Feng Shui Ratgeber

Gesucht: Möbel mit Charakter

Von Jasmin Barber

Wer keinen Fernseher besitzt, hat sich meist bewusst dagegen entschieden. Ganz anders war die Situation vor 50 Jahren. Ob Telefon, Kühlschrank, Fernseher oder Waschmaschine – diese Geräte zählten in deutschen Haushalten zu den Luxusgütern. Heute geben kaum mehr technische Geräte, sondern vielmehr originelle Möbelstücke einer Wohnung den besonderen Touch.

Immer öfter werden originelle Polstermöbel freistehend im Raum verwendet

Immer öfter werden originelle Polstermöbel freistehend im Raum verwendet (Foto: Koelnmesse)

 

Luxus wird zur Grundausstattung

Seit 50 Jahren nimmt das Statistische Bundesamt regelmäßig die Wohnsituation und die Ausstattung der privaten Haushalte (bis 1990 im alten Bundesgebiet) unter die Lupe. Alle fünf Jahre wird der aktuelle Stand erfasst. Allerdings sind im Laufe der Zeit einige Gegenstände aus den Fragebögen der Statistiker verschwunden. Was vor 20 oder 30 Jahren noch als besondere Anschaffung galt, zählt heute zur Grundausstattung. So verfügt der durchschnittliche Haushalt im Jahr 2013 über drei Telefone. Bei der ersten Erhebung 1963 besaßen gerade einmal 14 Prozent der (damals westlichen) Privathaushalte einen Telefonanschluss.

Luxus wird zur Grundausstattung: Selbst IKEA verkauft inzwischen in Möbel integrierte Fernseher

Luxus wird zur Grundausstattung: Selbst IKEA verkauft inzwischen Fernseher (Bildquelle: JASE Digital Media)

In dem Maße, in dem die Ausstattung mit technischen Haushaltsgeräten an Bedeutung verliert, rückt die Wohnungseinrichtung in den Vordergrund. So macht die “imm cologne” als eine der führenden Einrichtungsmessen einen starken Trend zur Individualisierung von Möbelstücken aus. Nach dem besonderen Einrichtungsgegenstand werde sowohl auf dem Flohmarkt als auch in der hochpreisigen Galerie gesucht. Gewünscht sei das Besondere, das als Gesprächsthema und als Möglichkeit zur Identifikation diene.

Individualität durch Stil-Mix

Exotischer Stilmix: Küchenmöbel der Tao-Reihe

Exotischer Stilmix: Küchenmöbel der Tao-Reihe (Foto: Koelnmesse)

Es muss nicht unbedingt ein einzelnes, besonderes Möbelstück sein, das die Individualität transportieren soll. Auch das bewusste Mischen verschiedener Einrichtungsstile ist im Trend. Komplett homogene Kollektionen jedenfalls sind laut Trendbericht der Kölner Möbelmesse nicht mehr angesagt. Die Kunden wünschten sich vielmehr Möbel mit Charakter. Einzelstücke oder auch individualisierbare Systeme seien daher besonders gefragt.

Suche nach dem persönlichen Möbelstil

Das Stöbern im Internet kann beim bewussten Mischen verschiedener Einrichtungsstile hilfreich sein, denn immer mehr Möbelhäuser bieten ihre Ware nicht nur vor Ort, sondern auch online zum Kauf an. Darunter sind durchaus Anbieter, deren Möbel nicht an die Ware von der Stange erinnern. So wird zum Beispiel bei http://www.woody-moebel.de fündig, wer auf der Suche nach dem persönlichen Möbelstil ist.

"Hutlampen" von mossapour - individueller geht es kaum

„Hutlampen“ von mossapour – individueller geht es kaum (Foto: Koelnmesse)

Die Verbindung von alten und neuen Elementen liege im Trend, heißt es im Vorfeld der “imm cologne”, die vom 13. bis zum 19. Januar 2014 in Köln stattfindet. Ob altes Material mit neuer Technik bearbeitet oder Hightech in alten Formen präsentiert wird – immer geht es dabei darum, einen möglichst individuellen Stil zu kreieren. Besonders strukturbetonte Oberflächen verleihen dem Einrichtungsstück einen starken Ausdruck und bedienen so den Konsumentenwunsch nach Möbeln mit einer eigenen Geschichte.

Auf Wiedersehen bei der imm cologne 2014

www.everyday-feng-shui.de

 

Quellen:

www.imm-cologne.de – Möbelmesse: Wohnen. Einrichten. Leben.
www.berliner-zeitung.de – Aus Luxus wird Standard
www.trendletter.info – Luxus zwischen Perfektion und Authentizität

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