Feng Shui Ratgeber

Yin-Yang-Test: Überwiegen die weiblichen oder die männlichen Energien?

Von Irmgard Brottrager

Mutter Erde leidet seit langem an einem Yang-Überschuss und verschütteten Yin-Energien. Beide Geschlechter können beide Pole verkörpern. Um eine gesunde Balance zu finden, sollte man die Unterschiede kennen. 

Foto (C) Tom Merton / flickr

Foto (C) Tom Merton / flickr

 

Wie drücken sich weibliche und männliche Energien körperlich aus? Was ist typisch männlich und typisch weiblich – von der Aufmachung und Verpackung ganz abgesehen? Während man in der Kindheit Mädchen und Buben oft nur durch das Outfit unterscheiden kann, kommt es in der Jugendzeit zu gravierenden hormonellen Veränderungen, die aus beinahe asexuellen Wesen zwei Geschlechter machen, die viel mehr Unterschiede aufweisen als nur den kleinen zwischen den Beinen. Die körperliche Verwandlung vollzieht sich bei den Mädchen schneller als bei den Burschen, die mit 18 Jahren immer noch nicht wie reife Kerle aussehen. Und auch in den späteren Jahren lässt sich der Mann viel mehr Zeit bei der Rückverwandlung in ein (beinahe) Neutrum. Die sekundären und tertiären Geschlechtsmerkmale werden mit zunehmendem Alter immer undeutlicher. Am Ende des Lebens ist der Mensch wie am Anfang: Ein androgynes Wesen mit beiden Anteilen, die mehr oder weniger ausgewogen verteilt sind.

 

So wie außen, so innen

Körperliche und geistige Merkmale hängen zusammen. Der Körper ist bis zu einem gewissen Grad formbar durch mentale Programmierung, Ernährung, Training, Konditionierung und sozialen Verhaltensdruck. Natürlich auch durch Kosmetik, Hormonbehandlungen, Operationen und alle Artren von Korsetts (wozu auch zu kleine Schuhe, Pushup-BHs, Krawatten und enge Hosen gehören). Die weiblichen Energien werden seit Jahrtausenden unterdrückt. Früher wurden Frauen eher in rigide Rollen gedrängt. Heute sollen sie den Männern möglichst ähnlich sein und ihre weiblichen Anlagen vernachlässigen. Das männliche Prinzip fühlt sich durch das weibliche bedroht, weil es seine Vorherrschaft verlieren könnte. Alle weltbeherrschenden Systeme und Strukturen (Geldsysteme, Wirtschaftssysteme, Schulsysteme, Rechtssysteme, Regierungssysteme und so weiter) sind typisch männlich. Frauen dürfen hier nur Führungsrollen übernehmen, solange sie keine „echten“ Frauen sind, sondern die männlichen Eigenschaften übernehmen. Was eigentlich das echte und ursprünglich Weibliche ist, wissen die Frauen oft selber nicht mehr, weil entsprechende Vorbilder fehlen. Die weiblichen Idole, die in der Politik und Modewelt vorgezeigt werden, sind fast ausnahmslos androgyne Amazonen oder maskuline Mischwesen. Oder man präsentiert die Frauen als Lustobjekte, zurechtgemacht und herausgeputzt wie Christbäume. Mit dem wahren Wesen der Weiblichkeit hat das alles nichts zu tun.

 

Vollendete Harmonie: Yin und Yang in Balance

Der Ausgleich zwischen Yin und Yang bringt die Verhältnisse ins Gleichgewicht. Meistens sind es die weiblichen Energien, die der Beachtung, Wertschätzung, Integration und Heilung bedürfen. Nachfolgend zwei Listen mit Unterscheidungsmerkmalen, die dabei helfen können, die eigenen Anlagen zu erkennen. So kann jeder für sich selbst klären, auf welcher Seite des „Ufers“ er steht.

 

Körperteil Weiblich / Yin Männlich / Yang
Kopf kürzer, oben rundlich länglich, oben breiter
Nase schmäler und kürzer, selten hakenförmig, meist gerade oder stupsig größer, oft knubbelig, gerade oder hakenförmig, selten stupsig
Haaransatz weiter vorne breiter und weiter hinten, Neigung zu Geheimratsecken
Stirn gerade noch oben weisend, eher niedrig schräg nach hinten fliehend, eher hoch
Augenbrauen feiner, gebogener, höher angesetzt, keine Wulst buschiger, eher gerade, direkt über dem Auge, Augenbrauenwulst
Augen größer und offener kleiner und tiefer liegend
Nabel eine Handbreit unterhalb der Taille weiter oben
Taille akkurat geschwungen langgezogene Kurve oder fast gerader Verlauf
Wirbelsäule unten stärker nach außen gebogen (Po-Ansatz) unten weniger gebogen, flacherer Po-Ansatz
Lippen eher füllig eher schmal, vor allem die Oberlippe
Kinn gerundete Kinnlade, eher kurzes oder fliehendes Kinn eckige Kinnlade, eher langes oder vorstehendes Kinn
Schultern nicht breiter als die Hüften breiter als die Hüften
Oberkörper kürzer länger
Beine länger kürzer
Arme kürzer länger
Hände kleiner größer
Füße kleiner größer
Finger- und Zehennägel rundlicher eckiger
Knochenbau leichter schwerer
Muskelaufbau weicher härter
Fettgewebe mehr weniger
Haut dünner, zarter dicker, robuster
Hals schlanker und länger, kein Adamsapfel meist breiter und kürzer, Adamsapfel
Übergang Hals-Schultern runder kantiger
Blick sanfter, weicher, größere Pupillen focussierter, härter
Körperbehaarung gering stärker bis sehr stark
Gesichtshaut glatt oder flaumig bärtig
Brust oberseitig konkav, unterseitig konvex gewölbt flach oder polsterförmig
Mund relativ groß relativ klein
Finger längerer Zeigefinger längerer Ringfinger
Gelenke (Ellbogen, Knie) eher zart und rundlich massiver und knochiger
Körpergröße kleiner größer
Zähne Frontzähne gerundet Frontzähne kantig
Becken ringförmig, kein Adonisgürtel Adonisgürtel
Verhältnis Kopfbreite zu Schulter 1:2,5 1:3
Brustkorb schmäler breiter
Oberschenkel innenseitig weich und eingebuchtet im Schritt, schräger Winkel zu den Knien kräftiger, gerader Ansatz im Schritt, flacher Winkel zu den Knien
Po runder und ausgestellter weniger rund
Waden schlanker kräftiger
Stimme höher, heller, weicher tiefer, dunkler, härter
Bindegewebe weicher, schwächer fester, straffer
Kopfhaare meist feiner meist dicker, Neigung zu Haarausfall
Handteller schmäler breiter
Brustbein kürzer länger
Wangenknochen weniger hervortretend markanter
Körpertemperatur kühler wärmer
Verhältnis Taille:Hüfte kleiner/gleich 0,8 größer als 0,8

 

Foto (C) Artur Potosi / flickr

Foto (C) Artur Potosi / flickr

 

Charakterliche Ur-Prinzipien

 

Weiblich / Yin Männlich / Yang
quirliger, launischer bedächtiger, stabiler
feinfühliger scharfsinniger
anschmiegsamer, nachgiebiger, passiver aktiver, fordernder, dominanter
empathischer distanzierter
vorsichtiger risikofreudiger
abwiegender zupackender
gefühlsbetonter überlegter
intuitiver impulsiver
kreativer konstruktiver
zögerlicher mutiger
unkontrollierter disziplinierter
unsystematischer systematischer
schöpferischer leistungsorientierter
fließender brennender
kooperativer wettbewerbsorientierter
entspannter spannungsgeladener
gemütlicher getriebener
offenherziger verschlossener
kommunikativer wortkarger
vertrauensvoller beschützender, solider
fürsorglicher, besorgter nachlässiger, gelassener
umsichtiger rücksichtsloser
verletzbarer unempfindlicher
heiterer ernster
verspielter nachdenklicher
duldsamer, ignoranter unduldsamer
konfliktscheuer konfliktfreudiger
leiser lauter
kompromissbereiter mächtiger, gewaltbereiter
friedlicher kämpferischer
grenzenloser revierbewusster
idealistischer materialistischer
selbstloser gewinnorientierter
sozialer eigennütziger
durchsetzungsschwächer durchsetzungsstärker
verträumter sachlicher
ausschweifender konzentrierter
unberechenbarer verlässlicher
anhänglicher, treuer abenteuerlustiger
zärtlicher handfester
bequemer sportlicher
sicherheitsbedürftiger freiheitsliebender
vielseitiger, ganzheitlicher spezialisierter

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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