Feng Shui Ratgeber

Räume optisch vergrößern: Die 10 besten Tipps

Von Long Wang

Die meisten Menschen fühlen sich in großen Wohnräumen wohler als in kleinen und engen. Daher gibt es verschiedene Methoden, wie ihr kleine Räume großzügiger und einladender wirken lassen könnt. Wir zeigen euch, wie einfach das geht.

Mit Spiegeln, Licht, Formen und Farben lässt sich optisch viel Raum schaffen

Mit Spiegeln, Licht, Formen und Farben lässt sich optisch viel Raum schaffen
(Foto: Ritesh Man Tamrakar)

1. Mit Spiegeln Größe schaffen

Ein großer Spiegel, geschickt in der Raummitte positioniert, reflektiert einerseits den Raum selbst und vergrößert somit scheinbar dessen Ausmaße. Andererseits spiegelt er außerdem Licht wider – sowohl Tageslicht als auch die künstliche Beleuchtung – und schafft auf diese Weise Helle und Weite im Raum. Wichtig dabei ist, dass der Spiegel so hängt, dass er nicht nur viel Licht auffangen und wiedergeben kann, sondern dass auch die vom Spiegelbild getroffene Fläche hell ist – dies erzielt den stärksten Effekt.

2. Weite durch weit geöffnete Türen

Jede kleine Wohnung bzw. die kleinen Räume profitieren davon, wenn die Türen entweder offen stehen oder ganz fehlen. In engen Räumen spart dies viel Platz, insbesondere dann, wenn das Türblatt in den Raum aufschlägt und dort nichts untergebracht werden kann. Außerdem verstärkt ein freier Blick in alle Räume den Eindruck von Weite und Helligkeit. Wer nicht ganz auf Türen verzichten mag, wählt eventuell eine Falttür oder eine Schwingtür, die zumindest im oberen Teil einen freien Blick gewährt. Eine weitere Alternative sind Glasscheiben, die in eine Tür eingesetzt werden.

3. Fenster lassen weit blicken und schaffen viel Licht…

Viel Tageslicht und ein freier Blick nach draußen sind für ein großzügiges Raumgefühl essentiell

Viel Tageslicht und ein freier Blick nach draußen sind für ein großzügiges Raumgefühl essentiell (Foto: wolfgangfoto)

… und deshalb sollten Fenster in kleinen Räumen so frei wie möglich gehalten werden. Es bringt sehr viel Licht und einen weiten Blick, wenn auf Gardinen verzichtet wird oder lediglich Stores verwendet werden. Sind Vorhänge als abendlicher Sichtschutz notwendig, empfehlen sich helle Farben ohne aufdringliche Muster. Auch Möbel sollten so wenig wie möglich in den Fensterbereich ragen und große, üppige Pflanzen ebenfalls nicht aufgestellt werden.

4. Lampen und Beleuchtung bewusst einsetzen

Bei kleinen Räumen geht die Gleichung: „Große Lampen schaffen große Räume“ generell nicht auf, denn sie erschlagen den Raum optisch mit ihrer Wirkung und dominieren zu sehr. Helligkeit ist zwar nötig, aber es ist ratsam diese Helligkeit durch indirekte Beleuchtung sowie durch kleine und dafür effektivere Lampen zu erreichen. Als Strategien bieten sich in die Decke eingelassene LED-Leuchtmittel an oder auch Wandlampen und beleuchtete Möbel, zum Beispiel eine Glasvitrine. Ohnehin sind mehrere geschickt positionierte Lampen empfehlenswerter als eine zentrale Deckenleuchte, da sie unterschiedliche Helligkeitsbereiche schaffen – dies vergrößert den Raum optisch.

Ikea lässt grüßen: Unterschiedliche Helligkeitsbereiche geben dem Raum Mehrdimensionalität und vergrößern ihn optisch

Ikea lässt grüßen: Unterschiedliche Helligkeitsbereiche geben dem Raum Mehrdimensionalität und vergrößern ihn optisch (Foto: Kazuho Oku)

 

5. Den Raum mit Farben vergrößern

Die Farben der Wände und Decke spielen bei der subjektiv wahrgenommenen Raumgröße eine wichtige Rolle. Dabei muss jedoch nicht alles weiß sein – es geht auch anders und dies hängt zudem vom individuellen Farbgeschmack ab. Ein kleiner Raum profitiert durchaus von hellen Farben, die sanft abgestuft sind, oder von zwei weißen und zwei farbigen Wänden, wobei es ratsam ist dem Weiß eine kleine Portion der anderen Farbe beizumischen – das erzeugt Harmonie und Weite. Außerdem können die langen Wände eines Raumes hell, die kurzen hingegen dunkler gehalten werden. Ein bewährter Trick für kleine Räume mit niedrigen Decken ist es die Wandfarbe nicht ganz bis zur Decke aufzutragen, sondern einen hellen Streifen unterhalb der Decke in deren Farbe zu streichen: Dies hebt die Decke scheinbar an.

6. Kreative Kontraste schaffen Raum

Strukturierte Wandpaneelen sorgen auf einfache Weise für optisch mehr Tiefe

Strukturierte Wandpaneelen sorgen auf einfache Weise für optisch mehr Tiefe (Foto: MyWallArt)

Während einige Menschen in kleinen Räumen eine eher einheitliche Einrichtung vorziehen, setzen andere auf lebhafte Kontraste, beispielsweise durch ein herausragendes Möbelstück oder eine Wand, die sich deutlich von den anderen abhebt, etwa durch eine Mustertapete, während die anderen Wände einfarbig bleiben. Bei Möbelstücken bietet sich zum Beispiel ein Sofa in einer leuchtenden Farbe an oder ein aufwändig gestalteter Schreibtisch. Solche Möbelstücke dominieren den Raum und lenken von seiner Enge ab.

7. Leichtigkeit und klare Linien…

sorgen in einem kleinen Raum für Übersichtlichkeit und Weite. Weniger ist dabei oftmals mehr: So wirken wenige größere Bilder viel großzügiger als eine Ansammlung kleiner Bilder, die eine Wand schnell übervoll erscheinen lassen. Bei den Möbeln sind klare Linien ebenso wichtig – und auch hier sollte ein Zuviel vermieden werden. Wenige große Möbel in einem klaren, sachlichen Design erzeugen mehr optische Weite als viele kleine Stücke, an denen das Auge ständig hängenbleibt und keinen Ruhepunkt findet.

8. Tapeten schaffen Weite und Kontraste

Barbara Becker und ihre Tapeten-Kollektion zeigen, was möglich ist, um Räume optisch zu strecken

Barbara Becker und ihre Tapeten-Kollektion zeigen, was möglich ist, um Räume optisch zu strecken (Foto: tapetenpics / Flickr)

Mit Tapeten lassen sich auf einfache Weise viele gewünschte Effekte schaffen. Die alte Weisheit, dass Tapeten mit kleinen, zierlichen Mustern sich gut für kleine Räume eignen, ist wahr, so dass dezente Designs wie Punkte, Blümchen oder Ähnliches sich gut für solche Räume eignen. Große Muster hingegen können erdrückend wirken. Eine weitere gute Methode sind senkrechte Streifen bzw. Muster, die den Raum optisch erhöhen, oder auch eine geteilte Wand: unten mittelhelle und oben hellere Streifen heben den Raum ebenfalls an. Auch die Möbelstücke sollten zur Wandgestaltung passen und beide Dinge in Farben und Design aufeinander abgestimmt sein – das ergibt einen harmonischen, weiten Eindruck.

9. Ein zweigeteilter Raum

Es klingt zunächst widersprüchlich: Eine zweite Ebene kann auch in kleinen Räumen Größe schaffen. Sie muss hell gestaltet sein und darf kein Licht wegnehmen – dann schlägt diese zusätzliche Ebene zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie täuscht viel Platz vor und schafft ihn auch, zum Beispiel durch eine Ruhe- und Entspannungszone. Auch Erker profitieren von solch einer zweiten Ebene und enge Räume werden optisch gestreckt.

10. Zu viel Stilmix vermeiden

In kleinen Räume empfiehlt es sich bei einem einzigen Stil zu bleiben und nicht mehrere miteinander zu kombinieren – das erdrückt den Raum, da das Auge zu viele Eindrücke aufnehmen muss. Ist der Raum konsequent in einem Stil gehalten, darf es durchaus etwas Verspieltes sein, beispielsweise historische Möbelstücke und eine klassisch gemusterte Tapete. Sind jedoch Lieblingsmöbel dabei, die nicht zum Rest des Raumes passen, bietet sich ein Neuanstrich bzw. ein Neubeziehen der Möbel in ein und demselben Design an. Hierdurch können auch mehrere hochgeschätzte Erbstücke einander angeglichen werden.

Inspiration gefällig? – Clevere Ideen für mehr Platz

Mehr dazu unter: Einrichtungstipps für kleine Räume.

Fazit:

Diese zehn Methoden machen deutlich: Aus kleinen Räume lassen sich mit etwas Geschick und Strategie durchaus zu großzügig wirkenden Wohn-Räumen gestalten. Es kommt vor allem darauf an bewusst zu planen und konsequent einer klaren Linie zu folgen – dann sind wirklich nur einige Tricks nötig, damit aus Enge Weite wird und sich jeder in diesen vier Wänden wohl fühlt.

Quellenangabe:

3 Kommentare zu “Räume optisch vergrößern: Die 10 besten Tipps”

  1. Wohnung entrümpeln à la Feng Shui | Feng Shui Blog

    […] Feng Shui Inneneinrichtung: weniger ist mehr! Wird ein Innenarchitektur-Konzept gewählt, das auf Feng Shui beruht, dann hat dies meist den Zweck, Harmonie in dem Raum zu bringen. Ziel ist es, alles so einzurichten, dass die Energie fließen kann. Hier wird der Ursprung des Feng Shui in der chinesischen Philosophie, z.B. Yin- und-Yang-Lehre, deutlich. Übertragen auf die Einrichtung von Räumen bedeutet dies konkret: Freie Flächen sind ungemein wichtig. Am Beispiel Wohnzimmer erklärt, bedeutet dies, dass die Mitte des Raumes frei bleiben sollte. Was die Ausstattung des Raumes mit Sitzgarnituren betrifft, gilt weniger ist mehr! Gerade in kleinen Räumen ist es ratsam, sich für ein hochwertiges Sofa, wie es bei von Wilmowsky erhältlich ist, zu entscheiden, anstatt mehrere Stühle oder eine zu große Couch unterbringen zu wollen. Mehr Informationen, wie man kleine Räume optisch vergrößern kann, erhalten Sie hier. […]

  2. Feng Shui Hausbau – Leitfaden für Häuslebauer

    […] Darüber hinaus ist diese Bauweise dadurch gekennzeichnet, dass das Platzangebot meist über zwei oder drei Stockwerke verteilt ist. Sie sollten die fehlende Breite der Immobilie im Bereich der Eingangsseite mit Hilfe einer großzügigen Bepflanzung stärken. Wer nur über wenig Wohnraum und zudem recht kleine Räume verfügt, hat auch die Möglichkeit Räume optisch zu vergrößern. […]

  3. Franzi Burghardt

    Hallo,
    finde den Artikel sehr informativ geschrieben, habe schon etliche Decken gestrichen und ertappe mich immer wieder bei Anfängerfehlern. Einen Fehler, der mir ständig beim Decken streichen unterläuft ist, dass der Farbroller beim hastigen eintauchen zu wenig farbe aufnimmt und ich mehrmals hintereinander eintauchen muss. Auch das zu langsame Streichen der Wände kann problematisch werden, da sichtbare Streifen entstehen können.

    Toi Toi Toi

    Gruß Franzi

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