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Wie funktionieren Symbole?

- Irmgard Brottrager | 0 Kommentare

Bei Feng-Shui-Behandlungen wird oft mit Symbolen gearbeitet. Die Wirkkraft von Symbolen wird auch als „Freie Energie“ bezeichnet, weil sie von keinen Stoffen abhängig ist, sondern lediglich vom Geist.

Foto (C) Epic Fireworks / flickr

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Hinter jedem Symbol steckt eine gedankliche Vorstellung beziehungsweise eine geistige Energie. Man könnte daher auch von der Kraft des Geistes oder der Macht des Glaubens sprechen. Ein geistloser Zustand ist nicht möglich, denn was der Mensch nicht weiß, das ersetzt er durch einen festen Glauben oder durch variable Vorstellungen (Mutmaßungen, Hypothesen, vorläufige Erklärungen). Daher kommt es, dass wir vieles, was eigentlich immer schon offensichtlich war, nicht wahrnehmen können, solange uns das Bewusstsein dafür fehlt. Um anzuerkennen, dass etwas so oder so sein könnte, muss man es zuerst für möglich halten. Man kann also im Prinzip immer nur das erkennen, was man bereits weiß. Sich für neue Wahrnehmungen und Erkenntnisse zu öffnen, ist mit bewussten Lernprozessen verbunden. „Jedem geschehe nach seinem Glauben“ heißt ein Sprichwort. Und: „Der Glaube kann Berge versetzen.“ Was wir erleben, entspricht fast immer dem, was wir glauben, denn Erwartungen werden zu selbst erfüllenden Prophezeiungen.

Affirmationen pflanzen mit Symbolen

Wenn unser Erleben von dem abhängt, was wir vermuten, glauben und erwarten, steht es uns im Prinzip frei, Glaubensvorstellungen zu wählen, die zu vorteilhaften Ergebnissen führen. Frei postulierte Glaubenssätze sind auch als „Affirmationen“ bekannt. Wenn es uns gelingt, sie in einer Weise in unserem Bewusstsein zu verankern, dass sich weder psychisch noch körperlich ein Widerstand regt, kann sich unsere Realität entscheidend verändern. Alte Glaubensmuster wird man umso leichter los, je weniger sie sich bisher bewährt haben. Neue Affirmationen müssen eingesetzt werden wie neue Pflanzen. Sie können sich nur verwurzeln, wenn sie sich gut integrieren lassen und wenn die bisherigen Pflanzen weichen. Daher dauert es oft eine Weile, bis eine neue Überzeugung verankert ist und stimmig mit allen übrigen Ansichten zusammenspielt. Symbole wirken hierbei wie Ankerpunkte, damit wir unsere Setzlinge nicht vergessen.

 

Jede/r verwendet Symbole!

Einfache Symbole, die wir täglich gebrauchen, sind Worte, Zahlen, Namen, Abbildungen und Bezeichnungen. Und natürlich jede Menge Kürzel, Codes und Zeichen, mit denen wir uns verständigen. Bereits in Kindesalter lernen wir, Spielzeug, Figuren und Puppen dazu zu benutzen, um etwas zu symbolisieren, was wir uns vorstellen. Selbst im nüchternsten Haushalt befinden sich Objekte, Bilder und Schriftzeichen, die auf Glaubensvorstellungen und Gedankengebäude hinweisen. Die meisten Menschen haben einen ausgesprochenen Hang, Objekte mit Symbolwert zu sammeln und die Wohnung damit zu schmücken. Natürlich kann man diese Objekte auch selber und ganz bewusst herstellen. Zum Beispiel in Form von Ziel-Collagen, Spruch-Kalendern oder Tisch-Dekorationen. Viele Menschen benutzen Talismane, Glückssymbole und Engel-Symbole, um sich vor Unheil zu schützen. Oder sie tragen Bilder von ihren Kindern mit sich herum, um sich verbunden zu fühlen. Sie kaufen Eheringe und Freundschaftsbänder, glauben an die Kraft der Edelsteine und stellen zu Weihnachten Christbäume auf.

Foto (C) Peggy2012CREATIVELENZ / flickr

Foto (C) Peggy2012CREATIVELENZ / flickr

 

Nicht-materielle und flüchtige Symbole

Welche Vorstellungen genau mit einem Objekt verbunden sind, bleibt das Geheimnis jedes Einzelnen. Daher sind eigentlich keine materiellen Anker notwendig, sondern die Symbole können rein imaginärer Natur sein. Viele spirituelle Menschen arbeiten mit Farben, Zahlen, imaginären Krafttieren, verstorbenen Ahnen, Engeln und anderen Geistführern, den 4 Elementen und den Pflanzengeistern. Imaginäre Symbole haben den Vorteil, dass sie dynamischer, lichtvoller, sinnlicher und bewegter sein können, als man es in der 3D-Welt darstellen kann. Reime, Sprichwörter und Lieder sind ebenfalls eine Möglichkeit, geistig-emotionale Inhalte zu symbolisieren, ohne sie dingfest zu machen. Außerdem benutzen wir verschiedene Gesten, wie zum Beispiel Kopfnicken und Kopfschütteln, Verbeugungen, Händeschütteln, Fingerzeige, Küsse, Pfiffe und so weiter, um uns zu verständigen.

 

Materielle Anker haben eigentlich keine Macht

Materielle Symbole sind nichts anderes als Anker, um uns an bestimmte imaginäre Inhalte zu erinnern. Dabei sollte man nie vergessen, dass die Inhalte frei sind, auch wenn der Anker gleich bleibt. Entscheidend sind also nicht die Symbole selbst, sondern das, was sie für uns bedeuten. Die Symbole selbst haben relativ wenig Macht. Eine gewisse Eigenmacht ergibt sich aus der Geometrie, aus der Form, aus dem Material und aus der Farbe. Bei weltweit bekannten Symbolen ist zusätzlich ein ganzer Rattenschwanz an kollektiven Bedeutungen verbunden, die man nicht völlig ausblenden kann. Ein Smiley mit Mundwinkeln nach oben wirkt zum Beispiel grundsätzlich anders als eines, wo die Mundwinkel nach unten zeigen. Wenn man diese kollektiven Bedeutungen ausschließen möchte, sollte man sich lieber Objekte suchen, die einzigartig sind und sich mit beliebigen Vorstellungen beschreiben lassen wie ein leeres Blatt Papier. Die Gedanken sind frei und wir können alles damit formen, was wir möchten. Wir haben jederzeit die Möglichkeit, Wahrnehmungen neu einzuordnen und sogar völlig zu verändern, indem wir die Perspektive wechseln oder anders reagieren als erwartet.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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