Gesunder Schlaf: sieben Mythen über die Bedeutung der Nachtruhe

Über den gesunden Schlaf und seine Eckdaten hat jeder Mensch eigene Vorstellungen: über die Dauer, die Gestaltung des Raumes, die Art der Matratze, die Temperatur im Schlafzimmer und vieles mehr. Mit einigen dieser Sagen und Legenden räumen wir in diesem Artikel auf.

Vollmond
Wirkt sich der Vollmond auf den Schlaf aus?

Was ist gesunder Schlaf?

So leicht ist diese Frage nicht zu beantworten. Einige Menschen schlafen gerne bei offenem Fenster und mindestens acht Stunden pro Nacht. Andere bevorzugen geschlossene Räume und benötigen nur sechs Stunden. Trotzdem fühlen sich beide Personen aus unserem Beispiel gesund und sind auch schulmedizinisch keinen Risiken ausgesetzt. Was stimmt?

Die Antwort lautet: beides. Der Schlaf ist eine individuelle Sache, womit auch Schlafstörungen und der Schlafrhythmus höchst persönlicher Natur sind. Abhilfe schaffen passende Möbel – wie hochwertige Boxspringbetten bei Möbel-Eins. Reicht das nicht aus, räumen wir nun mit einigen allgemeinen Irrtümern über verbreitete Schlafmythen auf und hoffen, etwas Licht in Ihr Dunkel zu bringen.

Mythos 1: Geist und Körper ruhen bei Nacht

Wissenschaftlich bewiesen ist, dass gesunder Schlaf eine Phase der Erholung einläutet und dass die Qualität des Schlafes durch verschiedene Errungenschaften der Moderne negativ beeinflusst werden kann. Was hingegen nicht stimmt, ist, dass der Körper in den Standby-Modus herunterfährt und das Gehirn sich schlafen legt.

Das Gegenteil ist der Fall: Schlafforscher wissen inzwischen, dass Gehirn, Körper und damit der gesamte Organismus permanent im Einsatz sind – von der kurzen Phase vor dem Einschlafen über den Tiefschlaf bis zum Aufwachen. Im besonders aktiven REM-Schlaf sind wir so aktiv, dass wir mehr Energie verbrauchen als bei Tag. Ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs fällt auf die Nacht und da der Schlaf ungefähr ein Drittel des Tages beansprucht, bleibt die Aktivität fast konstant.

Mit anderen Worten: Erholt sind Sie am anderen Morgen – aber völlige Entspannung hat damit nichts zu tun. Zu verdanken haben Sie das angenehme Gefühl morgens nur der Tatsache, dass Ihr Geist aufräumt.

Mythos 2: früher einschlafen ist gesünder

Auch, wenn Sie Ihr neues Boxspringbett begeistert und Sie es kaum erwarten können, früh schlafen zu gehen: Es gibt kein Naturgesetz, das besagt, dass ein frühes Zubettgehen besser ist. Denn: Unsere biologische Uhr lebt nicht nach der chronologischen Uhr. Mitternacht ist zwar um exakt 0:00 Uhr, allerdings sprechen Schlafforscher auch von einer persönlichen Mitternacht. Die beginnt drei bis vier Stunden nach dem Einschlafen.

erholsamer Schlaf
Erholsamer Schlaf durch früheres Zubettgehen?


In dieser Zeit ist der Schlaf besonders erholsam, da die wichtigen Phasen des Tiefschlafs besonders häufig auftreten. Gehen Sie um 21:00 Uhr ins Bett, wäre diese individuelle Mitternacht um 1:00 Uhr – während Menschen, die sich erst um 1:00 Uhr ins Bett legen, diesen Zeitpunkt auf 5:00 Uhr morgens hinauszögern. Ob Sie also früh oder spät besser schlafen, müssen Sie selbst herausfinden, denn ein Patentrezept gibt es nicht.

Es kann allerdings sehr wohl helfen, den Schlafplatz zu entstören, um so die Qualität des Schlafes zu beeinflussen.

Mythos 3: der Vollmond verdirbt den Schlaf

Überall auf der Welt existieren alte Glaubenssätze, die behaupten, dass wir bei Vollmond keinen guten Schlaf finden können. Richtig ist: Der Mond hat allerlei Fähigkeiten, man denke dabei nur an die Gezeiten. In der Realität entbehrt diese Annahme jedoch jeglicher Grundlage. Einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Vollmond und Schlafstörungen gibt es nicht.

Es kann allerdings sein, dass der Schlafrhythmus durch das helle Licht eines Vollmondes gestört wird. Manche Menschen benötigen eine stockfinstere Umgebung, da ans Einschlafen sonst nicht zu denken ist. Hier wäre aber nicht direkt der Mond „schuldig“, sondern nur dessen Licht. Es reicht aus, das Schlafzimmer entsprechend zu verdunkeln, um diese Probleme aus der Welt zu schaffen.

Mythos 4: Fernseher, Tablet, Handy & Co. als Einschlafhilfe

Richtig ist, dass das Gemurmel einer Sendung im Fernsehen oder auch von Inhalten bei YouTube und anderen Plattformen einen schlaffördernden Effekt haben kann. Ähnlich verhält es sich bei Kindern, die teilweise in lauten, von Erschütterungen geplagten Zügen sehr gut schlafen können. Allerdings sollten Sie dennoch auf diese Geräte als Einschlafhilfen verzichten – vor allem, wenn Sie ohnehin zu wenig Schlaf bekommen.

Denn: Der bewusstlose Zustand des Schlafes bedeutet nicht, dass unsere Sinnesorgane schlafen. Unsere Ohren hören, die Nase riecht, die Augen nehmen – gedämpft durch die Augenlider – Lichtimpulse wahr. Alles, was „draußen“ passiert, erreicht uns auch im Schlaf. Die stark wechselnden Lautstärken in TV-Programmen und die sich verändernden Lichtstärken und Farben werden Ihr Gehirn im Schlaf beeinflussen.

Eine gute Idee sind Geräte, die sich automatisch nach einer gewissen Zeit der Inaktivität ausschalten, um den Schlaf auf Ihrem Boxspringbett nicht zu stören.

Mythos 5: wer alt wird, schläft weniger

Zu den verbreiteten Schlafmythen gehört die Annahme, dass Menschen ab einem gewissen Alter weniger schlafen. Auch dies stimmt nicht in hohem Ausmaß: Zwar sind tatsächlich Senioren häufig Frühaufsteher, aber das hat nichts mit einem geringeren Schlafbedürfnis zu tun. Erstens schläft diese Personengruppe häufig tagsüber ein Stündchen oder auch zwei. Daher reduziert sich auch die Schlafdauer bei Nacht.

Nachtischlampe
Schlafen wir im Alter weniger?


Zweitens lassen die körperlichen Kräfte im Alter nach, was weniger Aktivität bedeutet – der Bedarf nach Ruhe sinkt also. Am Ende kommen ältere Menschen laut einer Studie zwar auf ungefähr eine Stunde weniger Schlaf pro Nacht – so drastisch wie häufig dargestellt ist diese Zahl jedoch nicht.

Mythos 6: Mittagsschlaf senkt die Produktivität

Wer schläft, arbeitet nicht – und verschenkt somit wertvolle Zeit. Das stimmt laut einer Studie aber nicht: Die NASA hat ermittelt, dass ein maximal halbstündiger Mittagsschlaf die Leistungsbereitschaft eines Menschen um bis zu 16 % erhöhen kann.

Es kommt allerdings stark darauf an, wie strikt diese Zeitvorgabe eingehalten wird. Wer länger schläft, in den Tiefschlaf hinabsinkt, dann beginnt zu schnarchen und zwei Stunden später aufwacht, wird schlaftrunken sein und erst eine Weile brauchen, bis die volle Leistungsfähigkeit wiederhergestellt ist. Sich mittags hinzulegen, ist also durchaus in Ordnung – wenn man es nicht übertreibt.

Mythos 7: Alkohol als Schlafförderer

Richtig ist: Alkohol kann das Einschlafen beschleunigen, sei es durch physiologische oder psychologische Effekte. Wer also abends ein Glas Rotwein oder ein Bier trinkt, kann danach wahrscheinlich(!) besser einschlafen. Allerdings steht Alkohol in keinem Zusammenhang mit einem guten Schlaf. Das Gegenteil ist normalerweise der Fall.

Sie werden das von Nächten kennen, in denen Sie zu tief ins Glas geschaut haben: Sie wachen früh wieder auf und fühlen sich miserabel. Je höher die Alkoholmenge, desto stärker beeinflusst sie das gesunde Durchschlafen. Sie schlafen schneller ein, bezahlen dafür aber einen teuren Preis. Da zusätzlich, langfristig, die Gefahr des Alkoholismus droht, raten wir dringend vom Spirituosengenuss vor dem Schlafengehen ab.

Fazit: Schlaf ist individuell

Haben Sie unsere sieben widerlegten Mythen aufmerksam durchgelesen, werden sie festgestellt haben, dass sie alle von verallgemeinernden Aussagen ausgehen. Dabei ist der Schlaf eine sehr persönliche Sache, die sie nicht mit einer alten, oft falschen Weisheit vom Tisch wischen können.

Wir raten Ihnen daher:

• Schaffen Sie sich eine erholsame Umgebung für den Schlaf,
• vertrauen Sie Ihrer inneren Uhr,
• und legen Sie sich in ein modernes Bett für maximale Erholung.

Halten Sie sich an diese Ratschläge, sollte einem erholsamen Schlaf in jedem Alter nichts im Wege stehen.

Quellen:
https://www.meine-gesundheit.de/ratgeber/schlaf/irrtuemer-schlaf
https://readersdigest.de/at/schlaf/item/10-mythen-ueber-schlaf
https://www.minimed.at/medizinische-themen/psyche/schlafen-mythen

Beitrag teilen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*