Feng Shui Ratgeber

Planen im Einklang mit der Natur: Feng Shui im Garten

Von Johanna Fritz

Feng-Shui – die Lehre von Zusammenhang zwischen einem Menschen und seinem Umfeld – umfasst natürlich auch den Garten. Welche Regeln sind bei der Gestaltung zu beachten?

Es müssen nicht immer Hochbeete sein. Auch große Kübel sind sehr flexibel (C)Herry Lawford / flickr

Es müssen nicht immer Hochbeete sein. Auch große Kübel sind sehr flexibel.
Foto (C) Herry Lawford / flickr

 

Allgemeine und individuelle Feng-Shui-Regeln

Bei allen Gestaltungen nach Feng-Shui kann man grundsätzlich zwei Kategorien unterscheiden:

  • Feng-Shui-Regeln allgemeiner Natur, die unabhängig davon sind, wer sie nutzt. Dazu gehören zum Beispiel die Lichtführung, die Besonnung, die Ausrichtung entsprechend den Himmelsrichtungen, die Wegführung, der Ausgleich zwischen Yin- und Yang-Qualitäten (Yin = weiblich, Yang = männlich), die Funktionalität (damit alles leicht von der Hand geht), die Blickbeziehungen, die ergonomischen Qualitäten, der Ausgleich zwischen den Elementen (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser beim chinesischem Feng Shui. Feuer, Wasser, Luft und Erde beim Europäischen Feng-Shui.). Die Formgebung sollte allgemein harmonisch wirken, ruhig, idyllisch, ausgeglichen und belebend zugleich.
  • Feng-Shui-Maßnahmen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind. Dabei spielen nicht nur die angeborenen Anlagen eine Rolle, sondern auch der persönliche Charakter und die momentane Lebenssituation mit den aktuellen Herausforderungen. Hier geht es nicht unbedingt um den Ausgleich zwischen allen möglichen Qualitäten, sondern darum, die optimalen Bedingungen zu schaffen, damit die Person ihre Ziele erreichen kann in Übereinstimmung mit ihrem höheren Lebensplan. Da die individuellen Bedürfnisse zu vielgestaltig sind, werden meist nur die allgemeinen Richtlinien erläutert. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Regeln immer Vorrang haben, denn es ist selten möglich, alle Erfordernisse unter einen Hut zu bringen.


 

Gartenplanung nach Feng-Shui

Damit ein Garten Freude bereitet, sollten sich nicht nur die Pflanzen wohl fühlen, sondern auch die Menschen, die ihn hegen und pflegen. Da die Bedürfnisse der Pflanzen sehr unterschiedlich sind, kommt man nicht umhin, ihre Eigenarten gründlich zu studieren. Wer noch keine Gartenpraxis hat, fängt am besten mit Pflanzen an, die er bereits kennt und vergrößert seine Erfahrungen von Jahr zu Jahr. Dank Internet lassen sich alle erdenklichen Informationen per Mausklick abrufen. Ansonsten gibt es sicher Nachbarn, Verwandte und Freunde, die gerne bereit sind, sich auszutauschen. Wer lieber Bücher liest, findet eine reiche Auswahl im Buchladen. Erfreulicherweise beschäftigen sich auch viele Gartenzubehör-Händler mit Fengshui. Zum Beispiel sind auf der Feng-Shui-Seite von Pflanzwerk interessante Tipps nachzulesen.

Behälter, Brunnen, Mauern, Bänke, Skulpturen und Steine wirken wie Accessoires. Foto (C) Herry Lawford / flickr

Behälter, Brunnen, Mauern, Bänke, Skulpturen und Steine wirken wie Accessoires.
Foto (C) Herry Lawford / flickr

 

Gesunde Pflanzen mit Permakultur

Die Situierung der Pflanzen im Garten ergibt sich weitgehend von selbst, denn für jeden Platz, egal ob schattig, sonnig, windig, trocken, feucht, sauer, alkalisch, sandig, lehmig und so weiter gibt es passende Pflanzen. Weiters ist bei so genannten „Starkzehrern“ (Kartoffeln, Gurken, Kürbissen, Tomaten, Zucchini, Mais, Kohl, Rhabarber) zu beachten, dass sie nicht jedes Jahr auf dem gleichen Standort stehen dürfen. Und nicht jede Pflanze verträgt sich mit allen anderen Arten gleich gut. Um das bestehende Biotop nicht zu sehr zu stören, passt man sich am besten den Gegebenheiten an und versucht nicht aus einer Wüste ein Sumpfgebiet zu machen. Bei schlechten Böden bieten sich Pionierpflanzen an, die zur Bodenverbesserung beitragen. Die Situation im Garten ändert sich jährlich, denn die Bäume werden größer und werfen mehr Schatten. Wenn die anfallende Biomasse im Garten bleibt, wird die Humus-Schicht wachsen. Auch „Unkräuter“ erfüllen eine Funktion – abgesehen davon, dass viele Wildkräuter essbar sind und gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Die Harmonie im Garten beginnt bei der Harmonie der Pflanzen-Gruppen. Nur Arten, die einheimisch sind, zum Standort passen und sich mit ihren Pflanzen-Nachbarn wohl fühlen, setzen sich durch. Mischkulturen sind wesentlich gesünder als Monokulturen.

Weitere Infos dazu auch unter: www.gartentraum.de

 

Planen im Einklang mit der Natur

Auch wenn naturnahe Gartenanlagen von Vorteil sind, ist viel Planung und Gestaltung erforderlich. Ein Garten ist nun mal kein Urwald, sondern braucht eine lenkende Hand. Die Führung sollte jedoch nicht dominant sein, sondern im Einvernehmen mit den Pflanzen erfolgen, die immer wieder für Überraschungen sorgen und sich anders entwickeln als gedacht. Es gehen Sorten auf, die man nie gesät hat. Andere wiederum, die man mit viel Aufwand vorgezogen hat, wollen nicht gedeihen. Auch das Wetter ist unberechenbar und jedes Jahr anders. Bei der Anlage der Wege und Rabatte hilft die Überlegung, wie man die Flächen am leichtesten bearbeiten kann und welche Bereiche man betonen möchte. Wo ergeben sich schöne Ruheplätze oder interessante Aussichtspunkte? Natürlich spielt auch die Optik eine große Rolle, denn Blumen wirken nun mal wesentlich freundlicher als Disteln und Brennnesseln. Jede Pflanze besitzt eine typische Persönlichkeit, die man intuitiv erfassen und bewusst einsetzen kann, um eine bestimmte energetische Wirkung zu erreichen.

Weitere Infos dazu unter: Feng Shui Gartenplanung

 

Kommentieren:

*