Macht Serotonin glücklich und wie lässt es sich erhöhen?

Natürlich ist die geistige Einstellung entscheidend, ob wir uns glücklich oder unglücklich fühlen. Aber es gibt auch bestimmte Lebensmittel, die das Wohlbefinden und die Serotoninbildung fördern.

Foto: Doreen Fiedler / flickr CC BY 2.0
Foto: Doreen Fiedler / flickr CC BY 2.0

Was uns runter zieht

Stressige und fordernde Lebensphasen wie die Coronakrise, Umweltkatastrophen, bedrückende Ereignisse, existentielle Sorgen oder strittige Ehescheidungen kosten sehr viel Energie. Negative Gefühle wie Frust, Angst, Ohnmacht, Depressionen, Wut und Verzweiflung sind hier vorprogrammiert. Im Winter kann Lichtmangel eine Ursache für Verstimmungen sein. Und auch an den Tagen vor den „Tagen“ fühlen sich viele Frauen nicht in Beststimmung. Nicht zuletzt werden die meisten Menschen grantig, wenn sie hungrig oder müde sind oder andere Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden. Neben diesen äußeren Faktoren hängt Glück hauptsächlich von unseren geistigen Einstellungen ab. Daher kommt es, dass Menschen in ärmeren Regionen oft glücklicher wirken als Großstadtmenschen.

Welche Rolle spielt Serotonin?

Dieser so genannte „Glücksbotenstoff“ ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt, aber noch nicht vollständig erforscht. Er wird vor allem im Darm gebildet und dort aufgenommen, um im Gehirn die Rolle eines Neurotransmitters zu übernehmen.

Die zweite Aufgabe ist die eines Hormons. Serotonin wird daher auch „Glückshormon“ genannt. Es ist besonders wichtig bei Depressionen und Angstzuständen, für Schmerzpatienten und bei Schlaflosigkeit. Mehr über diesen natürlichen Stimmungsmacher könnt ihr hier nachlesen: Das Glückshormon im Überblick

Mit Produkten, die die Serotoninbildung fördern, lässt sich nicht jede psychische Ursache beseitigen, aber man kann damit zumindest einem Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen oder Enzymen entgegenwirken.

Lebensmittel, die Glück versprechen

Sauer macht lustig, lautet ein Sprichwort. Wer sich belohnen oder beruhigen möchte, greift jedoch eher nicht zu Essiggurken, sondern lieber zu Kakao, Schokolade, Nüssen oder süßem Obst wie Beeren, Kirschen, Trauben, Bananen oder Orangen. Eine schöne Blog-Seite zum Thema „Happy Food“ findet ihr hier: HappyFoodLove

Wer gezielt nach Nahrungsmitteln mit hohem Glücksfaktor suchen möchte, gibt den Begriff „Tryptophan“ in eine Suchmaschine ein. Tryptophan ist eine Aminosäure, die zur Bildung von Serotonin beiträgt. Bei nährstoffarmer Ernährung wird eine Komplementierung mit Magnesium, Eisen, Omega 3 Fettsäuren, Vitamin D und Vitamin B6 empfohlen. Die gezielte Erhöhung des Serotoninspiegels ist jedoch nicht völlig unbedenklich, weil ungünstige Wechselwirkungen  mit Medikamenten oder eine Überdosierung möglich sind.

Andere natürliche Glücksquellen

Neben dem Serotonin tragen viele weitere Faktoren zu unseren Glücksgefühlen bei. Serotonin erhöhen – so geht es!

  • Licht und direkte Sonneneinstrahlung: Menschen die beruflich bedingt die meiste Zeit des Tages in Innenräumen verbringen, sind besonders gefährdet. Der Arbeitsplatz sollte möglichst hell sein, aber hinter der Fensterscheibe wird kein Vitamin D gebildet. Daher empfiehlt es sich, die Mittagspause im Freien zu verbringen und nicht in der Teeküche oder in einem Lokal.
  • Frische Luft: Saubere Luft ist leider Mangelware in Großstädten. Vielleicht befindet sich ein Park oder ein Wäldchen in Reichweite?
  • Ruhe, Entspannung und ausreichend Schlaf: Wenn wir uns überfordert oder gerädert fühlen, ist uns selten zum Lachen zumute. Ein kleines Mittagsschläfchen oder ein Powernappig zwischendurch kann das Wohlbefinden deutlich anheben.
  • Spielerische Bewegung: Den eigenen Körper zu spüren macht am meisten Freude, wenn wir uns ohne Leistungsdruck bewegen und nichts weh tut.
  • Positives Denken: Damit ist keine Schönfärberei gemeint, sondern die Fähigkeit, die positiven Aspekte zu sehen, Chancen zu erkennen und Probleme konstruktiv anzugehen.
  • Schöne Erlebnisse: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Jeder kann selbst entscheiden, womit er sich beschäftigen möchte und was er wahrnehmen möchte. Menschen mit hellem Gemüt fühlen sich eher zu lichtvollen Objekten hingezogen, während Menschen mit finsterem Gemüt überall etwas zu bemängeln finden.
  • Befriedigende soziale Kontakte: Glück ist ansteckend und überträgt sich nicht nur zwischenmenschlich, sondern auch auf Pflanzen und Tiere!
  • Freiheit und Selbstbestimmung: Menschen, die die Verantwortung für ihr Leben in die Hand nehmen und sich ihrer Schöpferkraft bewusst sind, sind wahrscheinlich glücklicher als Menschen, die sich ständig als machtlose Opfer betrachten.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Behandlung oder Beratung.

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Johanna Fritz
Über Johanna Fritz 29 Artikel
Johanna ist freiberufliche Grafik-Designerin und Künstlerin. Sie berät das Team von Everyday Feng Shui bei der Website-Gestaltung und unterstützt bei redaktionellen Themen rund ums Wohnen und Einrichten. Johanna ist unser "Stil-Guru" und ihr erreicht sie unter j.fritz@everyday-feng-shui.de

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