2019 – der August in Zahl3n

Wir beginnen nun einen Monat, der von der Buchstabenfolge her identisch mit dem männlichen Vornamen ist. Allerdings wird der Name des neuen Monats auf der zweiten Silbe betont, der Vorname auf der ersten Silbe.

Der Vorname wird in Verbindung mit der Ergänzung „dummer“ oft despektierlich benutzt. Eben dieses Attribut ist fehl am Platze, wenn es um den neuen Monat geht. Der gezielte Blick auf die Zahl3n macht das deutlich.
Auch wenn wir uns mit dem 8. Monat des Jahres beschäftigen, steht er doch im Zeichen der „2“. Theoretische Betrachtungen werden im Vordergrund stehen, alles wird analysiert, durchdacht und differenziert, so dass wir es eher mit Theorie zu tun haben werden als mit Praxis.

Während wir uns vielleicht in wilden Theorien ergehen, dreht die Welt sich weiter. Ohne unser Zutun. Alles scheint wie von selbst zu laufen, was wiederum nach Routine klingt. Paolo Cohelho‘s Gedanken dazu: „wenn Du glaubst, das Abenteuer ist gefährlich, versuche Routine. Sie ist tödlich.“ Andere wiederum verbinden ‚Routine‘ mit dem, was sie seit langem kennen und können. Für die, die so denken, hat das auch was von Komfortzone: sie haben sich an etwas gewöhnt, tun es immer wieder und meinen, gut damit umgehen zu können, selbst wenn es ihnen nicht wirklich gefällt. Tja, manchen sind die Teufel, die sie kennen, lieber als das Unbekannte, auf das sie sich einlassen müssten, wenn sie etwas verändern würden.

An dieser Stelle liegt der Hase im viel zitierten Pfeffer. Innerhalb der Komfortzone können wir uns nicht weiterentwickeln. Is so. Das mag für einige in Ordnung sein, aber für die, die in Schwung kommen wollen, die sich weiterentwickeln wollen, bleibt als Alternative nur das Abenteuer, das das Universum als „7“ ins Spiel bringt. Diese „7“ taucht nicht unmittelbar als Zahl auf, so dass wir in ihr unsere Aufgabe für den neuen Monat erkennen.
Damit werden die kommenden 31 Tage gleich viel interessanter, weil ein Rhythmus ins Spiel kommt, bei dem man einfach mit muss. Und damit fällt auch das Verlassen des Bereiches des größten Komforts deutlich leichter. Die „7“, die damit einher geht, möchte aber noch mehr. Sie
steht für den Rhythmus des Lebens, für die Aufs und Abs des Lebens gleichermaßen. Sie steht für das Genießen und die Lebensfülle und sie steht für das Bestreben, alle Höhen und Tiefen zu meistern. Ja, auch Höhen wollen gemeistert werden. Sonst hätte Goethe sich nicht zu „alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen“ hinreißen lassen. Es bedarf also unserer Kreativität, mit allem zurecht zu kommen, was uns das Leben beschert.

Die „7“ sprich auch vom Gönnen, nämlich davon, anderen UND auch sich selbst etwas zu gönnen. Uns selbst etwas gönnen, mag egoistisch klingen. Doch von einem energetischen Standpunkt aus betrachtet, zeigt sich, dass dem nicht so ist. Mit allem, was wir geben, wird das große Gefäß, aus dem heraus wir geben, immer leerer. Und wenn wir nichts nachfüllen, richtig: uns nichts gönnen, wird eines unschönen Tages Schluss sein mit dem Geben. Dann ist das Gefäß leer. So sehr wir dann auch geben wollen, es wird uns nicht gelingen. Mit dem Gefäß werden auch wir selbst leer, haben keine Energie mehr und werden richtig ausgebrannt sein. Heute nennen wir das BurnOut. Na, dämmert’s?! Also sind Geben und Nehmen untrennbar miteinander verbunden, sie stellen das natürliche Prinzip des Ausgleichs und des Gleichgewichts dar. Das bedeutet aber auch, dass wir manchmal für das, was wir für andere getan haben, eine Gegenleistung einfordern müssen, wenn wir diesen Ausgleich nicht automatisch bekommen. Spätestens an dieser Stelle wird uns klar, wo die Komfortzone aufhört.
In diesem Monat sollte uns das eigentlich geläufig sein, nicht zuletzt, weil der 7. Monat, der Juli, noch in guter Erinnerung sein sollte.

Wer also mag, möge aller scheinbaren Behaglichkeit frönen. Wer nicht, darf den August auf sich wirken lassen und feststellen, dass sich selbst mit dem herausfordernden Einfordern notwendiger Gegenleistungen eine Flexibilität erreichen lässt, die wahrlich Flügel verleihen kann. Das Schöne ist, wir müssen dafür das Rad nicht neu erfinden. Wir dürfen auf Bewährtes zurückgreifen.
Wie dem auch sei, wichtig ist, dass wir unsere Ziele im Auge behalten und unbeirrbar an ihrer Realisierung arbeiten, mit den Fragen vor Augen „wer will ich sein?“, „wie will ich sein?“, „was will und kann ich tun?“.

Dass wir im neuen Monat zu uns selbst finden und in unserer Mitte ankommen mögen, wünscht uns allen
Bodo Trieb

1 Kommentar

  1. Lieber Bodo,
    Deine Analyse zeigt mir wieder einmal, dass alles zu einem großen Ganzen gehört und unsere momentane Situation, in der sich Ereignisse überschlagen, einen Zweck erfüllt. Vielleicht löst sich der Knoten im August ja endlich wieder auf.
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Ina

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