2018 – der August in Zahl3n

Der August beginnt und der Sommer strebt seinem heißen Höhepunkt entgegen, den sog. Hundstagen. Ob wir uns in diesem achten Monat auch in Acht nehmen müssen, werden uns die Zahl3n sagen.

2018 - der Augustbin Zahl3n
© Bodo Trieb

„Hundstage heiß und schwül, braucht der Bauer Hände viel“, weiß der versierte Landmann und bereitet sich entsprechend vor. Werden wir auch, ohne in der Landwirtschaft tätig zu sein, viel zu tun bekommen? Oder werden wir einen eher ruhigen Monat vor uns haben? Eine nicht unbedingt bange Frage, auf jeden Fall aber eine berechtigte Frage.

Unser Blick auf den Zahl3nkreis zeigt uns das vermehrte Auftreten der Acht, wodurch der Fokus des Monats auf die Null gelenkt wird.

Unser Streben nach Harmonie und das Bewahren wollen der erreichten Harmonie wird durch die Acht ausgedrückt. In ihr stecken Eleganz und Balance, Ausgewogenheit und Ausgeglichenheit.
Mit ihr stecken wir aber auch gleich in einem Spagat. Das eine Ende heißt „bewahren wollen“, das andere Ende „loslassen müssen“. Wohl wissend, dass nichts für immer so bleibt wie es jetzt in diesem Augenblick ist, kann das Klammern etwas intensiver geschehen, womit das Loslassen dann dementsprechend heftig wird. Mit der Verweigerung einer natürlichen Entwicklung kann mit der Acht auch die Gefahr der Stagnation einher gehen. Solange ich nicht los lasse, kann sich nichts Neues entwickeln.
Mit der doppelten Acht werfen jetzt viele häufiger als in anderen Monaten ganz gezielt Blicke auf ein Leben in der „heilen Welt“. Sie sehnen sich nach einem Leben in einer Welt, in der alles gleichmäßig und vor allem gerecht verteilt ist. Idealerweise. Damit so etwas aber Wirklichkeit werden kann, können sie sogar recht streitbar ihre Vorstellungen in die Tat umzusetzen wollen.

Das klingt jetzt erst mal gar nicht nach Harmonie, oder?! Zumindest nicht für die, die eine andere Vorstellungen von einer „heilen Welt“ haben und lieber diese verwirklicht sehen möchten. Watt nu?

Ein weitere Hauptakteurin des neuen Monats, die Null, vermag mehr dazu zu sagen.
Die Null ist wie der Urknall, sie ist das Nichts, aus dem Alles entstanden ist. Sie ist die unendliche Fülle. Alles ist möglich. Der Null geht es um Ganzheit, Ganzheitlichkeit, alles ‚aus einem Guss‘ zu bekommen oder herzustellen. Auch das Streben nach Wissen und Weisheit gehört zur Null dazu. Da wir als humanoide Lebensform mit einer solchen unbegrenzten Vielfalt oft nur schwer zurecht kommen, kann uns diese ‚Wundertüte‘ durchaus ins Chaos stürzen.
Zunächst werden wir bestrebt sein, alles Denken und Handeln in den Dienst von etwas „Höherem“ zu stellen. Visionäres Denken wird sich zeigen, aus der viele eine Mission ableiten möchten.
Was zunächst vielleicht selbstlos klingen mag, müssen wir ehrlicherweise als das betrachten, was es ist: ein von persönliche Eigenarten und Bedürfnissen geprägtes Denken, getrieben von dem Bedürfnis, sich selbst zu verwirklichen.
Solange keine Unbeteiligten indoktriniert werden, ist das wohl ok. Wenn aber anderen ein fremder Wille aufgezwungen werden soll, fängt es an, bedenklich zu werden.

Gut, dass der Monat, der so etwas fördert, auch gleichzeitig ein „Gegenmittel“ anbietet, das bereits Jonathan Swift dereinst passend formuliert hat: mit „lasst uns den guten Willen für die Tat nehmen“ können wir doch entspannt in den neuen Monat gehen. Viel heiße Luft wird es nicht nur seitens des Wetters geben. Würde es dazu so etwas wie ein Arbeitszeugnis geben, würde bestenfalls ein „sie zeigten reges Interesse und waren stets bemüht“ dabei herauskommen.

Doch der August will nicht alles selbst regeln, sondern er gibt uns auch eine Aufgabe mit auf den Weg durch den Monat. Unsere vornehmlichste Aufgabe wird darin bestehen, das zu entwickeln, was immer mehr zu einer geheimen Kunst zu werden scheint, nämlich gesunden Menschenverstand.
Tja, die Zahl3n wissen Bescheid. Sie wissen, dass es der Welt gerade daran mangelt. Mehr als nur ein dezenter Hinweis, oder?!

Mögen wir für uns und auch für andere einen ausgewogenen Monat gestalten können, in dem wir auch erfolgreich auf das zurückgreifen dürfen, was sich bereits als tauglich erwiesen hat.
Bodo Trieb

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