Gut Schlafen in perfekt abgestimmten Bettanlagen

Eine Schlafstatt besteht nicht aus einem Bett allein, sondern aus mehreren Komponenten. Auch die Extras und das ganze Drumherum beeinflussen die Schlafqualität.

Hygienisch problematisch: Katzenhaare im Bett, Foto: Kārlis Dambrāns / flickr CC BY 2.0
Hygienisch problematisch: Katzenhaare im Bett, Foto: Kārlis Dambrāns / flickr CC BY 2.0

Sorgfältige Planung erforderlich

Man kann Betten natürlich auch einzeln kaufen und alle Komponenten selbst zusammenstellen. Meistens werden Bettanlagen als 3-teilige Sets angeboten, bestehend aus einem Doppelbett und zwei Nachtkästchen. Bei der Planung ist darauf zu achten, dass alle Teile zusammenpassen. Bei unüblichen Breiten und Längen muss man damit rechnen, dass man beim Zubehör wenig Auswahl hat oder Sonderanfertigungen benötigt. Ein rundes Designerbett mag zwar toll aussehen und es gibt auch runde Matratzen im Handel, aber vielleicht nicht in der gewünschten Qualität. Für die Planung kommen Innenarchitekten, Möbeldesigner, Schreiner, Fengshui-Berater und Einkaufsberater in Frage.

Woraus besteht ein Bett?

In der Regel besteht ein Bett aus einem Bettgestell, einem Lattenrost und einer Matratze. Wenn es sich um ein Futonbett handelt, kann die Matratze auch auf einem Holzbrett liegen oder auf einem niedrigen Lattenrost. Ein Bett muss also nicht unbedingt einen Rahmen besitzen, aber damit die Matratze auf der Unterseite Luft bekommt, sollte eine Unterkonstruktion vorhanden sein. Wenn die Matratze direkt auf dem Boden liegt, kann sie muffig oder sogar schimmelig werden. Es sei denn, man rollt den Futon in der Früh zusammen und verwahrt ihn an einem gut belüfteten Ort. Minimalisten begnügen sich mit relativ dünnen Matten statt Matratzen und schwören darauf, dass man auf harten Unterlagen wesentlich besser schläft als auf weichen Schaumstoffmatratzen. Von Schlafmatten aus Kunststoffen ist jedenfalls abzuraten. Sie sind für Übernachtungen im Freien konzipiert und nicht für den häuslichen Einsatz gedacht. Japanische Reisstrohmatten bestehen aus gepresstem Reisstroh und einer Einfassung aus Igusa-Gras. Die so genannten Tatamimatten dürfen direkt auf dem Boden liegen und können mit einem Futon ergänzt werden.

Was gehört zum Bett dazu?

Außer dem Gestell beziehungsweise dem Rahmen oder der Unterlage, der Matratze (oder dem Futon), besitzen viele Betten die folgenden Komponenten:

  • Ein Kopfteil, Betthaupt oder eine sonstige Vorrichtung zum Anlehnen, um im Bett nicht nur liegen, sondern auch bequem sitzen zu können. Diese Lehne kann auch aus einem Wandteppich, einer Nackenrolle oder aus mehreren flexiblen Kissen bestehen.
  • Einen Lattenrost, den es in verschiedensten – oft verstellbaren – Ausführungen gibt. Im einfachsten Fall werden die Latten mit Schnüren oder Textilbändern zusammengehalten und sind daher rollbar.
  • Einen Matratzenschoner (auch Matratzentopper genannt), möglichst aus waschbaren Naturmaterialien.
  • Ein Unterbett, das den Körper wie eine Decke von unten wärmt. Dies ist besonders ratsam für Menschen, die auch im Winter bei offenem Fenster schlafen möchten. Ideal sind Matratzen-Auflagen in Bioqualität. 
  • Eine Fußbank oder Bett-Truhe, die als Kleiderablage oder Sitzfläche fungiert.
  • Eine oder mehrere Bettladen unter dem Lattenrost, auf Rollen oder wie Schubladen konstruiert. Sie dienen als Stauraum für die Bettwäsche.
  • Einen Betthimmel oder eine Vorrichtung zum Anbringen von Vorhängen oder Insektennetzen.
  • Nachtkästchen oder sonstige Ablagen für Wecker, Wasserglas, Telefon und so weiter.
  • Eine Beleuchtung, die idealerweise dimmbar ist und auch Lesen oder Schreiben im Bett erlaubt.
  • Bettwäsche, bestehend aus Laken, Decken und Kissen.
  • Eine Tagesdecke zum Abdecken der Bettwäsche.
  • Bettvorleger, um beim Aufstehen keine kalten Füße zu bekommen.
  • Einen Kleiderdiener oder eine andere Vorrichtung zum Aufhängen von Hausmänteln und so weiter.
  • Kuschelige Plaids, um es auch im Sitzen gemütlich zu haben.
Auch die Schlafhaltung spielt eine Rolle. Foto: The Sleep Judge / flickr CC BY 2.0
Auch die Schlafhaltung spielt eine Rolle. Foto: The Sleep Judge / flickr CC BY 2.0

Betthöhe und Hygiene

Während ältere und korpulente Menschen eine Höhe von 45 bis 50 Zentimetern bevorzugen, damit sie wie von einem Sitz aufstehen können, sind Kinder in niedrigen Betten sicherer aufgehoben. Schlanke Teenager und junge Menschen schlafen oft gerne in Bodennähe oder auf Sofahöhe. Wenn man Bettladen unterbringen möchte, ergibt sich automatisch eine höhere Liegefläche. Je niedriger die Betthöhe, umso sauberer muss der Fußboden sein. Generell sind Konstruktionen zu vermeiden, die schmutzanfällig oder schwer zu reinigen sind. Je komplizierter eine Bettstatt aufgebaut ist, umso mehr Spalten und Ritzen sind meistens vorhanden, wo sich Schmutz ansammeln kann.

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Johanna Fritz
Über Johanna Fritz 29 Artikel
Johanna ist freiberufliche Grafik-Designerin und Künstlerin. Sie berät das Team von Everyday Feng Shui bei der Website-Gestaltung und unterstützt bei redaktionellen Themen rund ums Wohnen und Einrichten. Johanna ist unser "Stil-Guru" und ihr erreicht sie unter j.fritz@everyday-feng-shui.de

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