2018 – der Mai in Zahl3n

Der Frühling schreitet merklich voran, es grünt und blüht, dass es eine wahre Wonne ist. Nicht nur die Tage werden länger, der Monat auch. Wir haben nämlich wieder einmal 31 Tage, die wir sinnvoll mit Leben füllen können und sicherlich auch wollen.

der Mai in Zahl3n
© Bodo Trieb

Es ist nicht der erste Mai, den wir erleben. Auch in diesem Jahr werden, ein Volkslied weiß sehr trefflich davon zu singen, die Bäume wieder ausschlagen und wir werden uns in die „weite, weite Welt“ hinaus gezogen fühlen. Doch so weit muss die Reise gar nicht gehen. Es reicht wenn wir erst einmal in Bewegung kommen, und sei es „nur“ um die eigene Komfortzone zu verlassen. Zugegeben, da kann einem schon mal Angst und Bange werden, da kann ein einziger Schritt wie eine lange und beschwerliche Reise anmuten.
Der neue Monat ist trefflich geeignet, neue Wege zu erkennen und auf diesen schwungvoll das umzusetzen, was wir schon lange getan haben sollte. Oder was sich anbietet, neu begonnen zu werden. Unsere Kreativität wird beflügelt und wir werden hoffentlich dem Ruf des Monats Folge leisten und uns auf den Weg machen. Schön, damit steht dann wohl die Strategie für den neuen Monat fest.

Bevor wir allerdings den ersten Schritt tun, sollten wir, wie so oft, inne halten, tief durchatmen und erst einmal eine Bestandsaufnahme machen. „Wo stehe ich, wo will ich hin?“ sind die Fragen, die wir uns stellen sollten, bevor wir uns um das „Wie“ Gedanken machen. Kreativer Schaffensdrang in allen Ehren, aber ohne Klarheit kommen wir nicht sonderlich weit. Nur wenn wir unsere Ideen, Vorstellungen und Visionen in klaren Worte fassen können, können wir sie auch weise und mit Bedacht Wirklichkeit werden lassen. Wenn der Kopf in den Wolken weilt, die Füße jedoch jeglicher Bodenhaftung entbehren, kommen wir nicht annähernd dahin, wo wir hin wollen. Die unterstützende Energie des neuen Monat ist viel zu schade, um sie mit Traumtänzereien zu vergeuden.

Dennoch, nur zum Nach-Denken ist der Mai in diesem Jahr auch nicht geschaffen. Auch wenn gut‘ Ding Weile braucht, sollten wir nichts auf die lange Bank schieben. Jetzt ist die Zeit reif, jetzt das Tun angesagt, jetzt muss aktiv, umsichtig und verantwortungsbewusst gehandelt werden. Die Möglichkeiten, die sich uns zeigen können, sind zu schade, um sie ungenutzt verstreichen zu lassen.

Selbst wenn wir uns auf den Weg zu neuen Ufern machen, müssen wir nicht bei „Adam und Eva“ anfangen. Wir dürfen uns getrost auf das besinnen, was sich bereits als hilfreich und praktikabel herausgestellt hat. Und so muss es nicht immer eine hochkomplexe, technische Lösung zu einem Problem sein, nur weil das vielleicht gerade im Trend liegt. Je komplexer und komplizierter ein Lösung ist, desto fehleranfälliger ist sie auch. Das scheinen weite Teile der Welt bereits nicht mehr wahrzunehmen.

Entwickeln wir, auch im Sinne des diesjährigen Mai, ein Gespür dafür, nicht nur für das, was wir brauchen, sondern auch für das, was andere brauchen. Verschaffen wir uns auch in unserem sozialen und beruflichen Umfeld den geforderte Durchblick und machen uns daran, das zu tun, was sinnvoll ist. Sich mit dem zu beschäftigen, was zwar machbar ist, allerdings in die Kategorie ’sinnfrei‘ fällt, dürfen wir gerne anderen überlassen.
Wir dürfen unserem Tun und Handeln gerne unseren persönlichen Stempel aufdrücken, sollten uns aber davor hüten, uns in selbstzentrierten Selbstbeweihräucherungen zu ergehen.

Nehmen wir also unsere Geschicke in die eigene Hand, verschaffen uns Klarheit und schöpfen daraus das Vertrauen, dass wir unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten effizient und zielgerichtet einsetzen werden. So gut gerüstet kann es dann nur noch eine Bewegungsrichtung geben: nach vorn.
Bodo Trieb

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