sind gut und schön, aber es geht noch ursprünglicher. Mit geringem Mehraufwand lassen sie die Waschmittel-Kosten gegen Null bewegen.

Efeu gibt es fast überall und jederzeit. Da er zum Wuchern neigt, schadet es nicht, wenn man die Blätter nutzbringend verwendet. Foto (C) Rosmarie Voegtli / flickr

Efeu gibt es fast überall und jederzeit. Da er zum Wuchern neigt, schadet es nicht, wenn man die Blätter nutzbringend verwendet. Foto (C) Rosmarie Voegtli / flickr

 

Waschmittel aus Rosskastanien

Die reifen Früchte der Rosskastanie enthalten Saponine mit seifen-artigen Eigenschaften. Die frisch gefallenen Kastanien werden im Herbst gesammelt und mit einem scharfen Messer in kleine Stücke geschnitten. Die Schale kann man nebenbei entfernen, denn im Ganzen sind die Früchte schwer zu schälen. Es macht nichts, wenn teilweise Schalen-Reste haften bleiben. Die geschälten Stückchen in einem Mixer grob zerkleinern und in dünnen Schichten zum Trocknen auf Geschirrtücher legen. Die durchgetrockneten Brösel sind sehr lange haltbar, wenn sie in Stoffbeuteln aufbewahrt werden. Wenn man möchte, kann man Stücke mit und ohne Schalen sortieren und die geschälten für die Weißwäsche verwenden, während die ungeschälten für Buntwäsche geeignet sind. Bei Bedarf nun eine kleine Menge in Wasser einweichen, bis sich eine weißliche, seifen-artige Lauge gebildet hat. Die abgeseihte Flüssigkeit in das Waschmittelfach der Waschmaschine füllen und wie gewohnt waschen. Hartnäckige Flecken lassen sich damit nicht entfernen, aber gewöhnlich verschwitzte Wäsche wird frisch und duftet neutral. Edelkastanien (Maroni) sind nicht geeignet. Man benötigt ungefähr 8 kg Brösel pro Person und Jahr, wenn man die Wäsche ausschließlich mit Kastanien waschen möchte. Das ist eine ziemlich große Menge, aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, Waschmittel selber herzustellen. (mehr …)