Spiritualität: News Archiv


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Die Violetten: Wahl-Alternative für die Feng Shui Szene?

24. September 2009 von Long

Zur Bundestagswahl 2009 treten am kommenden Sonntag 27 Parteien an. Mit dabei sind “Die Violetten” -- eine Partei, die sich für mehr Spiritualität in Öffentlichkeit und Politik einsetzt. Zeichnet sich hier eine echte Wahlalternative ab?

Für jeden, der in den vergangenen Tagen seine Wohnung verlassen oder irgendein aktuelles Medium konsultiert hat, war es kaum zu übersehen: Am kommenden Sonntag ist Bundestagswahl. Jeder Bürger ist dazu aufgerufen, eine Partei zu wählen, die seine Interessen am besten vertritt oder aber durch seine Stimme Schlimmeres zu verhindern.

Parteilogo von Die Violetten

Parteilogo von Die Violetten

Heute wollen wir eine Partei vorstellen, die vielleicht noch niemand von euch bisher auf der Agenda hatte: Die Violetten -- Partei für spirituelle Politik.

Drei Landesverbände der Partei “Die Violetten” haben es geschafft, die erforderlichen 2000 Unterstützungsunterschriften zur Teilnahme an der Bundestagswahl am 27. September 2009 zu sammeln: Baden-Württemberg, Bayern und Berlin. Gegründet wurde die Partei bereits 2001 in Dortmund. Kurz darauf trat sie zur Bundestagswahl 2002 an und erhielt dort beachtliche 2.412 Zweitstimmen. Zur Europawahl in diesem Jahr waren es dann bundesweit sogar schon 46.355 Stimmen, was etwa 0,2 % aller gültigen Stimmen entspricht. Doch wofür steht die Partei genau und was bedeutet spirituelle Politik?

Wofür stehen Die Violetten?

Zentrales Anliegen der Partei ist es, Spiritualität in Öffentlichkeit und Politik zu tragen. Die Violetten betrachten sich somit als Sprachrohr einer wachsenden Anzahl spiritueller Menschen, “die sich der geistigen Dimension unserer Welt bewusst sind und die ihre ganzheitliche und nicht nur rein materialistische Weltanschauung auch in der Politik vertreten sehen möchten”. Spirituell-Sein bedeutet für Die Violetten, sich dem Wohl allen Seins verpflichtet zu fühlen und das Verbindende und nicht das Trennende zu betonen. Dabei stehen Liebe, Toleranz und verantwortungsvolles Handeln im Vordergrund.

“Wir streben eine Gesellschaftsordnung an, in der Selbsterkenntnis durch die individuelle spirituelle Entwicklung, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Kreativität, offene Kommunikation, ökologisches Denken, Gewaltfreiheit, Freiheit im Geistesleben, Menschlichkeit im Wirtschaftsleben, Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von Frau und Mann und Toleranz obenan stehen”. (Auszug aus dem Parteiprogramm von Die Violetten)

Eine der wichtigsten und wohl auch außerhalb der Partei umstrittensten Forderungen ist die nach einem bedingungslosen Grundeinkommen. Dieses soll so hoch angesetzt werden, dass allen Bürgern die materielle, soziale und kulturelle Basis gesichert ist, was eine Befreiung der Arbeit vom Zwangscharakter zur Folge hätte. Arbeit soll vielmehr um ihrer selbst willen aufgenommen werden, wodurch auch wichtige Arbeiten (z.B. im sozialen Bereich) erfüllt werden können, die bislang als “nicht finanzierbar” galten.

Infostand der Piratenpartei (Foto: Martin Brink-Abeler / WhiteStar)

Infostand der Piratenpartei (Foto: Martin Brink-Abeler / WhiteStar)

Die Violetten: Eine Wahlalternative?

Im Gegensatz zur Piratenpartei, die nur ganz fokussiert Bereiche unserer Gesellschaft verändern will, ist das Parteiprogramm von Die Violetten deutlich umfassender. Die Forderungen reichen von Bildungspolitik, über Umweltschutz, Gesundheit, Rechtswesen bis hin zur Außenpolitik. Die Partei betont dabei, dass sie keiner Religion, Sekte oder Glaubensgemeinschaft angehört. Die von ihr vertretene spirituelle Weltsicht soll nicht im Widerspruch zum modernen Weltbild der Wissenschaften stehen, sondern dieses lediglich um die nicht-materielle, die geistige bzw. spirituelle Dimension ergänzen.

Viele Menschen, die sich mit Feng Shui beschäftigen, sind spirituell veranlagt. Aber auch in der Berater-Szene gibt es eine ganze Reihe von Feng Shui Experten, die einen recht spirituellen Ansatz bei ihren Kundengesprächen verfolgen. Ist die Partei Die Violetten also am Sonntag eine echte Wahl-Alternative?

Das Ende materieller Not als Voraussetzung für einen Wertewandel

Ich persönlich war durchaus begeistert von einigen Punkten des Parteiprogramms. Vielleicht bin ich jedoch zu sehr Realist und zu wenig Idealist, als dass ich daran glauben könnte, entsprechende Forderungen ließen sich in der heutigen Zeit umsetzen. Meine Befürchtungen ist, dass wir einfach noch nicht zivilisiert genug sind, um einen solchen großen Schritt in Richtung Spiritualität wagen zu können. Dies würde nur funktionieren, wenn alle Menschen gleichermaßen diesen Schritt täten. Dazu wäre aber erst einmal ein grundsätzlicher Wertewandel erforderlich. Grundlage dafür wäre aber meines Erachtens das Ende jeglicher materieller Not jedes Erdenbürgers.

Oder wie seht ihr das?

Viele Grüße
Long Wang und das Everyday Feng Shui Team
www.everyday-feng-shui.de

Video: Wahlwerbespot von “Die Violetten -- für spirituelle Politik”

Quellen:
die-violetten.de -- Die Violetten -- für spirituelle Politik
die-violetten.de -- Kurzprogramm
tagesspiegel.de -- Piratenpartei: Beute machen
szon.de -- “Die Violetten” wollen globale Probleme lösen

Paradigmenwechsel in der Medizin? – Krebs und Spiritualität

5. Mai 2009 von Long

“Krebs ist ein Lernprozess, den die Seele selbst uns sendet”, so lautete eine der zentralen Thesen von Univ.-Prof. Dr. Raimund Jakesz vom AKH Wien nach langer ärztlicher Tätigkeit und Auseinandersetzung mit zwei für die Ausübung seines Berufs entscheidenden Fragen: “Welche Faktoren tragen dazu bei, dass jemand krank wird?” und “Was braucht man zur Heilung?”. Jakesz ist überzeugt davon, dass physische Krankheit nur ein Teil des Krankseins ist.

Prof. Raimund JakeszProf. Jakesz ist Leiter der Klinischen Abteilung für Allgemeinchirurgie an der Universitätsklinik Wien. Der 1950 geborene Mediziner verfügt über langjährige chirurgische Praxis und Erfahrung in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit onkologischen Erkrankungen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Brustkrebs. Darüber hinaus blickt Jakesz auf eine beispiellose wissenschaftliche Karriere zurück. Bisher hat er 302 wissenschaftliche Arbeiten und 97 Abstracts in einschlägigen Fachjournalen sowie mehrere Bücher veröffentlicht. Sein derzeitiger “Impact Factor“, der als Gradmesser für das Ansehen eines Wissenschaftlers in Akademikerkreisen gilt, liegt bei 686.601.

Als Chirurg ist Prof. Jakesz in erster Linie für die Materie zuständig. Doch musste er im Laufe seiner Tätigkeit feststellen, dass bei einigen Patienten die Krebserkrankung wiederkommt und bei anderen – im gleichen Tumorstadium, mit gleichem Lymphknotenstatus und mit genau derselben schulmedizinischen Prognose – kein Rückfall auftritt. Die Schulmedizin kennt hier nur eine Antwort: Das ist Zufall. Jakesz hingegen glaubt nicht an Zufälle dieser Art. Vielmehr beschäftigt ihn die Frage, wie solch ein unterschiedlicher Verlauf zu erklären ist.

Auch wenn sich viele andere Ärzte der Bedeutung nicht bewusst sind, betrachtet es Jakesz als enormes Privileg, im Heilberuf zu arbeiten. Einem Patienten zu helfen, ihn zu heilen, heißt für Jakesz in erster Linie, eine Unterscheidung zu treffen zwischen Symptom und Krankheit. In den meisten Fällen spielen nämlich nicht nur solche Faktoren eine Rolle, die sich auf physischer Ebene abspielen und vielleicht durch einen operativen Eingriff entfernt werden können. Für den Wiener Professor ist die körperliche Manifestation einer Krankheit lediglich das Ende einer langen Entwicklung.

Krankenhausbett in WienDer körperliche Endzustand beim Brustkrebs besteht z.B. aus vielen Millionen Krebszellen. Jedoch hatten alle diese Zellen letztlich eine Mutterzelle, die eine Mutation in ihrer genetischen Struktur erfahren hat. Die Faktoren, die zu dieser Mutation geführt haben, sind laut Jakesz Teil der Erkrankung und müssen als geistige und energetische Aspekte therapeutisch mit berücksichtigt werden. Welcher energetische Prozess letztlich Auslöser der Mutation war, ist von Patient zu Patient unterschiedlich und bisher nicht genau geklärt.

In seiner täglichen Arbeit mit den Patienten geht es Jakesz gerade um diese Beziehung zwischen Geist und Materie, um die ganzheitliche Betrachtung des Menschen und um das Verstehen des Phänomens “Krankheit” auf allen Ebenen. Die Ursachen für einer Erkrankung sucht der Wiener Mediziner in erster Linie in vergangenen Erfahrungen, die Patienten beschweren, Erlebnisse, die sie traurig machen oder Gedanken, die belasten.  Ebenso können dabei Emotionen wie Wut, Eifersucht, unterschwellige Ängste oder auch spirituelle Glaubenssätze und Gedanken, von denen sich Menschen gefangen genommen fühlen, eine Rolle spielen und Auslöser einer Krankheit sein.

Für Jakesz bedeutet die Einleitung eines Heilungsprozesses auch, dem Patienten diese Ursachen bewusst zu machen und ihm zu vermitteln: “Schau dir einmal an, warum du so bist, wie du bist, was ist derzeit in deinem Leben dein Hauptproblem? Und: Bist du auch bereit, dir dieses anzusehen?”. Insbesondere das Thema Brustkrebs ist für den Mediziner ein gutes Beispiel für die Beziehung zwischen Geist und Materie. Brustkrebs hat für Jakesz etwas mit Liebe zu tun: mit enttäuschter Liebe und mit zu geringer Liebe zu sich selbst. “Brustkrebs hat auch mit Weiblichkeit zu tun, mit Sexualität, mit geistiger Ernährung, mit Lebensvisionen, mit eigener Erfüllung und damit, Kapitän auf dem eigenen Schiff zu sein”.

Lebensfreude nach dem KrebsRaimund Jakesz geht sogar so weit zu behaupten: “Aus meiner derzeitigen Sicht würde ich mit aller Vorsicht behaupten, eine wirkliche Heilung ohne spirituelle Komponente gibt es bei einer Krebserkrankung wahrscheinlich nicht.” Manche Frauen können drei Monate nach der Operation – durch die Chemotherapie ohne Haare und oft mit nur einer Brust – von ihrer inneren Ausstrahlung her um vieles besser aussehen als vor der Operation. Häufig artikulieren diese Frauen das auch: “Ich habe mich nie in meinem Leben besser gefühlt!” Die Frage ist: Warum haben sie sich nie besser gefühlt?

“Weil es durch die Auseinandersetzung mit meiner Krankheit zu einer völligen Neuorientierung meiner Lebensperspektive gekommen ist.”

Auf den ersten Blick scheinen die Themen Krankheit und Heilung nicht viel mit Feng Shui zu tun zu haben. Ohne diesen Zusammenhang konstruieren zu wollen, sind wir, das Everyday Feng Shui Team, uns dennoch in einem entscheidenden Punkt mit Prof. Jakesz einig: Zu einem gesunden Menschen gehört ein harmonisches Umfeld und das Bewusstsein für die Dinge, Personen und Probleme, die uns umgeben. Feng Shui Methoden können uns nicht nur dabei helfen, unser Umfeld zu harmonisieren und somit aktiv etwas für unser eigenes Wohlbefinden zu tun, sondern bieten darüber hinaus auch eine Reihe von Ansatzpunkten, unser Bewusstsein für die Dinge zu schärfen, die uns gut tun oder schaden und uns womöglich krank machen.

Was denkt ihr? Lässt sich Feng Shui überhaupt in diesem Zusammenhang diskutieren? Und was uns eigentlich noch viel brennender interessiert: Wie viel Spiritualität verträgt Feng Shui? Ist Feng Shui ohne spirituellen Hintergrund überhaupt denkbar? Kann Spiritualität hier nicht ebenso wie im Heilungsprozess einer Krebserkrankung wie ein Katalysator wirken?

Es gibt eine Reihe von Feng Shui Beratern, die behaupten: “Feng Shui wirkt, man muss nicht daran glauben… “. Was sagt ihr dazu?

Viele Grüße
Euer Everyday Feng Shui Team

Quellen:
feng-shui-schule.ch – Prof. Dr. Beda Stadler: Der Robin Hood der Schulmedizin
feng-shui-schule.ch – Schulmedizinische und geistige Heilung – Krebs und Spiritualität
brustambulanz.info – Univ Prof. Dr. Raimund Jakesz: Wissenschaftlicher Werdegang
jakesz.com – Ganzheitsmedizin
goldenes-kreuz.at – Der geistige Hintergrund einer Krankheit: Schulmedizinische und geistige Heilung
innenweltreisen.de – Konzentriere Dich nicht auf die Krankheit, konzentriere Dich auf den Menschen
akhwien.at – Klin. Abteilung für Allgemeinchirurgie

China: Bedürfnis nach Spiritualität steigt

17. Januar 2009 von Long

Eine von der chinesischen Regierung in Auftrag gegebene Studie belegt: Immer mehr Chinesen suchen nach spirituellem Halt. Erste Schätzungen gingen davon aus, dass sich lediglich 100 Millionen Chinesen als religiös gläubig bezeichnen. Die tatsächliche Zahl religiöser Menschen liegt im Reich der Mitte jedoch deutlich höher. Laut Studie gehören mittlerweile 300 Millionen chinesische Erwachsene einer Religionsgemeinschaft an. Das entspricht einem Anteil von 31,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Kreuz Kirche ChinaLediglich fünf Religionen sind von der chinesischen Regierung offiziell zugelassen und haben somit die Möglichkeit Kirchen, Tempel oder Moscheen zu errichten sowie eigene Organisationsstrukturen aufzubauen. Etwa zweit Drittel der Chinesen sind Buddhisten oder Taoisten. Die Zahl der christlich Gläubigen (Katholiken und Protestanten) wird inzwischen auf 40 Millionen geschätzt. Außerdem gibt es ca. 20 Millionen Muslime.

Die letzte Schätzung der Anzahl religiöser Anhänger in China stammt aus dem Jahre 2005. Seitdem hat sich allein die Zahl der Christen von damals 12 Millionen bis heute mehr als verdreifacht. Ausländische Schätzungen gehen sogar noch von weitaus mehr Gläubigen aus. Fakt ist, dass das Christentum heute zu den am schnellsten wachsenden Religionen in China gehört. Was sind die Gründe für das rasant wachsende Bedürfnis nach Spiritualität und inwiefern profitiert auch Feng Shui davon?

Ende der Siebzigerjahre begann China damit, sich der Welt zu öffnen. Unter Deng Xiaoping wurden zahlreiche ökonomische Reformen durchgeführt, die mit einem zunehmenden Rückzug des Staates aus vielen Bereichen des sozialen Lebens einhergingen. Seit 1982 gibt es zudem eine staatliche Verordnung, die Religionsfreiheit zugesteht, so lange die Unterstützung von Partei und Staat sowie das Befolgen sozialistischer Gesetze stets Vorrang vor religiösen Bedürfnissen hat.

Statue Mao TsedongDer Rückzugs des Staates aus dem Sozialleben, wachsender Wohlstand in Teilen der Bevölkerung sowie eine zunehmende soziale und geografische Mobilität führten nicht nur zu mehr Freiheit, sondern sorgten ebenso für Verunsicherung und Zukunftsängsten. Im Gegensatz zur Mao Zedong Ära, in der sich die kommunistische Partei um alle Geschicke der Bevölkerung “von der Wiege bis ins Grab” kümmerte, wächst nun das Bewusstsein, dass man selbst für sein Leben verantwortlich ist.

Viele Chinesen beklagen zudem den Verfall moralischer Standards und sinkendes Vertrauen in bisherige soziale Strukturen. Um dem Gefühl der Entwurzelung und Unstabilität zu entfliehen, schaffen sich die Menschen ein eigenes soziales Netz, dem sie vertrauen können. Religiöse Gruppen und kleine Hauskirchen haben auf diese Weise Hochkonjunktur. Darüber hinaus treten spirituelle Bedürfnisse auch deswegen zunehmend in den Vordergrund, weil die Menschen nicht mehr nur damit beschäftigt sind, ihre Grundbedürfnisse nach Nahrung und einem eigenen Dach über dem Kopf zu befriedigen.

Doch warum wächst die Zahl der Anhänger des christlichen Glaubens so viel rascher als die der übrigen Religionen?

Experten führen verschiedene Gründe dafür an. Zum einen ist der Umfang buddhistischer Schriften weitaus größer als “das Buch der Christen” – die Bibel. Viele Menschen haben weder die Zeit noch verfügen sie über ausreichend Bildung, sich mit den komplexen Lehren des Buddhismus oder Taoismus auseinanderzusetzen. Zum anderen verlangt eine Religion wie der Buddhismus Enthaltsamkeit, was für die Anhänger bedeutet, eine Reihe von Entbehrungen im Leben hinzunehmen. Dies fällt vielen Chinesen gerade in Zeiten des ökonomischen Aufschwungs schwer.

junge ChinesinnenSo verwundert es kaum, dass der christliche Glaube insbesondere unter jungen Chinesen sehr populär ist. Sie sind zumeist liberal eingestellt, Amerika-freundlich, Internet-affin, Establishment-kritisch und leben in großen oder mittelgroßen Städten. Ob es sich hier jedoch nur um eine Mode-Erscheinung im Zuge des Wertewandels in der chinesischen Gesellschaft handelt oder sich das Christentum dauerhaft und in größerem Umfang etablieren kann, bleibt abzuwarten.

Bisher haben es ausländische Religionen erst geschafft in China Fuß zu fassen, nachdem das religiöse Vokabular an die heimischen Denksysteme Konfuzianismus bzw. Taoismus angepasst wurden. Auf diese Weise hat auch der chinesische Buddhismus seinen eigenen lokalen Kanon entwickelt. Es ist anzunehmen, dass Christentum und Islam vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Auch wenn der Taoismus aus der chinesischen Öffentlichkeit nahezu verdrängt zu sein scheint, ist er nach wie vor wichtiger Bestandteil chinesischer Lebensweise.

Die Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin, die Ideen von Yin und Yang sowie der Lehre der fünf Elemente und nicht zuletzt Feng Shui haben ihren Ursprung im Taoismus. Der Taoismus ist das Fundament chinesischer Philosophie und asiatischer Denkweise schlechthin, vergleichbar mit der Bedeutung der Werke Platons für die abendländische Philosophie. Durch die aktuelle Entwicklung der chinesischen Gesellschaft wird die Auseinandersetzung mit traditionellen Denk- und Lebensweisen weiter zunehmen.

Im Zuge dessen dürfte auch Feng Shui auf den Prüfstand geraten. Wir gehen jedoch davon aus, dass Feng Shui vom steigenden Bedürfnis nach Spiritualität eher profitieren wird. Immer mehr Chinesen haben Zeit und Geld, um sich aktiv um ihr Wohlergehen zu kümmern – nicht nur in Religionsgemeinschaften. Feng Shui verfügt über Methoden und Werkzeuge, jedem Menschen ganz individuell ein Maximum an Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

Was denkt ihr dazu?

Viele Grüße
Euer Everyday Feng Shui Team

   


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