Feng Shui Ratgeber

Harmonie im Gemüsebeet geht auch ohne Feng Shui

Von Hedwig Seipel

Wer liebt wen? Was hält die Tomate von der Petersilie? Kann sich ein Radieschen zum Salat gesellen? Oder mag der Salat eher die Nachbarschaft einer Möhre? Das, was sich hier wie ein SpeedDating in Gemüsekreisen liest, ist eine alte, gärtnerische Weisheit. Auch Pflanzen haben ihre Vorlieben, wenn es um die Partnerschaft geht. Feng Shui spielt dabei keine Rolle, doch es muss nicht immer Feng Shui sein, wenn es um das Glück auf der Erde geht.

Multikulti im Gemüsebeet. So klappt es auch mit dem Nachbar ;-) Foto: © Hedwig Seipel

Multikulti im Gemüsebeet. So klappt es auch mit dem Nachbar ;-)
Foto: © Hedwig Seipel

 

Der Frühling steht vor der Tür und die Gärtner unter uns können kaum erwarten, bis die Erde im Garten trocken genug ist. Dann ist nämlich höchste Zeit, die verschiedenen Gemüsesorten in die Freiheit zu entlassen. Aber welche Gemüsesorten vertragen sich und welche sollte man lieber im wertschätzenden Abstand voneinander halten?

Zum gärtnerischen 1×1 gehört nicht nur das Wissen, wo bestimmte Gemüsesorten am besten gedeihen, sondern welche Sorten sich als Nachbarn gegenseitig unterstützen. Stimmt der Beetnachbar nicht, dann kann schon eine sensible Tomate das Köpfchen hängen lassen oder die Möhre aus Ärger aufspalten. Als gute(r) Gärtner/in wollen Sie sicher den zarten Pflänzchen den Stress ersparen. Deshalb empfehle ich Ihnen sich an den wenigen aber sehr effektiven Nachbarschaftsregeln im Gemüsebeet zu halten.

Möhren und Zwiebeln lieben sich ewig.

Wenn Sie Möhren neben Zwiebeln in einem Gemüsebeet setzen, dann können Sie sicher sein: Die Schädlinge halten sich von beiden Sorten fern. Das Gute dabei ist, es muss nicht unbedingt immer die klassische Küchenzwiebel sein. Auch Schnittlauch, Lauch oder Schalotten leisten der Möhre gute Dienste und sorgen dafür, dass sich die hässliche Möhrenfliege von ihnen fern hält.

Salat mag keine Petersilie

Ja, das zarte Salatköpfchen kann schon traurig hängen, wenn es Petersilie in der Nachbarschaft erblickt. Die krausen und offenen Blätter des würzigen Krauts beeinflussen den Salat so sehr, das er selbst keine Köpfe zu bilden mag. Deshalb sorgen sie für genug Abstand zwischen den beiden Vitaminlieferanten.

Ein Salat will gewürzt werden

Ein Kopfsalat kann fade schmecken, wenn die nötige Würze fehlt. Das weiß er von selbst und bevorzugt deshalb Radieschen und Kresse als Nachbarn. Pflanzen sie das Trio zusammen und die Ernte wird leicht. Üppige Salatköpfe, knackige Radieschen und saftig-scharfe Kresse kombinieren sich selbst zu einem schmackhaften Salat.

Erbsen zicken mit Kartoffeln

Wahrscheinlich hat die Prinzessin auf der Erbse auch keinen Kartoffelbrei gemocht. Wenn sie nämlich zwischen Kartoffen Erbsen reinsetzen, dann brauchen Sie auf dicke Knollen nicht zu warten. Die beiden Sorten stehen nämlich in Konkurrenz zueinander und behindern sich im Wachstum. Für dicke Knollen sorgen viel besser Spinat, Melde oder Kapuzinerkresse.

Die Schönen und Universellen

Es gibt Pflanzen, die mit allen anderen Gewächsen gut auskommen. Diese können Sie getrost in jede freie Ecke des Gartens setzen und brauchen sich dabei keine Sorgen um die Nachbarschaft zu machen. Zu den Gutmütigen gehören: Ringelblumen, Tagetes, Sonnenblumen und Pimpinelle. Wer viel Platz hat, der kann auch zu Rhabarber, Spargel oder Mais greifen. Diese Pflanzen sind zwar vom Charakter her sehr tolerant, doch sie beanspruchen sehr viel Raum für sich. Ihr dekorativer Charakter zahlt sich auf großen Flächen aus und verdeckt vielleicht die eine oder andere Kahlstelle im Garten.

Die Liste der guten Nachbarn ist noch lange nicht vollständig. Meine persönliche Empfehlung einer geübten Hobby-Gärtnerin lautet: Haben Sie Mut zu Mischkultur! Die Pflanzenwelt ist viel toleranter als wir Menschen das manchmal annehmen.

Ich wünsche Ihnen einen zauberhaften Gartenfrühling,

Hedwig Seipel
www.fengshui-classic.de

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