Der beste Sichtschutz besteht aus Glas

Was im ersten Moment widersinnig klingt, ist bei genauerer Betrachtung eine sehr feine Lösung. Denn satiniertes Glas ist lichtdurchlässig, aber nicht durchsichtig.

Wer guckt da nicht hin? Foto: Justin Wolfe / flickr CC By 2.0
Wer guckt da nicht hin? Foto: Justin Wolfe / flickr CC By 2.0

Wozu braucht man überhaupt einen Sichtschutz?

Die meisten Menschen sitzen nicht gerne auf den Präsentierteller, wenn sie sich im Garten oder auf der Terrasse aufhalten. Vor allem nicht mit Gästen, bei emotionalen Auseinandersetzungen oder halbnackt im Badegewand. Einsehbare Terrassen locken neugierige Nachbarn an. Der eine oder andere ist vielleicht sogar mit einem Feldstecher ausgerüstet. Gaffen, Glotzen und „Spechteln“ ist menschlich. Keiner möchte dabei erwischt werden, aber fast jeder tut es mehr oder weniger verhohlen. In manchen Kulturen ist es sogar ganz normal, neben der Straße zu sitzen und die Passanten zu beobachten. Die Grenzen zwischen Schaulust und Fernsehsucht verlaufen fließend.

Wer ins Visier genommen wird, wittert Gefahr

Laut Lexikon für Psychologie und Pädagogik ist die Schaulust ein uraltes, energetisches Phänomen, das sich vor allem bei Unfällen, Katastrophen und Reality-Shows bemerkbar macht. Früher waren es diverse öffentliche Kämpfe, Hinrichtungen und Gemetzel, die Zuseher in Scharen anzogen. Die Beobachter betrachten die Szenen als Unterhaltung und reagieren entsprechend emotional: belustigt, neugierig, indiskret, mitleidlos – und nicht selten spöttisch oder schadenfroh. Die Opfer fühlen sich hilflos zur Schau gestellt, gequält und von feindseligen Schwingungen bedroht. Das Gefühl, anderen Menschen unfreiwillig zur Unterhaltung zu dienen, ist kein schöner Moment. Sogar Kinder und Tiere reagieren instinktiv mit Fluchttendenzen, wenn sie sich angestarrt fühlen. Etwas anderes ist es, wenn sich jemand freiwillig auf die Bühne stellt und ganz bewusst Aufmerksamkeit auf sich zieht. Aufmerksamkeit ist immer mit Energie verbunden. Die Frage ist nur, welche Qualität diese Energie hat.

Sichtschutz kann genehmigungspflichtig sein

Ein Aspekt, der oft vernachlässigt wird, ist, dass Zäune und Sichtschutzwände nicht ohne weiteres erlaubt sind, weil sie das Ortsbild und Straßenbild beeinflussen. Wer die regionale Rechtslage nicht genau kennt, sollte sich bei der Gemeinde informieren. Lichtdurchlässige Abgrenzungen wie Hecken und Glaszäune fügen sich eher ins Ortsbild als Zäune aus massiven Materialien, die wie Schutzwälle wirken. Da man großflächige Glaszäune relativ selten sieht, hier ein Link zu einem Anbieter: Sichtschutzsysteme aus Glas. Wo Licht und Luft durchgeht, fließt die Lebensenergie Chi besser als zwischen dunklen Mauern. Zäune und Sichtschutzwände aus natürlichen Materialien haben den Vorteil, dass sie nicht wie Fremdkörper aussehen und harmonisch verwittern. Wer mit dem Gesetz nicht in Konflikt geraten möchte, wählt einen mobilen Sonnenschutz, der zugleich als Sichtschutz fungiert. Da man sich hauptsächlich im Sommer im Freien aufhält, ist es sinnvoll, Sichtschutz, Windschutz und Sonnenschutz zu kombinieren. Glaswände haben im Sommer den Nachteil, dass sie nur dann einen Schatten bilden, wenn sie beschichtet sind. Hinter durchsichtigem Glas ist keine Abkühlung zu erwarten. Mit einem Treibhauseffekt ist jedoch nur dann zu rechnen, wenn es sich um einen weitgehend geschlossenen Raum handelt.

Opakglas ist durchscheinend, aber nicht durchsichtig. Foto: Sharon Mollerus / flickr CC BY 2.0
Opakglas ist durchscheinend, aber nicht durchsichtig. Foto: Sharon Mollerus / flickr CC BY 2.0

Die Vorteile von Sichtschutzwänden aus Glas

Platten aus Sicherheitsglas sind eine sehr elegante Lösung im Stadtraum, wenn wenig Platz vorhanden ist und jeder Lichtstrahl wertvoll ist. Man sieht sie daher meistens in der Innenstadt, neben Gastgärten, zur Abschirmung von Schwimmbädern, Kinderspielplätzen, sakralen und medizinischen Einrichtungen. Auch in engen Innenhöfen und kleinen Privatgärten können Glaszäune eine „erhellende“ Wirkung entfalten. Schrebergärten werden üblicherweise mit Lattenzäunen eingefriedet, vermutlich aus Kostengründen. Doch gerade hier wären undurchsichtige Glaswände ideal, um die Beschattung zu reduzieren. Durchsichtige Glaswände sind nicht ungefährlich, weil unachtsame Besucher dagegenlaufen können. Daher wird meistens beschichtetes oder strukturiertes Glas verwendet. Glas ist hygienisch, langlebig, wasserfest, hell und freundlich. Es kommt immer häufiger im modernen Wohnbau zum Einsatz, wenn private Balkone, Terrassen und Gartenparzellen abzutrennen sind. Wer ein größeres Grundstück hat, kann satinierte Glaswände benutzen, um eine Outdoor-Dusche oder eine Outdoor-Küche zu verstecken. Sicherheitsglas gilt zwar als kostenintensiv, aber wenn man es geschickt einsetzt und die Wartungsvorteile bedenkt, ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert.

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Johanna Fritz
Über Johanna Fritz 28 Artikel
Johanna ist freiberufliche Grafik-Designerin und Künstlerin. Sie berät das Team von Everyday Feng Shui bei der Website-Gestaltung und unterstützt bei redaktionellen Themen rund ums Wohnen und Einrichten. Johanna ist unser "Stil-Guru" und ihr erreicht sie unter j.fritz@everyday-feng-shui.de

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