Feng Shui Ratgeber

Das Gleichgewicht in der Natur

Von Irmgard Brottrager

Beim Ungeziefer ist es wie bei den Krankheiten. Es wird meist nur über Symptom-Bekämpfung geredet, aber selten über die Ursachen. So als kämen die destruktiven Energien von ungefähr.

Marienkäfer sind wichtige Nützlinge, Foto (C) Irmgard Brottrager

Marienkäfer sind wichtige Nützlinge, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Damit Ökosysteme definitionsgemäß im Gleichgewicht bleiben, dürfen sie sich ohne regulierende Maßnahmen nicht verändern. Diese Form von Gleichgewicht gibt es nicht in der Natur, weil es immer zu Veränderungen kommt. Im Allgemeinen meint man damit kein absolutes Gleichgewicht, sondern dass ein Ökosystem weder kollabiert noch nachhaltige Schäden entstehen, sondern alle Entwicklungen harmonisch verlaufen. Ein Bio-System ist offensichtlich „aus dem Gleichgewicht“, wenn die Lebensbedingungen sich dermaßen verschlechtern, dass viele Pflanzen- und Tierarten krank werden oder überhaupt nicht mehr gedeihen können.

 

Der Mensch als hauptsächlicher Störenfried

Schädlinge, Artensterben, Unwetter, saurer Regen, Tierseuchen, invasive Ausbreitung von bestimmten Pflanzenarten, Verarmung und Erosion des Bodens, Klimaveränderungen, Trockenheit, Überschwemmungen und Ernteausfälle sind meistens keine Launen der Natur, sondern auf menschliche Eingriffe zurückzuführen. Dazu gehören die Verwendung von degeneriertem und gentechnisch verändertem Saatgut sowie das Importieren von Pflanzen aus fremden Klimazonen. Das Auslaugen der Böden durch intensive Monokultur, die Begradigung von Flüssen und die Unkraut-Bekämpfung mit Pestiziden tun ihr Übriges. Dazu kommt noch die Umweltverschmutzung mit Abfällen und Abgasen. Viele Kulturpflanzen sind unfruchtbar oder können sich ohne menschliche Hilfe nicht fortpflanzen. Wichtige Tierarten werden aus den Ballungszentren verbrannt, weil die Natur hier vermeintlich keinen Platz hat. So kommt es, dass die biologischen Kreisläufe mehr oder weniger gestört werden – bis hin zum „Umkippen“ von Flüssen und Seen, die sich in faulige Brühen verwandeln.

 

Ungeziefer aus geomantischer Sicht

Wer selber einen Garten hat oder auf der Terrasse Pflanzen anbaut, hat wahrscheinlich auch schon Bekanntschaft mit Ungeziefern gemacht. Übergriffe von außen, egal ob sie von Menschen, Tieren oder Pflanzen kommen, deuten im Allgemeinen auf eine Abwehrschwäche hin. Man kann sich auf jeden Fall fragen, ob es auch in anderen Bereichen des Lebens etwas gibt, was den Erfolg verhindert. Zum Beispiel:

  • Revier-Verletzungen durch Nachbarn, Fremde oder Familienmitglieder.
  • Schmarotzer (meistens andere Menschen, die Energie absaugen, aber auch diverse Institutionen, die zu Energieverlusten führen).
  • Geschwächte Aura durch Stress oder ungesunden Lebensstil.
  • Unglückliche und angeschlagene Lebensphase.
  • (Selbst-) Destruktivität, zum Beispiel durch den Konsum von Suchtmitteln.
  • Selbstsabotage durch entsprechende Lebenseinstellungen.
  • Passive Lebenshaltung und Schwierigkeiten, sich durchzusetzen.
  • Distanzlosigkeit und mangelnde Abgrenzung.
  • Unschlüssigkeit und mangelnder Wille.
  • Mangelnde Klarheit und widersprüchliche Wünsche.
  • Fehlendes Selbstbewusstsein.
  • Ein Mangel an Aufrichtigkeit und Authentizität.
  • Ansammlung an Gerümpel oder sonstigen Dingen, die zu viel sind.
  • Abschiede von überlebten Beziehungen, die nicht vollzogen worden sind.
  • Es sind falsche Entscheidungen getroffen worden und wir befinden uns auf dem Holzweg. Die Natur spiegelt diese Situation, indem sie die rote Karte zeigt.

Ein Problem im Leben tritt selten alleine auf, sondern zeigt sich auf mehreren Ebenen. Bevor Krankheiten ausbrechen, werden Anzeichen von Schwäche in der Aura sichtbar. Das kann sich zum Beispiel darin zeigen, dass ein Ort keine gute Ausstrahlung hat. Die Vegetation wirkt verhalten, kümmerlich, fahl und grau. Die einzelnen Pflanzen kommunizieren nicht lebhaft miteinander, so wie es in einem vitalen Biotop der Fall ist.

 

Wo Blumen sind, sind auch nützliche Insekten. Foto (C) Irmgard Brottrager

Wo Blumen sind, sind auch nützliche Insekten. Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Was macht Kultur-Pflanzen krank und kaputt?

Kulturpflanzen brauchen grundsätzlich Betreuung und können nicht völlig sich selbst überlassen werden. Ein gewisser Anteil an Tierarten, die für die Zersetzung von abgestorbenen Pflanzenteilen sorgen, gehört zu jedem Garten dazu. Ohne sie gäbe es keinen Kompost. Die Natur muss in gewissen Fällen „destruktiv“ eingreifen, um ihr Gleichgewicht wieder herzustellen.

  • Wenn die Pflanzen zu eng stehen, müssen die schwächeren weichen.
  • Monokulturen sind unökologisch und die Natur versucht daher Platz zu schaffen für Beikräuter.
  • Nackte Erde ist ein Alarmsignal, weil die Fruchtbarkeit des Bodens gefährdet ist.
  • Synthetische Düngemittel sind ein massiver Eingriff in das Bodenleben, den die Natur durch „Entgiftungs-Maßnahmen“ zu reparieren versucht.
  • Wenn Pflanzenreste und Abfälle nicht händisch entfernt werden, muss die Natur eine Insekten-Armee auf den Plan rufen.
  • Fehlende Angebote für Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen, Ohrwürmer, Spinnen, Igel, Maulwürfe, Bienen, Hummeln und Katzen. Insektenhotels, Nistkästen, Vogeltränken und Futterhäuschen sollten daher in keinem Biogarten fehlen.
  • Kriegserklärung gegen alles, was wild ist: Wildkräuter, wildes Obst und wildes Gemüse sind wichtig für die Stabilität des Ökosystems.
  • Auch ungeeignete Standorte führen oft dazu, dass Pflanzen zu schwächeln beginnen und Schädlinge anziehen.
  • Da die Bedürfnisse der Pflanzen sehr verschieden sind, darf man sich nicht wundern, wenn nicht jede Pflanze überall gedeiht. Je besser man die Bedürfnisse kennt und die Botschaften der Pflanzen versteht, umso eher wird man ihnen helfen können.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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