Wohnberatung

Ganzjährig Wohnen auf Rädern in Wohnwägen und Wohnmobilen

© - Irmgard Brottrager

Sie sind Fahrzeuge und Unterkünfte in einem. Und bieten Aussteigern eine komfortable Art, allen gesellschaftlichen Normen und Pflichten davonzufahren, frei herumzureisen und ein modernes Nomaden-Leben zu führen.

Modernes Wohnmobil mit Fahrradträger, Foto (C) Marco Verch / flickr

Modernes Wohnmobil mit Fahrradträger, Foto (C) Marco Verch / flickr

 

Normalerweise werden sie nur zur Urlaubszeit in Betrieb genommen, angemietet oder ausgeborgt. Viele Menschen, die sich nach einem einfacheren Leben mit weniger Arbeit und mehr Freizeit sehnen, kommen auf die Idee, ihre festen Wohnsitze abzumelden, das Inventar zu reduzieren und in ein Wohnmobil umzusteigen. Neben dem Trend zum „Tiny House“ (winzige Häuschen in Gartenhaus-Größe) sind auch Wohnwägen eine Möglichkeit, minimalistisch zu wohnen und gleichzeitig mobil zu sein. Immer mehr Singles, Pensionisten, Paare und Kleinfamilien berichten in Netzwerken wie Youtube und Instagram über ihre Abenteuer mit Camping-Fahrzeugen. Sie stehen ein paar Wochen hier und ein paar Monate da, fahren quer durch Europa und haben oft auch Kinder an Bord, die sie selbst unterrichten und somit aus dem Schulsystem heraushalten.

 

5 verschiedene Fahrzeug-Typen

  1. Wohnwägen sind einachsige PKW-Anhänger ohne Motor. Der PKW kann auch ohne Anhänger benutzt werden, um die Gegend zu erkunden.
  2. Wohnmobile sind luxuriösere Fahrzeuge mit integriertem Führerhaus, zwei Achsen und Längen bis über zehn Metern. Hier ist insgesamt mehr Platz vorhanden als in einem Anhänger-Wohnwagen, aber die Mobilität ist eingeschränkter.
  3. Schmale Tiny-House-Anhänger, meist aus Holz oder alternativen Baustoffen. Sie sind für einen längeren Aufenthalt gedacht.
  4. Umgebaute alte Busse und andere Sonderanfertigungen mit individueller Ausstattung.
  5. Hausboote, wie sie in den Niederlanden und vielen anderen Hafengegenden üblich sind.
Auch Hausboote sind eine Form von mobilen Behausungen, Foto (C) Angel Ganev / flickr

Auch Hausboote sind eine Form von mobilen Behausungen, Foto (C) Angel Ganev / flickr

 

Vorteile:

  • Ganzjähriges Urlaubsgefühl.
  • Es gibt keine ungemütlichen Jahreszeiten, denn man kann sich immer dort aufhalten, wo es gerade am schönsten ist.
  • Die beschränkte Fläche im Fahrzeug wird erweitert durch die Freiflächen im Außenraum und die Ausflugsmöglichkeiten in die Umgebung.
  • Der Haushalt macht wenig Arbeit, denn es gibt nicht viel zu putzen.
  • Fahrräder und Sportgeräte können mitgeführt werden.
  • Es ist insgesamt viel mehr Gepäck möglich verglichen mit Reisen mit dem Flugzeug oder PKW.
  • Kein Übernachten in teuren und unpersönlichen Hotelzimmern.
  • Keinerlei Bindung an einen Ort. Umdisponieren ist jederzeit möglich.
  • Es gibt keine nervigen Nachbarn, denen man nicht davonfahren könnte.
  • Die Wohnungskosten sind geringer als in einer Mietwohnung.
  • Keine Wartezeiten auf öffentliche Verkehrsmittel.

 

 Nachteile:

  • Es gibt keinen Garten und daher auch keine Anbaumöglichkeiten.
  • Die Küche ist winzig und bietet wenig Lagerflächen für Lebensmittel.
  • Kaum Gestaltungsmöglichkeiten bei der Einrichtung.
  • Sehr beschränkter Stauraum für Kleidung und Hausrat.
  • In vielen Ländern ist freies Campieren nur kurz oder gar nicht erlaubt.
  • Die Kosten können beachtlich sein. Die Investitionen für ein komfortables Wohnmobil sind nicht zu unterschätzen und auch die Stand-Mieten auf den Campingplätzen sind nicht zu vernachlässigen. Wer mehr als ein Jahr lang unterwegs ist, wird wahrscheinlich kein Fahrzeug mieten wollen, sondern ein „Eigenheim“ bevorzugen.
  • Die Fahrzeug-Ausstattung besteht üblicherweise aus Kunststoffen.
  • Große, sperrige Fahrzeuge können auf normalen Parkplätzen nicht parken.
  • Wenig Privatsphäre und beschränktes Sozialleben.
  • Gefahr, dass einem trotz aller Freiheit die Decke auf den Kopf fällt.
  • Der Aufbau von Nachbarbeziehungen und langfristigen sozialen Bindungen ist kaum möglich.

 

Digitale Nomaden, pensionierte Paare und andere mobile Wohntypen

Ob jemand glücklich wird mit einem Wohnmobil oder nicht, hängt wohl hauptsächlich vom Sozialleben ab. Familien mit älteren Kindern und Teenagern, die nicht mehr gerne in einem Bett schlafen, sondern mehr Abstand und Eigenleben möchten, werden es in dem engen Gehäuse kaum aushalten. Auch Paare, die über die Flitterwochen hinaus sind, können einander schnell auf die Nerven gehen, wenn es keinerlei Rückzugsmöglichkeiten gibt. Manche behelfen sich mit zusätzlichen Zelten, um eine gewisse räumliche Separierung zu schaffen. Das Wohnen auf Rädern ist eine schöne Lösung für Freigeister, die wirklich unterwegs sein wollen und offen sind für neue Bekanntschaften. Solange die Kinder noch klein sind, kann das mobile Wohnen eine gute Alternative sein, um dem Nähe-Bedürfnis der Kleinen gerecht zu werden. Für Familien ist Campen meist nur eine Wohnform für eine gewisse Zeit – auch wenn es mehrere Jahre dauert. Für minimalistische und abenteuerlustige Singles mit ortsunabhängigen Berufen ist langjähriges Dauerreisen eher geeignet.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Diesen Psychologie-Ratgeber für Feng Shui Fans solltet ihr kennen

© - Frank

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Psychologische Aspekte spielen bei der Entspannung eine wichtige Rolle

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Architekturpsychologie als Grundlage der Raumgestaltung

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Die Energie anheben im Raum

© - Irmgard Brottrager

Hier geht es nicht um elektrische Energie, sondern um die Lebensenergie und die Schwingung im Raum. Was macht einen Raum energetisch erhebend, aufbauend und belebend? 

 Buddhistisches Zentrum in Graz-Andritz, Foto (C) Irmgard Brottrager


Buddhistisches Zentrum in Graz-Andritz, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Die Chinesen nennen sie „Chi“, die feinstoffliche Lebensenergie, die alles durchströmt und nicht stagnieren sollte, wenn man eine vitale Atmosphäre genießen möchte. Das Chi ist so viel wie der Atem der Erde, auch Prana oder Odem genannt. Es ist jedoch mehr als nur Licht und Luft, denn es handelt sich um keine Substanz im materiellen Sinn, sondern um eine reine Schwingungsenergie, die mit vitalen Informationen aufgeladen ist. Sie ist das, was Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander verbindet. Chi ist auch das, was den Geist eines Ortes ausmacht und sich in der Formation der Wolken widerspiegelt (sofern das Wetter nicht gerade manipuliert ist). Feinfühlige Menschen empfinden das Chi wie einen Hauch oder wie ein energetisches Kribbeln. Oder wie einen Wärmeschleier, der sich herumschwingen, formen und zu einer Kugel verdichten lässt – so wie es bei Taiji und Qigong-Übungen üblich ist. Es lässt sich auch allein mit der Vorstellungskraft lenken, um zum Beispiel bestimmte Meridiane oder Chakren zu stimulieren. Man kann es mit Farben anreichern und im Körper herumleiten, in Form von lichtreicher Nahrung aufnehmen und im Raum kultivieren. (mehr …)


Faszinierend und vielleicht außerirdisch: Der Energiestein Schungit

© - Irmgard Brottrager

Der fast vollständig schwarze Stein aus Karelien gilt als DER Stein der Lebensenergie. Angeblich stammt er nicht von dieser Welt, sondern ist ein extraterrestrisches Gestein, weil er nur an wenigen Orten auf der Erde zu finden ist.

Gewöhnlicher Schungit-Splitt wird für die Trinkwasser-Belebung verwendet. Foto (C) Irmgard Brottrager

Gewöhnlicher Schungit-Splitt wird für die Trinkwasser-Belebung verwendet. Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Über die Herkunft des kohle-artigen Gesteins kursieren verschiedene Theorien. Es soll sich vor 600 Millionen bis 2 Milliarden Jahren aus Meeresalgen gebildet haben. Oder von einem anderen Planeten auf die Erde gestürzt sein. Der Onega-See in Karelien, neben dem das Gestein abgebaut wird, besitzt Trinkwasserqualität und wird als heilig verehrt. Man vermutet, dass es sich dabei um den Krater handelt, den ein Meteorit hinterließ. Aber nicht nur in Karelien, sondern auch in Ost-Finnland gibt es ein Schungit-Vorkommen. Dies sind nicht die einzigen Fundorte, aber die bekanntesten. Dass es sich tatsächlich um ein außerirdisches Material handeln könnte, hat mit den natürlichen Fullerenen zu tun, die sonst nur bei Meteoriten, Fulguriten (Blitzgesteinen), Russ und extraterrestischen Steinen vorkommen. Es stimmt allerdings nicht, wie oft behauptet wird, dass es Schungit nirgendwo auf der Erde außer in Karelien gibt. Aber alle Fundorte sollen sich an Absturzstellen von Meteoriten befinden. Fullerene sind kugelförmige, hohle Moleküle aus Kohlenstoff-Atomen mit einer speziellen Struktur, die aus Fünfecken und Sechsecken zusammengesetzt ist, ähnlich wie Fußbälle. Architekt Buckminster Fuller hat im Jahr 1967 den amerikanischen EXPO-Pavillon mit dieser Struktur geplant und wurde schließlich für seine geodätischen Kuppel-Bauwerke berühmt. Die Fullerene wurden erst später entdeckt und nach dem Architekten benannt. Die drei Forscher namens Curl, Kroto und Smalley bekamen 1996 schließlich den Chemie-Nobelpreis für ihre Entdeckung. (mehr …)


Reale Nachbarschaftshilfe via Internet

© - Irmgard Brottrager

Das anonyme Wohnen hat seine Vorzüge, aber gemeinsam geht vieles leichter. Das Internet macht es möglich, Menschen aus der Umgebung kennen zu lernen, ohne sich aus dem Haus zu bewegen.

Hundesitting ist eine typische Nachbar-Hilfeleistung. Foto (C) Barney Moss-flickr

Hundesitting ist eine typische Nachbar-Hilfeleistung. Foto (C) Barney Moss-flickr

 

Wer bisher gerne auf Nachbar-Kontakte verzichten konnte, wird denn Sinn dieser Bestrebungen vielleicht nicht auf Anhieb verstehen. Zwar kann ein gesunder Mensch gut ohne Nachbarn auskommen, aber nur wenn man die Nachbarn kennen lernt, lassen sich Kooperations-Möglichkeiten entdecken. Zu wissen, dass man nicht alles kaufen muss, sondern auch was ausborgen kann, Erfahrungen mit Handwerkern teilen kann und jemanden hat, der die Kinder hütet und auf den Hund aufpasst, ein Paket entgegennimmt oder gerne mal tragen hilft, wenn was Schweres zu transportieren ist, kann das Leben nicht nur leichter, sondern auch kostengünstiger machen. Es ist schade, wenn man überhaupt nicht weiß, was die Nachbarn zu bieten haben oder gerne hätten. Die Wiederentdeckung der Regionalität, der kleinräumigen Reviere und der Liebe zur Heimat, die oft diffamierend als fremdenfeindliche Gesinnungen ausgelegt werden, ist eine natürliche Gegenbewegung zur heimtückischen Weltregierung durch die Kartelle und Finanz-Eliten. Immer mehr Menschen bemerken, dass sie viel weniger konsumieren müssen, wenn sie nicht nur für sich selber sorgen, sondern auch ihre direkten sozialen Kontakte zu nutzen wissen. (mehr …)


Unabhängig werden mit Selbstversorger-Immobilien

© - Irmgard Brottrager

Derzeit gibt es noch viele leer stehende Objekte, die nach der Landflucht zurückgeblieben sind. Aber Selbstversorgung ist auch in der Stadt möglich. Zum Beispiel mit Wohnhäusern im Cottage-Stil, wie sie in England Tradition haben.

Altes Backstein-Cottage mit Garten, Foto (C) Jon Bennett / flickr

Altes Backstein-Cottage mit Garten, Foto (C) Jon Bennett / flickr

 

Die kleinen Cottage-Häuser wurden früher von einfachen Land-Leuten bewohnt, die den Garten für sich und ihre Tiere benutzten. Die romantischen Anlagen sind heute nicht nur für Künstler und Touristen interessant, sondern auch für moderne Aussteiger, die zu sich selbst und zur Natur zurück finden möchten. Auch in Wien gibt es mehrere Viertel mit Bürgerhäusern, die im Cottage-Stil errichtet wurden. (mehr …)


Die dynamische Energie von Sammeln und Loslassen

© - Irmgard Brottrager

Warum neigen manche Menschen mehr dazu, Dinge zu horten als andere? Warum fällt ihnen das Loslassen besonders schwer? Kann es vielleicht an den Genen liegen?

Schmetterlinge-Sammlung, Foto (C) Justin Sewell / flickr

Schmetterlinge-Sammlung, Foto (C) Justin Sewell / flickr

 

Oh nein, das ist kein Witz! Es gibt nicht nur einen, sondern mehrere angeborene Triebe, die dem Ausmisten im Wege stehen. Wer mehr von diesen „Sammel-Genen“ mitbekommen hat, tut sich von Natur aus schwerer. Was sind das nun für Triebe? (mehr …)


Frische Energie tanken durch jährliches Entrümpeln

© - Irmgard Brottrager

Im Frühling erwachen nicht nur die Lebensgeister in der Natur, sondern auch der  Mensch hat das Bedürfnis, mit allem aufzuräumen, was aus dem vergangenen Jahr liegen geblieben ist, um entlastet und befreit in die neue Saison zu starten.

Frühlingsboten durchbrechen den Laub vom Vorjahr, Foto (C) Irmgard Brottrager

Frühlingsboten durchbrechen das Laub vom Vorjahr, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Oft ist es mit Putzen allein nicht getan. Denn es liegen nicht nur die Dinge aus dem Vorjahr herum, sondern es können durchaus mehrere vergangene Jahre sein, die noch aufzuarbeiten und zu bereinigen sind. Je älter der Mensch wird, umso mehr Altlasten sammeln sich in der Regel an. (mehr …)