3 heimische Super-Früchte: Äpfel, Aprikosen und Kirschen

Sind Äpfel wirklich so gesund wie propagiert wird? Oder sind frische Kirschen die wahren Vitaminbomben? Oder sind es doch die sonnigen Aprikosen, die am meisten zu bieten haben?

Samtige Aprikosen, Foto (C) l.hillesheim
Samtige Aprikosen, Foto (C) l.hillesheim

 

Zuerst zu den Gemeinsamkeiten: Alle drei Frucht-Arten enthalten viel Wasser, wenig Fett, wenig Eiweiß und hauptsächlich Kohlenhydrate. Die Flavonoide in der Schale sorgen für ein leckeres Farb-Spektrum von Orange und Rot bis Violett. Obwohl die Fürchte leicht zu verdauen sind und man große Mengen davon essen kann, handelt es sich um keine vollwertigen Lebensmittel. Kleinere Portionen sind gesünder als der Verzehr von mehreren Kilos pro Tag. Der Vitamin-C-Gehalt ist relativ hoch, erreicht aber keine Spitzenwerte. Zitrusfrüchte, Kohlgemüse und Paprika liefern mehr Vitamin C.

 

Äpfel: Qualität kann man schmecken

Äpfel sind omnipräsent und in fast jedem Mischfruchtsaft enthalten. Doch können Äpfel es mit berühmteren Superfoods aufnehmen? Zwischen Äpfeln gibt es bekanntlich riesige Qualitätsunterschiede, auf die hier nicht eingegangen werden kann. Nicht jeder Apfel ist gleich wertvoll. Wer sich etwas Gutes tun möchte, kauft keine Äpfel im Supermarkt, sondern sucht nach alten, ungespritzten Sorten, die von Streuobstwiesen stammen. Die Äpfel sollten weder wässrig noch fade schmecken, sondern ein kräftiges Aroma haben, weder zu süß noch zu sauer. Alte Sorten sind weniger perfekt, aber widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Ideal ist ein Geschmacksbouquet, in dem auch herbe Bitterstoffe vorkommen. Gute Bio-Äpfel sind zweifellos gesund, aber wundersame Heilwirkungen sollte man sich lieber nicht erwarten. Frutarier, die sich nur von Früchten ernähren, müssen mit einer Überdosis Fruchtzucker und einem Mangel an Eiweiß rechnen, wenn hauptsächlich Äpfel konsumiert werden.

 

Aprikosen: In Österreich heißen sie Marillen

Die Nährstoffdichte ist generell etwas höher als bei Äpfeln – sowohl bei den Vitaminen als auch bei den Mineralstoffen. Aber auch Aprikosen sind zu fructose-lastig und haben zu wenig Eiweiß, um als Grundnahrungsmittel herhalten zu können. Sie sind weniger lagerfähig als Äpfel und haben daher eine kurze Saison. Spitzenwerte sind beim Beta-Carotin und beim Vitamin B3 zu vermerken. Auch der Vitamin-A-Wert ist deutlich höher als bei Äpfeln und Kirschen. Aprikosen sind nicht nur für Heil-Diäten interessant, sondern werden auch gerne für Körperpflegeprodukte verwendet. Die goldgelben Früchte gedeihen nur in milden und sonnigen Regionen. Außerhalb der Saison kann man zu getrockneten Früchten greifen, die eine höhere Mineralstoffkonzentration aufweisen. Bittere Aprikosenkerne stehen sogar im Ruf, bei Krebserkrankungen hilfreich zu sein.

 

Kirschen: Zum Vernaschen gut

Süßkirschen gehören zu den leckersten Früchten und es gibt wohl kaum jemanden, der sie nicht mag. Spiegelt sich der tolle Geschmack auch auch in den Nährstoffangaben? Im Vergleich mit Äpfeln und Aprikosen stechen die Früchte nicht hervor, sondern liegen im Mittelfeld. Sie können die Verdauung anregen und haben viele andere gesundheitliche Vorteile, werden aber in großen Mengen nicht immer vertragen. Frische Kirschen sind relativ teuer und nur einmal im Jahr verfügbar. Falls man selber einen Baum hat, darf man sich ruhig mal überessen.

Knackige Kirschen, Foto (C) Isabel Eyre / flickr
Knackige Kirschen, Foto (C) Isabel Eyre / flickr

 

Die folgenden Angaben sind lediglich Richtwerte und stammen aus unterschiedlichen Quellen. Die Inhaltsstoffe in Naturprodukten können großen Schwankungen unterliegen. Fehler sind nicht ausgeschlossen! Alle drei Früchte haben einen hohen Wasseranteil. Die Werte beziehen sich frisches und rohes Obst.

 

Alle Angaben pro 100g Äpfel Aprikosen Süßkirschen
Kohlenhydrate (g) 11 9 13
Fett (g) 0,049 0,13 0,31
Eiweiß (g) 0,034 1 1
Ballaststoffe (g) 2 2 2
Vitamin A  (µg) 8 267 6
Beta-Carotin (µg) 45 1604 35
Vitamin B1 (µg) 30 40 39
Vitamin B2 (µg) 30 53 42
Vitamin B3 (µg) 200 953 420
Vitamin B5 (µg) 100 290 190
Vitamin B6 (µg) 50 70 45
Vitamin B7, Biotin (µg) 1 1
Folsäure  (µg) 7 4 27
Vitamin B12 (µg)
Vitamin C (mg) 12 9,4 15
Vitamin D (µg)
Vitamin E (µg) 490 500 130
Vitamin K (µg) 4 3 2
Vitamin P (Flavonoide) (µg) ja ja ja
Calcium (mg) 7 16 17
Kalium (mg) 144 280 235
Magnesium (mg) 6 9 13
Phosphor (mg) 11 21 24
Schwefel (mg) 6 6 7
Eisen (mg) 0,48 0,65 0,35
Jodid  (µg) 2 0,5 1,2
Kupfer  (µg) 100 134 100
Mangan (mg) 0,065 0,167 0,086
Zink (mg) 0,12 0,102 0,075
Selen (µg) 1 1 1
Methionin (mg) 3 4 5
Tyrosin (mg) 5 21 11
Arginin (mg) 8 32 16
Omega 3 Fettsäure (mg) 6 46

 

 

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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