Ratgeber Baufinanzierung: Auch ein Feng Shui Traumhaus will finanziert sein
6. Januar 2012 - Linus Gommert
Feng Shui Berater finden gute Bauplätze, begleiten die Planung und den Bau neuer Gebäude, richten Büros und Wohnungen ein oder leisten Hilfestellung bei wichtigen Lebensentscheidungen – aber sie sind selten gute Finanzberater. Wo suche ich Rat, wenn ich mein Feng Shui Traumhaus finanzieren möchte?

Leider nur ein Modell: Denn auch ein Feng Shui Traumhaus will finanziert sein
(Bildquelle: www.solardecathlon.gov)
Heutzutage ist guter Rat teuer, gerade wenn es um das Thema Baufinanzierung geht. Auf der Suche nach einem geeigneten Darlehen gibt es viele Hürden zu überbücken, die dem Bauherrn das Leben erschweren. Am Ende lässt man sich von einem attraktiven Angebot verführen und schließt eine viel zu teure Finanzierung ab, weil man sich nicht ausreichend informiert hat.
Bevor der Traum vom “Feng Shui Eigenheim” zu einem Albtraum mit hohem Schuldenberg wird, sollte man immer zuerst alle gängigen Angebote miteinander vergleichen, um das Beste herauszufiltern. Ebenso empfehlen Verbraucherzentralen, im Internet Hilfe zu suchen: hier finden Sie einen Ratgeber zur Baufinanzierung, zur Immobiliensuche und auch zum Zinssatz. Im Folgenden werden die einzelnen Punkte kurz umschrieben, damit Sie sich ein besseres Bild machen können.
Wer suchet, der findet – den Zinssatz
Um eine möglichst günstige Baufinanzierung abzuschließen, sollte man immer zuerst die Zinssätze verschiedener Banken miteinander vergleichen, bevor es zum Vertragsabschluss kommt. Da viele Institutionen ihre Konditionen von dem Darlehensnehmer abhängig machen und individuell berechnen, kann man sich erst einmal unterschiedliche Angebote einholen. Dabei sollte man sich jedoch nicht nur an regionale Banken wenden, sondern auch an Direktbanken – diese haben sich teilweise auf besonders attraktive Zinssätze spezialisiert. Damit der Vergleich nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt, sollte auch hier das Internet hinzugezogen werden.
Es ist alles eine Frage der Zinsen
In der Regel ist die Baufinanzierung immer an einen Zinssatz gebunden, der den Zeittraum von mindestens zehn oder 15 Jahren festlegt, in dem die Zinsen fest vereinbart werden. Dadurch unterliegen die Bank und der Bauherr gleichermaßen einer Planungssicherheit, weil die Zinsen in dieser Zeit nicht verändert werden können. Manche entscheiden sich auch für eine variable Verzinsung, sodass sich die Zinsen am Markt orientieren und gar nicht oder nur für eine kurze Dauer festgelegt werden. Die Verbraucherzentralen raten von dieser Form der Baufinanzierung jedoch ab, da sie zu bösen Überraschungen führen kann.
Darauf kommt es bei der Baufinanzierung an
Neben dem Zinssatz kommt es bei der Baufinanzierung auch auf Darlehen an, das nach Möglichkeit den individuellen Bedürfnissen und der finanziellen Situation des Bauherrn angepasst werden sollte. Darüber hinaus kann eine gewisse Flexibilität nicht schaden, falls sich die Lebensumstände des Darlehensnehmers plötzlich ändern sollten – daher ist nicht immer der günstigste Zinssatz automatisch der Beste, sondern jener, der in bestimmten Situationen auch flexibel ist, selbst wenn er dadurch etwas teurer wird. Langfristig gesehen soll die Baufinanzierung den Traum vom Eigenheim verwirklichen und nicht verschlimmern.
