Feng Shui Ratgeber

Weiterverwendung und Recycling von Alt-Batterien

Von Irmgard Brottrager

Leere Einweg-Batterien müssen nicht sofort in den Müll. Es gibt diverse Möglichkeiten, sie weiter zu verwenden, nachzuladen oder die Spannung zu erhöhen.

Foto (C) Kevin Doncaster / flickr

Foto (C) Kevin Doncaster / flickr

 

Scheinbar leere Batterien sind oft noch zu gebrauchen

Eine Batterie besteht genau genommen immer aus mehreren Zellen, ansonsten handelt es sich um eine Primärzelle. Weil es im Sprachgebrauch so üblich ist, sind hier mit „Batterien“ auch Primärzellen gemeint. Gewöhnliche Haushalts-Batterien haben in der Regel 1,5 Volt Spannung, wenn sie neu sind. „Leere“ Batterien besitzen oft immer noch 1,2 Volt, aber manche Geräte funktionieren bereits bei 1,3 Volt nicht mehr. Die Restspannung lässt sich mit einem Voltmeter messen. Um die Batterien weiter zu verwenden, kann man sie einfach in ein anderes Gerät einbauen, das die geringere Spannung toleriert. Man kann außerdem mit einer Serienschaltung von halbleeren Batterien versuchen, die nötige Spannung zu erreichen.

Die Spannung erhöhen mit einem DC/DC-Spannungswandler

Mit einem DC/DC-Spannungswandler, der aus niedriger Spannung hohe Spannung erzeugt, ist es möglich, die Spannung so weit zu erhöhen, dass noch eine 5V-LED-Leuchte betrieben werden kann. Im Idealfall lässt sich die Laufzeit der Batterien mit dieser Maßnahme fast verdoppeln, womit auch der Müll erheblich reduziert wird. Ein Spannungswandler könnte eigentlich in jedes Batteriegerät serienmäßig eingebaut sein. Er ist kostengünstig, braucht nicht viel Platz und führt zu einer wesentlich besseren Ausbeute des Batteriestroms. Es ist nicht mehr nötig, die Batterien zu entsorgen, bevor sie wirklich leer sind. Dieser Tipp gilt allerdings nur für Einweg-Batterien. Akkus dürfen nicht tief entladen werden, weil sie sich dann gar nicht mehr aufladen lassen.

 

Einweg-Batterien nachladen und auffrischen

Primärzellen, die nur ein wenig entladen sind (nicht unter ein Volt), lassen sich unter Umständen wieder auffrischen, jedoch nicht öfter als zwei- bis zehnmal. Sie können bei diesem Vorgang undicht werden, weshalb die Hersteller davor warnen. Die Chemikalien, die dabei ausrinnen, sind gesundheitsschädlich.Wer über ausreichend elektrotechnische Kenntnisse verfügt und sich an diese Prozedur heranwagen möchte, sollte sich vorher gründlich informieren. Nicht alle Arten von Batterien sind geeignet.

Hier ein Link zu einer Internetanleitung. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zelle später noch ausläuft, wenn sie in Betrieb ist, ist höher als bei einer neuen Zelle. Für Laien ist diese Methode auf keinen Fall zu empfehlen. Es gibt im Handel auch fertige Geräte, mit denen man teilentladene Zellen auffrischen kann.

 

Joule-Thief-Schaltungen („Energie-Diebe“)

Joule-Thief-Anlagen sind elektronische Schaltungen, mit denen man aus Batterien den letzten Rest herausholen kann. Die Bezeichnung geht auf eine Schaltung von Clive Mitchell zurück, die im Jahr 1999 erstmals vorgestellt wurde. Wie diese Spannungswandler funktionieren und selbst gebastelt werden können, wird in dem verlinkten Video erklärt.

 

Bedini-Ladegeräte für totgeglaubte Akkus

Hier handelt es sich um Ladegeräte, die nach dem amerikanischen Erfinder John Bedini arbeiten. Es gibt inzwischen Bausätze und auch fertige Geräte im Handel für verschiedene Akku-Typen. Manche Elektronik-Bastler laden nicht nur Akkus, sondern auch Batterien mit ihren „Bedinis“.

 

Auto-Batterien regenerieren

Defekte Auto-Batterien sind oft nicht wirklich kaputt, sondern müssten nur gereinigt werden. Eine Anleitung findet man zum Beispiel auf dieser Survival-Seite. Die Reinigung einer Alt-Batterie kann jedoch lebensgefährlich sein und ist daher niemandem zu empfehlen, der sich nicht hundertprozentig auskennt. Es wäre sinnvoll, wenn es Auto-Werkstätten gäbe, die die Untersuchung und Wartung von Alt-Batterien fachgerecht durchführen, statt die Batterien sofort wegzuwerfen.

Das Leben von Auto-Batterien lässt sich außerdem mit einem Pulser vervielfachen. Ein kleines Kästchen namens „Megapulse“ kam vor bald 20 Jahren auf dem Markt und ist inzwischen bei vielen Händlern erhältlich. Man findet es auch unter der Bezeichnung „Batteriepulser“ und Bleiakku-Refrescher. Der Megapulse verhindert auch das Auskristallisieren der Batterien bei langen Standzeiten, wenn ein Auto nur selten gebraucht wird. Zudem gibt es Batterie-Frühwarngeräte, die dafür sorgen, dass der Autofahrer aufmerksam wird, wenn Flüssigkeit fehlt oder die Spannung abgesunken ist.

 

Sammelbox für Batterien, Foto (C) Neil McIntosh / flickr

Sammelbox für Batterien, Foto (C) Neil McIntosh / flickr

 

Recycling von Alt-Batterien

 Alte Batterien gehören zu den Wertstoffen und werden gesammelt. Sie bestehen aus chemischen Metall-Verbindungen, die weiter verwendet werden können: Nickel-Cadmium, Zink-Kohle, Nickel-Metallhydrid, Nickel-Eisen oder Alkali-Mangan. Knopfbatterien können auch Quecksilber, Lithium, Silberoxid oder Zink enthalten. Autobatterien bestehen aus Bleidioxid und Schwefelsäure. Es gibt in ganz Europa nur wenige Betriebe für Batterie-Recycling, daher ist der Transportaufwand sehr hoch. Nach der Anlieferung müssen die Batterien sortiert und aufbereitet werden. Dieser Aufwand rentiert sich nur bei großen Mengen. Die Rückgewinnung der Metall-Rohstoffe erfolgt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und bei hohen Temperaturen in chemischen Pyrolyse-Anlagen und Schmelzöfen. Ein wichtiges Endprodukt des Recyclingprozesses ist Ferro-Mangan.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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