Feng Shui Ratgeber

Die Kraftobjekte der Schamanen

Von Irmgard Brottrager

Schamanen sind Meister im Nutzen von freien Energien. Um sich für Trance-Reisen mit Energien aufzuladen, benutzen sie geheimnisvolle Kraftobjekte, die mehr sind als nur Symbole.

Talismane zum Umhängen, Foto (C) Sam Howzit / flickr

Talismane zum Umhängen, Foto (C) Sam Howzit / flickr

 

Kraftobjekte im alten Ägypten

Serge Kahili King, ein bekannter Meister-Schamane aus Hawaii, schreibt in seinem Buch „Erdenergien, Die Suche nach der verborgenen Kraft des Planeten“ von seinen Nachforschungen und Experimenten mit Kraft-Stäben. Bei seinen Studien in Ägypten war ihm aufgefallen, dass die Götter, Herrscher, Anführer und andere Figuren oft mit Stäben hantierten, die eine besondere Bedeutung zu haben schienen. Zum Teil sind diese Stäbe mit einem Ankh-Kreuz versehen. Seine eigenen Forschungen und Nachbauten haben ergeben, dass die Stäbe wie vermutet energetische Phänomene verursachen. Sie wurden möglicherweise sogar zur Leviation der tonnenschweren Steinblöcke verwendet, aus denen die Pyramiden gebaut sind. Manche Stäbe waren gebogen wie Bischofsstäbe, andere hatten lochförmige, kugelförmige, T-förmige oder gabelförmige Enden. Auf jeden Fall scheinen diese Stäbe mehr gewesen zu sein als nur Machtsymbole. Bei wirklich sehr vielen ägyptischen Figuren sind Stabformen in verschiedenen Längen zu sehen, auch mit Tierköpfen am oberen Ende. Auch die unteren Enden sind meistens nicht gerade, sondern speziell geformt. Die weiblichen Götter schienen Stäbe mit fächerförmigen Enden zu bevorzugen, die wie stilisierte Papyrus-Stängel aussehen. Auf manchen Bildern sieht man Figuren, die so viele stabförmige „Werkzeuge“ bei sich tragen, dass sie beinahe wie Handwerker wirken.

Weitere schamanische Kraftobjekte, die bereits die alten Ägypter trugen, sind:

  • Schulterbreite Ketten oder Umhänge
  • Armbänder
  • Gürtel mit Anhängern
  • Aufwändiger Kopfschmuck

 

Männliche und weibliche Magie

Obwohl es auch weibliche Schamanen gibt, sind es im Allgemeinen eher männliche Menschen, die sich zum Schamanismus hingezogen fühlen, während Frauen sich eher mit der Hexerei beschäftigen. Die Objekte sind daher entsprechend urig und mit dem Tierreich verbunden. Sie erinnern an Indianer- und Medizinmann-Rituale und repräsentieren männliche Energien in Form von körperlicher Kraft und geistiger Macht. Sie haben nichts Leichtes, nichts Liebliches, Herzliches oder Humorvolles. Der Ausdruck bei den Ägyptern ist immer sehr ernst, ehrfurchtsgebietend, dominant, emotionslos und stoisch. Schamanen benutzen ihre Kraftobjekte unter anderem, um sich in einen Trancezustand zu versetzen. Von außen betrachtet wirkt ihr Gebahren wie entrückt und von Dämonen besessen. Die spektakuläre Kontaktaufnahme mit „Anderswelten“ ist ein wesentlicher Bestandteil schamanischer Arbeit, aber bei weitem nicht ihr einziger Inhalt. Schamanen sind vor allem ein Meister der Energie. Sie haben eine Tradition in vielen Kulturen, vor allem in Nord- und Südamerika, Asien, Sibirien und Australien.

 

Die persönliche Wirkkraft der Objekte

Es handelt sich im Allgemeinen um symbolische Objekte, denen magische Fähigkeiten zugeschrieben werden. Sie sollen das Energie-Niveau des Schamanen anheben und möglichst hoch halten. Die Objekte besitzen von Natur aus vitale Energien oder werden bewusst mit Energien aufgeladen, zum Beispiel mittel Atemtechniken, Visualisierungen und Zuschreiben von Bedeutungen. Das Aufladen kann mit Sonnen-, Mondlicht- oder Sternen-Energie erfolgen, durch Einweihungen mit Räucherwerk, Segnungen und Besprengungen. Auch mit Klängen, Gebeten, Sprüchen, Gedichten, Suggestionen, Widmungen und Tänzen wird Energie mobilisiert. Durch das Tragen am Körper, Anhauchen und eventuell auch Einreiben mit Hautfett werden die Objekte personalisiert. Es ist wichtig, dass sie möglichst eng mit der Energie des Schamanen verbunden sind. Daher sollten die Materialien aus der Region stammen und nicht aus fernen Ländern. Fundstücke oder selbst hergestellte Objekte haben eine größere Bedeutung, weil sie enger mit der Kultur des Besitzers verflochten sind.

 

Die Verkleidung ist wichtig, um das Unterbewusstsein zu erreichen

Schamanen werden zu außergewöhnlichen Menschen, sobald sie ihre „Montur“ anlegen. Spezielle Roben, Umhänge, Schmuckstücke und Kraftobjekte sind besonders für Ritualhandlungen und Heilbehandlungen wichtig, um einen tiefen Eindruck zu hinterlassen bei den Zuschauern. Gearbeitet wird mit gestrengem Blick und manchmal furchteinflößenden, dämonisch aussehenden Masken. Vor dem Anlegen der wild-bunten Maskerade, die praktisch eine Reise-Ausrüstung in den Trance-Zustand ist, erfolgt eine zeremonielle Reinigung. Imaginäre Krafttiere, die Energie der vier Elemente, der vier Himmelsrichtungen und die Kraft von verschiedenen Naturgewalten bilden die Grundsubstanzen. Indem man Tierprodukte verwendet, nimmt man Anleihen an den Energien der Tiere, denen sie gehört haben. In Holz-Produkten ist die Energie der Bäume gespeichert. Dazu kommen noch Symbole für Feuer, Wasser, Wind und Mineralien.

Grand Master Shaman "Don" Cesario, Foto (C) J. Davis Rorer / flickr

Grand Master Shaman „Don“ Cesario, Foto (C) J. Davis Rorer / flickr

 

Beliebte Natur-Materialien

Schwemmholz, Federn, Muscheln, Steine und Edelsteine, Kristalle, Tierhörner, Tierzähne und -Klauen, Tierknochen, Leder und Fell-Reste, Schnüre, Rinden, Wurzeln, Äste und andere Holzteile gehören zu den meist verwendeten Grundmaterialien. Ungewöhnliche Formen mit animalischer Anmutung beziehungsweise Formen, in denen man Gesichter und Gestalten erkennen kann, sind besonders als Kraftobjekte geeignet.

 

Beeindruckende Kopfbedeckungen

Schamanen kommen niemals bloßhäuptig zur Arbeit, sondern tragen Hüte, Stirnbänder, Feder-Schmuck, bestickte Kappen, Kränze oder ornamental gemusterte Mützen.

 

Kraft-Stäbe, Stöcke, Stelen und Saugrohre

Stabförmige Elemente haben verschiedene Formen und Funktionen. Sie dienen als Kraftstäbe, Zauberstäbe oder Behandlungsstäbe. Die Saugrohre werden zum Absaugen von schädlichen Energien eingesetzt. Figurative Stelen können verwendet werden, um beseelte Wesen zu symbolisieren.

 

Rasseln, Rascheln, Glöckchen und Trommeln

Die Trommel ist ein Symbol für Mutter Erde. Mit bestimmten Rhythmen werden die Teilnehmer zu Reisen in die „Anderswelt“ geleitet, wo Begegnungen mit nicht-irdischen Wesenheiten möglich sind. Eine typische Schamanen-Trommel ist mit Hirschhaut bespannt.

 

Ketten, Amulette und Talismane

Typische Schamanen-Schmuckstücke sind Armbänder, Halsketten, Gürtel und Medizinbeutel. Die meisten Objekte sind reichlich geschmückt mit verschiedenen Mustern und Symbolen, zum Beispiel mit Runen und Spiralen. Amulette sehen manchmal aus wie übertrieben verzierte Weihnachtskekse. Der Unterschied zwischen Talismanen und Amuletten ist fließend, wobei Talismane Glück bringen sollen und mehr Schutzfunktionen haben, während Amulette gezielt mit Energie aufgeladen sind und Objekte der Kraft darstellen.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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