Feng Shui Ratgeber

Warum „Kalte Fusion“ jeden etwas angehen sollte

Von Long Wang

Kalte Fusion ist Realität. Uns steht eine Energierevolution bevor. Die Menschheit erwartet ein historischer Transformationsprozess ungeahnten Ausmaßes. Everyday Feng Shui begleitet diesen Prozess frühzeitig, um allen Menschen hierzulande Hoffnung und Orientierung zu geben. Es ist nichts verloren. Das Zeitalter des „Global Feng Shui“ hat gerade erst begonnen.

Schon bald Vergangenheit: Bergarbeiter mit Kind auf dem Arm an einer chinesischen Kohlemine

Schon bald Vergangenheit: Bergarbeiter mit Kind auf dem Arm an einer chinesischen Kohlemine (Bildquelle: honkytonk.fr)

In Zeiten immer knapper werdender konventioneller Energieressourcen wie Erdöl, Kohle und Gas, einer von Tag zu Tag kritischer geführten weltweiten Debatte über Kernkraft und einer mehr als stockenden Energiewende hin zu Windkraft und Solarenergie stellt sich dringender denn je die Frage nach Alternativen. Während die Politik unbeirrbar versucht, die gesetzten Klima- und Energiesparziele mit teurer und ökonomisch bedenklicher Förderung von erneuerbaren Energien zu erreichen, denkt eine immer größer werdende Zahl an Wissenschaftlern inzwischen in eine ganz andere Richtung. Ihr Interesse gilt dabei einer deutlich einfacheren Art und Weise, die Energieversorgung für zukünftige Generationen sicherzustellen.

Mit dem Stichwort „Fusion“ verbinden viele Menschen die bisher wenig vielversprechenden Versuche von Wissenschaftlern, Atomkerne unter sonnenähnlichen Bedingungen zu verschmelzen – eine Technologie, die frühestens in Jahrzehnten ökonomisch rentabel Energie erzeugen könnte. Fast gänzlich unbekannt ist der Allgemeinheit hingegen der Begriff „Kalte Fusion“ (oft auch als Low-Energy Nuclear Reactions oder kurz LENR bezeichnet). Was sind eigentlich die Gründe dafür, dass sich bisher kaum jemand für „Kalte Fusion“ erwärmen kann?

Was genau ist Kalte Fusion?

Als Kalte Fusion wird ein Verfahren bezeichnet, bei dem eine kontrollierte Reaktion (Transmutation) von chemischen Elementen stattfindet. Bei dieser Reaktion entsteht Wärme, die als Energiequelle genutzt werden kann. Der Transmutationsprozess kann bereits bei Zimmertemperatur stattfinden (daher LOW-ENERGY Nuclear Reaction oder KALTE Fusion) und unterscheidet sich somit grundlegend von der hinlänglich bekannten Heißen Fusion, die unsere Sonne zur Energieerzeugung nutzt. LENR ist ein Vorgang, bei dem weder radioaktive Strahlung, noch CO2 freigesetzt wird. Darüber hinaus ist Kalte Fusion äußerst billig, da mit geringem Materialeinsatz und ohne komplexe Apparaturen große Mengen an Energie erzeugt werden können.

Die Energiedichte von LENR-Treibstoff ist 2 Mio mal höher als die von Erdöl

Die Energiedichte von LENR-Treibstoff ist 2 Mio mal höher als die von Erdöl
(Bildquelle: ecat.com)

Erstmals in die Schlagzeilen geriet die Kalte Fusion 1989, nachdem die beiden Chemiker Martin Fleischmann und Stanley Pons behaupteten, eine Kalte Fusion an einer Palladium-Elektrode durchgeführt zu haben – und zwar auf elektrochemischem Wege. Sie brauchten dazu lediglich eine simple elektrolytische Zelle sowie sogenanntes schweres Wasser (Deuteriumoxid) und Palladium. Später wurde das Experiment noch mit verschiedenen anderen Methoden nachgeahmt, die jedoch ähnlich simpel und leicht zu beherrschen sind. Entscheidend ist, dass durch Einbringen einer geringen Menge an Energie eine stabile und kontrollierbare Kettenreaktion abläuft, die kontinuierlich Energie in Form von Wärme an die Umgebung abgibt.

CBS-Beitrag von 1989 über die Entdeckung von Fleischmann & Pons:

Dieses Phänomen wurde bekannt unter der Bezeichnung „heat-after-death“ (zu Deutsch: „Heizen nach dem Tod“) und ließ schon damals erahnen, welch unfassbares Potenzial es birgt. Sämtliche Energieprobleme ließen sich auf einen Schlag lösen, wenn es gelänge, eine derartige Reaktion beliebig oft und mit genügend Wärmeleistung reproduzieren zu können. Nachdem diverse Laboratorien und Institute erfolglos versuchten, das Experiment von Fleischmann und Pons nachzuahmen, wurde dem Thema relativ schnell keine Beachtung mehr geschenkt. Das Thema „Kalte Fusion“ galt auch in der wissenschaftsnahen Presse als „verbrannt“. Hinzu kommt, dass sich das chemisch-physikalisches Themenfeld der Kalten Fusion, zwei normalerweise getrennt betrachtete und erforschte Gebiete der Wissenschaft überschneidet, weshalb es weder voll im Fokus der Physik noch der Chemie liegt. Ein anderer wichtiger Grund für die ernüchternde Bilanz und das fehlende Interesse der Öffentlichkeit liegt schließlich in der Namensgebung begründet. Mit dem Begriff Fusion wird meist nur die teure und wenig vielversprechende Heiße Fusion assoziiert.

Heiße und Kalte Fusion – ein und dasselbe?

Heiße Fusion findet im Inneren der Sonne statt und ist etwas völlig anderes als Kalte Fusion

Heiße Fusion findet im Inneren der Sonne statt und ist etwas völlig anderes als Kalte Fusion (Bildquelle: Image Editor)

Die Unterschiede zwischen beiden Verfahren sind gravierend. Während man bei der Heißen Fusion versucht, in einem speziellen Plasma Atomkerne unter immensem Energieaufwand zu verschmelzen, sind für eine Kalte Fusion keine außergewöhnlichen Bedingungen erforderlich. Die konventionelle Heiße Fusion ist jedoch nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, sondern auch aus Umweltschutzaspekten bedenklich. So entstehen bei einer herkömmlichen Kernschmelze große Mengen an schädlicher Strahlung, während die Vorgänge bei der Kalten Fusion ohne Probleme kontrolliert werden können und keine Strahlung freigesetzt wird. Während ein Reaktor für eine Kalte Fusion theoretisch dezentral in jedem Haushalt aufgestellt werden könnte, sind zur Beherrschung der temperatur- und strahlungsbedingten Gefahren bei der Heißen Fusion aufwändige Maßnahmen erforderlich.

LENR ist aktueller denn je

Kommt 2012 auf den Markt: Der 1MW-LENR-Reaktor E-Cat von Leonardo Corp.

Kommt 2012 auf den Markt: Der 1MW-LENR-Reaktor „E-Cat“ von Leonardo Corp.
(Bildquelle: ecat.com)

Dank einer kleinen Gruppe beharrlich weiterforschender und von ihren Kollegen oft belächelter Wissenschaftler ist das Thema Kalte Fusion / LENR nie gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Den Forschern gelang es im Laufe der letzten Jahre den Transmutationsprozess zu stabilisieren und die Wärmeabgabe auf mehrere 100°C zu erhöhen (mehr dazu hier). Inzwischen ist die neue Technologie so weit beherrschbar, dass erste Unternehmen industrielle Anwendungen entwickelt haben (wir berichteten), die als einfache „Wasserboiler“ noch in diesem Jahr auf den Markt kommen werden. Da die LENR-Reaktoren unschlagbar günstig Energie erzeugen, ist es dann nur noch eine Frage der Zeit, wann sich endlich herumspricht, das wir die Tür zu einem neuen Zeitalter weit aufgestoßen haben.

Die Vision von einer Zukunft mit Kalter Fusion

Dem Untergang geweiht: Waltran war bis zur Entdeckung des Erdöls wichtigster Rohstoff zur Herstellung von Lampenöl. Jetzt droht der Ölindustrie ein ähnliches Schicksal.

Dem Untergang geweiht: Waltran war bis zur Entdeckung des Erdöls wichtigster Rohstoff zur Herstellung von Lampenöl. Jetzt droht der Ölindustrie ein ähnliches Schicksal

Die sich alsbald auftuenden Möglichkeiten würden die Welt, wie wir sie heute kennen, komplett verändern. Die gesamte Energiewirtschaft würde innerhalb weniger Jahre implodieren. Kraftwerke jeglicher Art würden bis auf wenige „Reserve-Versorger“ auf kurz oder lang abgeschaltet. Fossile Energieträger wie Kohle, Öl und auch Gas wären zu teuer, um weiter für die Energiegewinnung eingesetzt zu werden. Atomstrom wäre kein Thema mehr. Viele Menschen, die in dieser Branche arbeiten, müssten sich neu orientieren. Doch dies alles wird von unendlich vielen Vorteilen aufgewogen. Lest dazu unseren Beitrag: Kalte Fusion: Was wäre wenn… Energie plötzlich nichts mehr kosten würde?

7 Kommentare zu “Warum „Kalte Fusion“ jeden etwas angehen sollte”

  1. E-Cat-Technologie: Die Energierevolution hat begonnen

    […] eine völlig neue Form der Energiegewinnung mit der Bezeichnung LENR (auch bekannt unter “Kalte Fusion“) mit den Worten bekräftigt hat: Sie “widerspricht jedem physikalischen […]

  2. E-Cat & andere "Autonome Energietechnologien" - Informationsveranstaltung im Dezember 2012 in Frankfurt

    […] von aktuell weniger als einem halben Cent pro Kilowattstunde. Diese Technologie basiert auf “Low Energy Nuclear Reactions” (kurz: LENR) – ein Phänomen, das erstmals 1989 von zwei Wissenschaftlern namens […]

  3. 21.12.2012 – Etwas Neues beginnt: Das LENR-Zeitalter

    […] funktioniert und welche Möglichkeiten sie bietet, dem empfehlen wir unseren Beitrag: Warum “Kalte Fusion” jeden etwas angehen sollte. Die alles entscheidende Frage für uns lautet also nicht mehr, ob diese Technologie funktioniert […]

  4. Andrea Rossis E-Cat sorgt für wissenschaftliche Sensation

    […] mangelnde Replizierbarkeit – wurde bis zuletzt von Rossi-Gegnern und Kritikern der “Kalten Fusion” gleichermaßen als Totschlagargument verwendet, um fortlaufend Zweifel an den Fortschritten […]

  5. Bill Gates investiert in "Kalte Fusion" (LENR)

    […] “Kalte Fusion” werden Kernreaktionen bezeichnet, die bei vegleichsweise niedrigen Temperaturen ablaufen. Da […]

  6. Erste unabhängige E-Cat-Replikation erfolgreich

    […] Zerfallsprozesse erforscht und eine umfangreiche Publikationshistorie aufzuweisen. Da “Low Energy Nuclear Reactions” (LENR) im Verdacht stehen, radioaktive Elemente in weniger gefährliche Substanzen umwandeln […]

  7. Freie Energien für die Energie-Versorgung von Privathäusern

    […] Quer-Einsteiger, die noch nie etwas von LENR (low energy nuclear reaction) oder Kalter Fusion gehört haben, sei die Funktionsweise kurz erklärt: Während in üblichen Atom-Kraftwerken […]

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