Feng Shui Ratgeber

Materialien für die Badezimmer-Möblierung

Von Johanna Fritz

Es müssen nicht immer Fliesen und beschichtete Spanplatten sein. Vom Altholz bis zum farbigen Sicht-Beton ist vieles möglich, um ein Bad zum Ort der Entspannung zu machen.

Badezimmer in Erdtönen, Foto (C) Lindsay Grant / flickr

Badezimmer in Erdtönen, Foto (C) Lindsay Grant / flickr

 

Damit der Badespaß nicht zu kurz kommt

Der Nasszellen-Look ist endgültig out! Was spricht eigentlich dagegen, ein Badezimmer wie eine Küche zu gestalten? Die Beanspruchung durch Dämpfe, Gerüche und Spritzwasser ist schließlich recht ähnlich! Dazu kommt noch, dass man im Bad viel Körperkontakt hat mit den Materialien, die man nicht nur berührt, sondern wo man auch sitzt (WC, Bidet), steht (Dusche) und liegt (Badewanne). Während die Küche längst als Aufenthaltsraum akzeptiert ist, gelten Bäder immer noch als Nebenräume mit Zellen-Charakter. Sie sind meist nur für Einzelbenutzung und kurze Aufenthalte gedacht. Denn schließlich wollen die übrigen Familienmitglieder auch noch hinein. Größere Bäder mit Wellness-Qualitäten sind selten. Dabei gibt es vieles, was man im Bad tun könnte, außer sich waschen – vor allem, wenn man Kinder hat. Das Element Wasser steht bei den Schamanen für Kreativität und Kommunikation, Gefühle, Vertrauen und Intuition.

Reichlich Stauraum für Bade-Enten & Co

Jedes Bad ist so groß wie die Möbel, die darin Platz finden – könnte man sagen. Früher war das Zubehör für die ganze Familie in einem kleinen Spiegelschränkchen untergebracht. Heute hat man meistens einen schmalen Hochschrank und einen Unterschrank, der zugleich als Auflage für das Waschbecken dient. Neben Pflegeprodukten sind auch Handtücher, Putzmittel und Wellness-Produkte zu verstauen. Man möchte sich im besten Licht sehen, schminken, rasieren, frisieren, föhnen, die Nägel schneiden, wiegen, ein Baby wickeln, die Schuhe putzen und vielleicht sogar Einläufe machen. Ein Hocker sollte daher nicht fehlen – ebenso wie Halterungen zum Trocknen von Handtüchern, Lappen und Bürsten. Nur wenn alle Utensilien Platz finden, kann das Bad geräumig aussehen und eine gewisse Ruhe ausstrahlen.

Durchdachte Sanitärgegenstände und Badezimmer-Möbel

Die Teile für eine Badezimmer-Einrichtung lassen sich einzeln kaufen und kombinieren, aber es gibt auch Kombi-Objekte im Angebot mit integrierter Beleuchtung und passenden Armaturen. Spiegelschränke sind etwas aus der Mode geraten, aber man findet sie immer noch in modernisierter Form. Hängeschränke unter den Waschbecken sind von Vorteil, damit man die Füße darunter stellen kann. Für Rollstühle muss das Waschbecken auf jeden Fall unterfahrbar sein. Außerdem sollten die Becken nicht zu schmal sein, denn wenn man sich das Gesicht wäscht, kann das Wasser von den Ellbogen tropfen. Armaturen mit hohen, schwenkbaren Ausläufen sind vielseitiger verwendbar, weil man sich auch die Haare waschen kann und Behälter füllen kann. Bei sehr kleinen Waschbecken, wie sie im WC üblich sind, sind niedrige Ausläufe günstiger, um Wasserspritzer zu vermeiden. Offene Regale und Glasablagen sind eher für Single-Haushalte geeignet, denn gerade vor dem Spiegel sieht jedes Chaos doppelt so wild aus. Hochwertige Marken-Armaturen halten länger und sind leichter zu reparieren. Wasserhähne, die je nach Temperatur die Farbe wechseln, sind hilfreich für Kinder und alte Menschen, denn sie schützen vor Verbrühungen.

Dekorative Elemente, die zugleich nützlich sind

Das Badezimmer sollte nicht nur sauber aussehen, sondern auch Behaglichkeit, Sinnlichkeit und Wärme ausstrahlen. Daher spricht nichts dagegen, es ebenso liebevoll einzurichten wie eine Küche.

  • Glitzernde Luster, funkelnde Kristalle, stimmungsvolle und dekorative Spiegelrahmen bringen lichtvolle Energien in dunkle Räume.
  • Motive und Symbole, die das Wasser-Element verstärken: Muscheln, Delphine.
  • Pflanzen im Bad: Efeu, Orchideen, Sauerklee und Farn lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Farben im Bad: Weiß macht den Raum größer. Grün und blau wirken sauber und erfrischend. Gelb- und Rottöne strahlen Wärme und Behaglichkeit aus.
  • Accessoires für Ruhe und Entspannung: Kerzenständer, Duftschalen, Teelichthalter, formschönes Zubehör aus Holz und marmoriertem Naturstein.
  • Luftige Korbwaren (z.B. für Schmutzwäsche und Abfälle) wirken gemütlich.
  • Fundstücke, Kunstgegenstände und antike Elemente sorgen für Wohnlichkeit.
Badezimmer mit Holzmöbeln, Foto (C) Bill Wilson / flickr

Badezimmer mit Holzmöbeln, Foto (C) Bill Wilson / flickr

 

Thermoholz und Altholz im Bad

Altes Holz hat den Vorteil, dass es vollständig akklimatisiert ist und eine schöne Patina aufweist. Es ist daher wesentlich unempfindlicher. Meist ist die Dimensionierung deutlich stärker als bei modernen Holzplatten. Man kann es daher auch abschleifen und wie Rohholz bearbeiten. Dennoch muss man darauf achten, dass das Holz nicht lange nass bleibt, und es regelmäßig nachölen, damit die Wassertropfen abperlen. Besonders geeignet sind thermisch behandelte Hölzer aus heimischen Wäldern, zum Beispiel Ahorn, Birke und Esche. Sie sind wasserresistent und leicht zu reinigen, ausdrucksstark und fußwarm. Wenn man zusätzlich Badematten verwendet, kann man sich die Fußbodenheizung sparen.

Lehm, Naturstein und Sichtbeton

Unversiegelter Natur-Lehm hat die Eigenschaft, viel Wasserdampf aufnehmen zu können und hilft somit wirksam gegen beschlagene Scheiben und Schimmelbildung in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Man muss ihn lediglich gegen Spritzwasser schützen. Mit Beton lassen sich beliebige Formen gießen, wobei es sich um einen möglichst glatten und wasserfesten Sichtbeton handeln sollte. Auch Natursteinplatten sind eine Alternative zu Fliesen – ebenso wie alle Arten von Plattenwerkstoffen, die feuchtigkeitsbeständig sind.

Weiterführende Links für die Gestaltung von Badezimmern

 

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