2019 – der Oktober in Zahl3n

Der 10. Monat ist nun an der Reihe, mit seinem besonderen Potential auf uns zu wirken. Ging es im September noch darum, mit einem gesunden Abstand Entscheidungen zu treffen, fordert uns der Oktober zum zielgerichteten Handeln auf und heraus.

Der Blick auf den aktuellen Zahl3nkreis zeigt uns, dass die „1“ und die „0“ wichtige Rollen spielen. Sie wirken auf uns in jeweils doppelter Intensität.
Die „1“ steht für unsere Individualität, für unsere Ein-zigartigkeit, für unsere Persönlichkeit. Im Doppelpack besteht aber sehr leicht die Möglichkeit, dass die Persönlichkeit Überhand nimmt und sich zu einem sehr starken, egoistisch geprägten „ich will aber!“ ausweitet.
Im Umfeld des aktuellen Monats kommt noch erschwerend der Drang ins Spiel, mit dem Kopf unbedingt durch die Wand zu wollen. Auch wenn wir nicht wissen, was wir auf der anderen Seite der Wand wollen oder sollen.
Für einzelne allein sicherlich anstrengend genug. Trifft aber dieses auf ein nicht minder starkes „nein, ICH will!“ bekommen wir es mit der klassischen Platzhirsch-Konstellation zu tun. An dieser Stell schaltet sich der Volksmund gerne ein und lässt ein „der Klügere gibt nach“ verlauten. Das klingt beschwichtigend und ist sicherlich auch so gemeint. Schwenken wir auf diesen Kurs ein, kann es durchaus sein, dass wir uns selbst ein Bein stellen. Wenn nämlich die Klügeren immer nachgeben, werden bald die Deppen die Welt regieren. An dieser Stelle kann ich mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass die Welt genügend Beispiele zu bieten hat, an denen sich das schon jetzt ganz deutlich zeigt.

Und schon stecken wir in einem Spagat, der nach Auflösung schreit. Was uns hier helfen kann, ist das, was wir idealerweise seit Beginn des Jahres, aber spätestens seit dem letzten Monat praktizieren (sollten): der gesunde Abstand zu allem und jedem, auch zu uns selbst. Das hilft, die Gedanken in die richtige Richtung zu lenken, das hilft, Visionen zu haben und gleichzeitig auch Wege zu erkennen, die uns an unser Ziel führen.
Und derer gibt es immer mehrere. Davon wissen die beiden „0“en ein Lied zu singen. Wahrlich, sie ist viel mehr als „Nichts“, diese „0“. Als
„Stunde Null“ kennzeichnet sie einen Neubeginn. Und sie beschreibt ebenso als „Null“ einen Zeitgenossen, dem man nichts oder zumindest nicht viel zutraut.
Die „0“
ist Anfang und Ende zugleich, Mikrokosmos und Makrokosmos. Sie ist wie der Urknall, das Nichts aus dem Alles entstanden ist. Unbegrenzte Vielfalt, unfassbare Unendlichkeit.
Eine solche Fülle ist sicherlich überwältigend und durchaus in der Lage, uns zumindest gelegentlich zu überfordern.
Und noch ein Spagat, der nach Auflösung schreit. Auch dieses Mal gibt es wieder wertvolle Hinweise, direkt und deutlich aus berufenem Munde, aus dem Mund der „0“ selbst. „
Gibt’s nicht“ gibt es für die „0“ ebenso wenig wie „geht nicht“. Die „0“ erlaubt uns, aus dem Vollen zu schöpfen. Damit wird uns der Auftrag erteilt, sowohl nach Wissen als auch nach Weisheit zu streben und in größeren Zusammenhängen zu denken und zu handeln. Zum Wohle aller. Klar, wir sind schließlich nicht allein.
An dieser Stelle sollten wir dem Umstand Rechnung tragen, dass wir es nicht nur mit einer, sondern mit zwei „0“en zu tun haben. Die unendliche Spannweite zwischen Allem und Nichts wird noch stärker deutlich, der Urknall bekommt mehr „Schmackes“.

Gemächlich und mit Bedacht scheint in diesem neuen Monat nicht viel zu funktionieren, innere Unruhe und Ungeduld können durchaus eine schwungvolle Umsetzung beeinträchtigen. Vor lauter Aufgeregtsein und Tatendrang können wir uns auch schon mal selbst im Wege stehen, oder sogar mit dem Hinterteil das umreißen, was wir gerade mit den Händen aufgebaut haben.
Da hilft nur tiefes Durchatmen, ein kurzes Innehalten und Konzentration auf das Wesentliche und Sinnvolle. Wenn wir unsere Energie und unsere Stärken nicht zielgerichtet einsetzen, wirkt das kräftezehrend. Und wenn wir über‘s Ziel hinausschießen, haben wir es dann trotzdem erreicht?

Unaufgeregte Punkt-Landungen im Oktober wünscht uns allen

Bodo Trieb

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