2020 – der Juli in Zahl3n

Manche Dinge geschehen einfach. Auch ohne unser Zutun. Und so ist die Zeit mittlerweile so weit voran geschritten, dass wir den längsten Tag des Jahres bereits hinter uns haben, die hellen Stunden des Tages wieder abnehmen und das Jahr in seine zweite Halbzeit geht.

2020 – der Juli in Zahl3nGut, dass wir den letzten Monat hatten. Der hat uns nämlich gut auf das vorbereitet, womit der Juli aufwartet. Die Unterstützung für das Schaffen eines solides Fundamentes für all unser  Sinnen, Streben und Handeln hatte uns der letzte Monat frei Haus geliefert. Auch das ist wieder Thema, allerdings müssen wir jetzt deutlich mehr dafür tun. Der Monat hat was von Ärmel aufkrempeln und anpacken.

Wie bei so vielen Dingen bildet der neue Monat nicht unbedingt eine Ausnahme. Theoretische Betrachtungen stehen mal wieder im Vordergrund. Alles wird analysiert, durchdacht und noch differenzierter betrachtet. Die Theoretiker werden versuchen, eine Vormachtstellung zu erlangen, die Praktiker laufen Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten. Natürlich ist es wichtig, erst nach reiflicher Überlegung zu handeln. Doch ist absolut nichts gewonnen, wenn vor lauter Denken keine sinn- und schwungvolle Umsetzung folgt.

Die Sieben ist es, die im Reigen des Jahres diesen Monat zu etwas Besonderem macht. Sie steht für den Rhythmus des Lebens, für die Aufs und Abs des Lebens gleichermaßen. Es geht um die Fülle des Lebens und das Bestreben, alle Höhen und Tiefen des Lebens zu meistern. Ja, auch Höhen wollen gemeistert werden, denn sonst hätte Goethe sich nicht dazu einem „alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen“ hinreißen lassen. Es bedarf also unserer Kreativität, mit allem zurecht zu kommen, was uns das Leben bietet. Nicht die Ereignisse sind es, die uns manchmal mürbe machen. Es ist unsere Reaktion auf das, was wir erleben. Tja, auch das hat was mit Fülle zu tun.

Fülle bedeutet aber nicht immer nur „Nehmen“. Und bedeutet auch nicht, alles im Überfluss haben zu wollen. Diese Zahl, die den Monat kennzeichnet, die Sieben, steht für einen ganzheitlichen Ansatz und dafür, dass das Nehmen auch das Geben beinhaltet. Es ist ein Naturgesetzt, dass jede Handlung eine Gegen-Handlung, eine Reaktion, hervorruft. „Actio gleich reactio“, auch als drittes Newton’sches Axiom bekannt, gilt nicht nur in der Physik.
Die Seefahrer haben eine sehr schöne Regel, die wir in Verbindung mit der Sieben verinnerlichen sollten: eine Hand für’s Schiff, die andere für sich selbst. In dieser Reihenfolge. Und: beide Hände sind wichtig. Sonst wird das nichts mit der Lebensfülle.

Und wenn das mit der Fülle nichts wird, also Geben und Nehmen nicht ausgeglichen sind, entsteht eine Schieflage, die wir als im wahrsten Sinne des Wortes „ungesund“ bezeichnen dürfen. Der Krug geht nun einmal nur so lange zum Brunnen, bis er bricht.
Für unseren persönlichen Bereich bedeutet das, dass immer nur Geben ohne eine entsprechende Gegenleistung zu bekommen, auf Dauer tatsächlich krank machen kann. Einen angemessenen Ausgleich für unser Handeln zu bekommen, ist unumgänglich. Wenn der Ausgleich aus bleibt, müssen wir ihn einfordern. Selbst wenn das für uns eine Herausforderung darstellen sollte. Hilft nichts, da müssen wir durch! Nur so können wir das natürliche Prinzip mit Leben füllen und dem Monat gerecht werden.

Unglücklicherweise hat der Monat das Potential, eigensinniges und selbstzentriertes Denken zu unterstützen. Auch das kann mit Kreativität Hand in Hand einher gehen. Farbenfrohe Fassaden sind schnell errichtet, auch wenn sich dahinter nichts Substanzielles verbirgt.
Und so ist nicht von der Hand zu weisen, dass je nach Position und Einfluss absolutistisches Machtstreben zu beobachten sein kann. Andere sollen zunächst im Unklaren gelassen werden, um dann später vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Ist es erst einmal so weit gekommen, ist ein Gegensteuern eine verdammt harte Angelegenheit.
An dieser Stelle bietet sich an, Ovid, den antiken römischen Dichter, mit „principiis obsta“ zu zitieren, „wehret den Anfängen“.

Mögen wir im wahrsten Sinne des Wortes einen „erfüllten“ Monat genießen können.
Bodo Trieb

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Bodo Trieb
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Bodo Trieb, Dipl.-Ing. der Feinwerktechnik, früher Tätigkeit in der Industrie, heute Sachverständiger (BVFS e.V.) mit langjähriger Beratungs- und Ausbildungserfahrung in den Bereichen Feng Shui, Radiästhesie, BaZi und Numerologie. Bodo erreicht ihr unter b.trieb@everyday-feng-shui.de

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