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Gingko in der Traditionellen Chinesischen Medizin

21. Januar 2012 - Verena Gesicki

Der Ginkgo-Baum ist ein wahrer Überlebenskünstler. Selbst der Bombenabwurf über Hiroshima konnte ihm nichts anhaben. Nach der Katastrophe schlug er munter wieder aus. Die Traditionelle Chinesische Medizin sagt dem Ginkgo wahre Wunderkräfte nach. Was macht den Ginkgo so besonders?

ginkgo biloba bonsai 200x300 Gingko in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Ginkgo Biloba als Bonsai (Foto: cliff1066)

Mit ca. 270 Millionen Jahren stellt der Ginkgo Biloba eine der ältesten existierenden Baumarten dar. Aufmerksam wurde die westliche Welt auf diesen archaischen Überlebenskünstler aus Südostasien, als er der Hiroshima-Bombe, also der radioaktiven Kontamination trotzte und neue Triebe bildete. Seitdem werden die Inhaltsstoffe des Ginkgo auch in Europa auf ihre Heilwirkung hin erforscht.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) nutzt die Kräfte des Ginkgo seit über 2000 Jahren. Der Baum erlangte umfassende Bedeutung für die Menschen in Japan und China: Dort galt er als heiliger Tempelbaum; seine süßen Samenkerne wurden als geröstete Leckerei auf den Märkten verkauft. Die lederartigen, gefächerten Blätter verzehrte man auch frisch und verwendete sie als wundheilende Auflage.

Intensive Nutzung ergab sich über Ginkgoextrakte aus Samen und Wurzel: Wurzelauszüge galten als Geheimtipp zur männlichen Potenzsteigerung; Extrakte aus dem Samen wurden zur Herzstärkung und aufgrund ihrer Wärmeenergie gegen Husten oder Asthma verwendet. Gerühmt wird das Ginkgoextrakt, welches es in der TCM in Form von Tinkturen, Pulvern oder Säften gibt, wegen seiner verjüngenden, stärkenden, durchblutungsfördernden Wirkung, der Verbesserung geistiger Leistungsfähigkeit und seiner Heilkraft bei Schleimhautentzündungen.

ginkgo biloba blatt 150x150 Gingko in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Charakteristische Blattform des Ginkgo Biloba

Die westliche Medizin nutzt vorrangig die Blätter. Über ausgereifte Extraktionsverfahren werden Präparate hergestellt.

Einigkeit herrscht unter Wissenschaftlern darüber, dass die in den Blättern enthaltenen Flavonoide und Terpenlactone mitverantwortlich für die Antistresswirkung sind und Gewebeschutzfunktionen erfüllen können.

Ginkgo wird beim Nachlassen der kognitiven Leistungen bis hin zu Demenzerscheinungen eingesetzt. Wichtige Anwendungsgebiete sind die Besserung der Fließgeschwindigkeiten des Blutes sowie Arteriosklerose. Heilsame Wirkung kann sich zeigen bei Tinitus, Schwindel, Sauerstoffmangel und depressiven Verstimmungen. Das beweisen vergleichende Tests, die mit Ginkgopräparaten und parallel dazu mit Placebos durchgeführt wurden.

Weitere Informationen können Sie unter www.docjones.de finden.
 

Exkurs: Ginkgo richtig zubereiten

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1 Kommentar zu “Gingko in der Traditionellen Chinesischen Medizin”

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