München: Deutschlands heimliche Feng Shui Hauptstadt?
30. März 2009 - Long Wang
Unter Feng Shui Interessierten ist es schon lange kein Geheimnis mehr: München avanciert zu Deutschlands Feng Shui Hauptstadt. Diverse Pressemeldungen haben in den vergangenen Wochen für Aufmerksamkeit gesorgt und zu entsprechender Resonanz in der deutschen Feng Shui Blogger Szene geführt.
Bereits im Januar berichtete der Feng Shui Blog von Gerhard Zirkel über einen Artikel in der Münchner Abendzeitung. Darin ging es um Münchens neue Luxus-Adresse: die Residenzpost. Nur kurze Zeit später folgte eine Pressemeldung im Merkur-Online zu “Feng Shui in der Medienfabrik” München, aufgegriffen ebenfalls vom Blog des Feng Shui Experten Gerhard Zirkel.
Doch damit nicht genug: Auch das Millionenprojekt “Life – Park & Shop” in München Neuperlach, das kürzlich Richtfest feierte, wurde entsprechend in der lokalen Presse gewürdigt. Fast wäre uns entgangen, dass es sich auch hier um ein nach Feng Shui Prinzipien gestaltetes Objekt handelt, hätte nicht die Redaktion von Feng-Shui.net darüber berichtet.
Nach eingehender Recherche mussten wir jedoch feststellen, dass alle genannten Feng Shui Projekte auf die Accumulata Immobilien Development GmbH zurückgehen, welche sowohl bei der Residenzpost, dem Shopping-Center “Life”, als auch bei der Medienfabrik München als Bauherr und Investor auftritt.
Als weitere Referenzen nennt Accumulata übrigens das aviva, Europas erstes Miet-Bürogebäude, gebaut nach Prinzipien des Feng Shui, sowie das Altstadt Palais am Karl-Scharnagl-Ring mit Blick auf die Münchner Altstadt. Bei diesen Objekten handelt es sich ausnahmslos um hochwertige Immobilien mit guter Entwicklungsperspektive.
Bereits seit 2001 berücksichtigt Accumulata die fernöstliche Lehre Feng Shui bei einer Reihe von Projekten und legt damit Wert auf die Schaffung harmonischer architektonischer Räume, deren Charakter sich mit den Worten Leistungsfähigkeit, Lebensfreude und Regeneration umschreiben lässt. Die Tatsache, dass für die Münchner Firma nachhaltige Wertsteigerung eng mit der Anwendung von Feng Shui Prinzipien verknüpft ist, stellt für uns eine sehr erfreuliche Entwicklung dar.
Im Fall aviva wurde sogar Dr. Jes T. Y. Lim konsultiert, einer der renommiertesten Feng Shui Großmeister weltweit. Ob dieser dauerhaft als Feng Shui Berater der Accumulata GmbH zur Verfügung steht, ist jedoch unwahrscheinlich. Wir gehen vielmehr davon aus, dass bei den jüngsten Projekten Berater aus dem Großraum München entsprechende Konzeptionsphasen begleiten.
Genaueres war hier aber bisher nicht herauszubekommen. Gerne könnt ihr uns kontaktieren oder diesen Beitrag kommentieren, wenn ihr weitere Informationen zu diesem Thema habt. Abschließend bleibt die Frage: Ist München tatsächlich Deutschlands heimliche Feng Shui Hauptstadt?
Unserer Ansicht nach muss man diese Frage bejahen. In keiner anderen deutschen Metropole werden derzeit so viele Großprojekte unter Berücksichtigung von Feng Shui Kriterien umgesetzt wie an der Isar – auch wenn sämtliche Bauvorhaben dieser Größenordnung letztlich auf eine einzelne Firma zurückgehen.
Zugegeben, Sabine Hirschberger, verantwortlich für Marketing & Public Relations bei der Accumulata Immobilien Development GmbH, leistet hervorragende PR-Arbeit und trägt ihren Teil dazu bei, den Immobilien-Großprojekten, die das Münchner Unternehmen entwickelt und realisiert, zu entsprechender Aufmerksamkeit zu verhelfen.
Oder ist es am Ende doch nur eine Frage des Geldes? In den Regionen Deutschlands, in denen Menschen und Unternehmen mehr Geld zur Verfügung haben, ist auch eher einmal etwas übrig, um quasi als eine Art “nice to have” auch noch einen Feng Shui Berater hinzuzuziehen.
Was denkt ihr?
Viele Grüße
Euer Everyday Feng Shui Team
www.everyday-feng-shui.de
Am 30. März 2009 um 19:22 Uhr
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen: Ich sitze hier zwar in München, habe aber wesentlich mehr Aufträge aus anderen Regionen als von hier. Anfragen die aus München kommen, sind häufig Projekte bei denen etwas Alibi-Feng Shui betrieben werden soll – nicht mein Fall.
Aber das ist nur mein persönlicher Eindruck, der durch meine vorrangig überregionale Präsenz im Internet natürlich verfälscht sein kann.
Das mit dem Geld trifft ebenfalls nur dann zu, wenn es um ein “nice to have” Feng Shui geht. Meine Businesskunden setzen Feng Shui ein um Geld zu verdienen – nicht um es auszugeben :)
Gerhard Zirkel
Am 31. März 2009 um 16:14 Uhr
Gehören die von uns erwähnten Feng Shui Großprojekte der Accumulata GmbH denn auch zu den genannten Alibi-Projekten? D.h. es werden zwar Feng Shui Berater bei der Planung konsultiert, jedoch am Ende nur solche Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt, die sich unkompliziert in das Konzept des größtenteils aus Nicht-Feng-Shui-Spezialisten bestehenden Planergremiums integrieren lässt!?
Am Ende versieht man die Objekte dann trotzdem mit dem Label “Feng Shui”, um die Gewerbeflächen o.ä. besser vermarkten zu können. Allein der beteiligte Feng Shui Experte schweigt, denn er weiß, dass punktuelle Einzelmaßnahmen am Ende gar nichts bewirken… Ist dies vielleicht sogar der Grund dafür, dass kein Feng Shui Berater ein solches Großprojekt gerne als Referenz nennt und es so schwer ist, nähere Infos über die beteiligten “Spezialisten” herauszubekommen?
Hartes Business, würde ich sagen.
Am 1. April 2009 um 11:14 Uhr
Zu den Projekten der Accumulata GmbH kann ich rein gar nichts sagen, denn die kenne ich nicht näher. Kann sein dass es sich um richtiges Feng Shui handelt kann sein dass das nicht der Fall ist – da müsste man schon eine Analyse anfertigen.
Wobei man einen Jes Lim kaum für Alibi-Feng Shui engagiert, dafür dürfte er zu teuer sein …
Oft ist es allerdings so, dass der Auftraggeber nicht verstanden hat wozu Feng Shui da ist und dass es sich positiv auf seinen Geldbeutel auswirkt wenn es durchgängig angewandt wird. Oft werden die Maßnahmen nur umgesetzt wenn sie ohnehin ins Konzept passen.
Die beteiligten Spezialisten halten sich oftmals zurück, weil sie Angst haben von unterbelichteten Pressevertretern falsch verstanden und falsch zitiert zu werden – die “objektive” Presse scheint Feng Shui immer noch als Esoterik zu verstehen. Da halte ich mich auch immer vornehm zurück … – insbesondere bei Anfragen von Fernsehproduktionsfirmen.
Gerhard Zirkel
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