Herzinfarkt zu Weihnachten? – Feiertagsstress vermeiden: So geht es!

Der Gedanke an das bevorstehende Weihnachtsfest löst bei manchen Menschen kaum positive, sondern vor allen Dingen unangenehme Gefühle angesichts des befürchteten Stresses aus. Dass die Mischung aus weihnachtlichem Termindruck und familiären Spannungen nicht selten ernste Folgen hat, legen Zahlen einer Krankenkasse nahe. Demnach werden am 24. und am 25. Dezember besonders viele Menschen mit Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert.

Musik als Stress-Killer: Musik ist gut für das Herz, da sie Blutdruck und Herzfrequenz senkt
Musik als Stress-Killer: Musik ist gut für das Herz, da sie Blutdruck und Herzfrequenz senkt
(Foto: Jinx McCombs)

 

Strategien gegen den Festtagsstress

Die Hamburger DAK wertete ihre Zahlen aus den Jahren 2009 bis 2012 aus und stellte fest, dass es regelmäßig zu Weihnachten deutlich mehr Herzinfarkt-Einweisungen gab als an den übrigen Tagen im Jahr. Waren es im Durchschnitt jeden Tag 30 DAK-Patienten, die mit Herzinfarkt in die Klinik eingewiesen wurden, so lag die Zahl der Einweisungen an Heiligabend sowie am ersten Weihnachtsfeiertag jeweils bei 40. Die Krankenkasse empfiehlt daher vorbeugende Strategien gegen den Weihnachtsstress. So sollte die ganze Familie in die Vorbereitungen der Festtage einbezogen und Perfektionismus nach Möglichkeit abgestellt werden. Generell schütze am besten eine gesunde Ernährung, ausreichende und regelmäßige Bewegung sowie der Verzicht auf Genussmittel vor einem Herzinfarkt.

Musik für Herz und Kreislauf

Auch Musik ist gut fürs Herz. Sie wirkt offenbar dämpfend auf Blutdruck und Herzfrequenz. Das ergaben Messungen an der Universitätsklinik in Herne. Bei Studienteilnehmern, die einem Orchesterstück von Johann Sebastian Bach lauschten, sanken Herzfrequenz und Blutdruck. Einen fallenden Blutdruck bei Musikgenuss registrierten auch Wissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum. Die Teilnehmer der dortigen Studie hörten allerdings keine klassische Musik, sondern Heavy Metal. Üblicherweise empfehlen Experten Werke von Händel oder Mozart für einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System.

Mozart für den Kopf

Porträt von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Porträt von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Ins Wanken gerät dagegen die These vom positiven Einfluss klassischer Musik auf die Intelligenz. Der sogenannte Mozart-Effekt existiert laut einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung der Harvard Graduate School of Education gar nicht.

Psychologen hatten 1993 festgestellt, dass Studenten nach dem Hören eines Mozartstücks viel bessere Ergebnisse beim Intelligenztest erzielten als eine Kontrollgruppe. Die Kunde von der Intelligenz steigernden Wirkung klassischer Musik erreichte in der Folge vor allen Dingen werdende und junge Eltern, die dem (ungeborenen) Nachwuchs fortan regelmäßig Mozarts Musik vorspielten. Das hatte womöglich keine Wirkung auf die Intelligenz der beschallten Kinder. Dümmer geworden sind sie allerdings durch den musikalischen Genuss wahrscheinlich auch nicht. Wer also in Vorbereitung der Weihnachtstage klassische Musik hört, schont auf jeden Fall sein Herz – und kann sich vom Druck befreit fühlen, durch das Lauschen klüger werden zu müssen.

Quellen:

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