2019 – der April in Zahl3n

Das erste Quartal des neuen Jahres liegt inzwischen hinter uns, und mit dem neuen Monat, dem April, sind wir nun auch im Frühling angekommen. Was das Wetter anbelangt, hat uns der März schon recht eindrucksvoll auf das vorbereitet, was da unter Umständen noch auf uns zukommen wird.

201904 - der April in Zahl3n

Ob uns der März noch in anderer Hinsicht auf den neuen Monat vorbereitet hat, wird uns der gewohnt gezielte Blick auf die Zahl3n verraten. Um es gleich vorweg zu nehmen, wir haben wieder einiges in unser Aufgabenheft geschrieben bekommen.
Es liegen 30 Tage vor uns, in denen wir gefordert werden, künstlerisch und kreativ unserem Bedürfnis nach Lebensfülle nachzukommen. Das klingt genauso gut wie irreführend. Stellen wir also gleich klar: Lebensfülle bedeutet nicht, alles im Überfluss zu haben, und der kreative Umgang mit der Fülle nicht, auf Schnäppchenjagd nach goldenen Wasserhähnen zu gehen.
Kreativ mit der Lebensfülle umzugehen bedeutet, sich auf das zu besinnen, was wir haben, was wir wissen und was wir können. All das sollten wir würdigen, aber auch gleichzeitig unsere Grenzen erkennen und anerkennen. Unsere Kreativität setzt an dem Punkt ein, an welchem wir Ideen und Visionen entwickeln, wie wir das, was wir haben, bewahren können. Oder wie wir aus dem, was wir haben, vielleicht mehr machen können. Für uns und natürlich auch für andere. Egal wie ideenreich und schöpferisch wir zu Werke schreiten, wir sollten uns an dem orientieren, was wir eindeutig in die Kategorien ’sinnvoll‘, ‚zum Wohle aller‘ und ‚gesunder Menschenverstand‘ einsortieren können. Damit erteilen wir den Wolkenkuckucksheimen eine Abfuhr und beugen einem schwungvollen Über-das-Ziel- hinausschießen vor. Wir können schließlich unsere Energie gewinnbringender einsetzen.
Wenn wir all unser Sinnen und all unser Streben mit den Worten „mit dem Kopf in den Wolken, aber mit beiden Beinen fest auf der Erde“ zusammenfassen können, sind wir im Sinne des April auf der richtigen Schiene. Und wenn uns dann auch noch unsere innere Stimme zu unseren Vorhaben und Vorgehensweisen beglückwünscht, dürfen wir uns selbst aufmunternd auf die Schulter klopfen und zum zielgerichteten Handeln übergehen.

Was wir im letzten Monat gelernt bzw. angewandt hatten, kommt uns im neuen Monat zugute. Die Rede ist vom Erfolg der kleinen Schritte. Ziele setzen, deren Umsetzung in leicht ausführbare Einzelschritte gliedern, mit dem 1. Schritt beginnen und dann einen Schritt nach dem dem anderen gehen. Das verhindert eine ziellose Rastlosigkeit, die außer kräftezehrender operativer Hektik nichts Rares zu bieten hat.
Sollten wir aber genau das bei den anderen beobachten, sollten wir zunächst vorsichtig Abstand halten und uns auf wachsames Beobachten beschränken. Taktisches und diplomatisch Geschick ist beim Umgang mit einem planlos umherstolperndes Rudel angesagt, besonders dann, wenn es recht dominant und gebieterisch angeführt wird. Können wir eine solchen Haufen als harmlos einstufen, finden wir vielleicht sogar noch etwas, was uns einen gewissen Unterhaltungswert bietet.
Sollte wir aber das Denken und Handeln einer solchen Gruppe nicht mehr auf die leichte Schulter nehmen können, müssen wir uns kreativ um Lösungen bemühen, die einer Verschlimmerung der Situation entgegen wirken. Mit Kanonen auf Spatzen zu schießen ist genauso wenig angemessen wie das gegenseitige Aufrechnen von Augen und Zähnen.
„Wie man in den Wald ruft, schallt es heraus“, sagt unser Volksmund, „quod tibi fieri non vis, alteri ne feceris!“ heißt es bei den Lateinern, „was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg‘ auch keinem anderen zu!“ bei den Germanen.

Zugegeben, solche Vorgaben engen unseren Handlungsspielraum enorm ein, sind aber langfristig unerlässlich. Stellen wir doch im April die Weichen für die weitere Entwicklung all unserer Beziehungen. Damit haben wir eine enorme Bandbreite, die wir im Auge halten müssen. Angefangen vom Umgang mit unseren Lieben, mit denen, die uns in unserem beruflichen Umfeld begleiten, bis hin zu weltpolitischen Begegnungen.
Beziehungen stehen im Fokus des neuen Monats, wobei die wichtigste Beziehung die ist, die wir zu und mit uns selbst haben. Sie ist Dreh- und Angelpunkt des Monats, sie gibt maßgeblich vor, welche Weichen wir für die nächsten Monate stellen. Da zahlt sich doch solide Basisarbeit aus, oder?! Mögen wir mit unseren Mitmenschen netter und wohlwollender reden, als wir es manchmal mit uns selbst tun. Wenn wir uns das als Motto auf Fahne des Monats schreiben, werden wir richtig gut durch den Monat kommen.

Klar, wir haben auch in diesem Monat viel vor. Grund genug, forsch zu Werke zu schreiten. Aber nicht Grund genug, die Dinge überstürzt anzugehen. Halten wir es doch mit Konfuzius, welche dereinst den Rat gab „wenn Du es eilig hast, mache einen Umweg“.
Mögen wir so zügig an unser Ziel gelangen.
Bodo Trieb

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