Muskelkater: Ein Alarmsignal!

Körperliche Überlastungen sind weder rühmlich noch heldenhaft, sondern schädlich für die Gesundheit. Sie führen zu keinem Muskelaufbau, sondern zu einer entzündlichen Muskel-Erkältung.

Foto: Stuart Grout / flickr CC BY 2.0
Foto: Stuart Grout / flickr CC BY 2.0

Grippale Infekte und Muskelkater haben viel gemeinsam

Die Bezeichnung „Kater“ hat nichts mit Katzen zu tun, sondern kommt von „Katarrh“. Ein Katarrh ist so etwas ähnliches wie das, was wir „Erkältung“ oder „Bronchitis“ nennen – nämlich eine Entzündung der Atemwege mit übermäßigen Schleimabsonderungen. Bei einem grippalem Infekt kommt es häufig zu Muskel- und Gelenkschmerzen – auch wenn wir körperlich gar nicht sonderlich aktiv waren. Die Regenerationszeiten bei Muskelkater und Bronchitis dauern ähnlich lang, nämlich mehrere Tage. Die Nase und die Nebenhöhlen sind verstopft. Der Kopf brummt. Der Hals ist entzündet. Man fühlt sich schwach, fiebrig und leicht schwindlig. Jede körperliche Anstrengung tut weh. Der Körper ist nicht leistungsfähig, sondern verlangt eine Auszeit oder zumindest Schonung.

Schwächung des Immunsystems durch „Auspowern“

Wer sich beim Sport verausgabt, mobilisiert seine letzten Kraftreserven und ist danach völlig ausgelaugt. Dass es energetisch nicht sinnvoll ist, den Energie-Tank bis auf den Boden zu leeren, liegt auf der Hand. Wer kräftemäßig an sein absolutes Limit geht, spielt mit der Gefahr von Krankheiten oder sogar mit dem Tod. Das Gefühl, ein Held zu sein, weicht dem Gefühl, ums Überleben röcheln zu müssen. Wo vorher Körperbeherrschung war, fühlt sich der Held nun wie ein Häufchen Elend, das nichts mehr im Griff hat. Im geschwächten Zustand liegt das Immunsystem am Sand und wenn in dieser Phase kein geschützter Rückzug möglich ist, sind Erkrankungen sehr wahrscheinlich. Statt mehr Fitness erlebt man einen krassen Leistungsabfall und ist für eine Weile außer Gefecht gesetzt oder man erleidet sogar einen Kollaps. Es ist generell nicht gesund, sich zu verausgaben, weil kein Mensch stärker wird, indem er sich häufig zur Erschöpfung treibt und seine Lebensenergie verpulvert.

Was passiert beim Muskelkater?

Leider machen sich die Schmerzen nicht sofort bemerkbar, sondern erst Stunden später. Sie entstehen, wenn man Muskelpartien überansprucht, die nicht aufgewärmt oder nicht trainiert sind. Die überforderten Muskeln werden im mikroskopischen Bereich des Bindegewebes traumatisch verletzt. Es entstehen kleine Risse, die zu Entzündungen führen. Es bilden sich Ödeme (Wasseransammlungen), die den Muskel anschwellen lassen. Muskelkater ist nicht akut gefährlich, aber schädlich und kontraproduktiv, wenn man Muskeln aufbauen möchte. Er zwingt den Körper zu längeren Pausen und schwächt ihn für eine geraume Zeit. Wird der Schmerz ignoriert und weiter hart trainiert, kann es zu ernsten Verletzungen kommen. Sollte der Schmerz länger als eine Woche andauern, besteht der Verdacht, dass ein Muskel gezerrt oder gerissen ist.

Was kann man tun, um ernsthafte Schäden abzuwenden?

Es ist nicht sinnvoll, die Muskeln weiter zu beanspruchen, zu dehnen oder zu massieren, wenn sie bereits überspannt worden sind. Es ist nun vor allem Ruhe angesagt, damit die Verletzungen heilen können. Außerdem:

  • Wärme zuführen von innen und von außen (warme Bäder, heiße Tees)
  • Leichte und fließende Bewegungen
  • Viel trinken
  • Ernährung ähnlich wie bei bronchialem Katarrh und anderen Entzündungen: Viel Vitamin C, Mineralstoffe und Enzyme. Auch Rote Bete, Kurkuma, Ingwer, Chili, Kirschen und dunkle Beeren sollen helfen.
  • Vorsichtig sein bei Tätigkeiten, die das Anspannen von Muskeln verlangen. Es kann nun leicht passieren, dass man etwas fallen lässt, stolpert oder von einer Leiter stürzt, weil die Muskeln nicht wie gewohnt funktionieren. Auch das Reaktionsvermögen ist eingeschränkt.
  • Zusätzliche Schwächungen vermeiden. Ausreichend schlafen und essen und alles etwas langsamer angehen.
  • 2 bis 7 Tage Regenerationszeit einplanen und neuerliche Belastungen unterlassen.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Elegante und geschmeidige Bewegungen (leicht und fließend)
  • Schwere Arbeiten oder Sportarten nicht ohne Aufwärmübungen angehen
  • Bei den ersten Anzeichen von Erschöpfung Pausen einlegen
  • Kraftmäßig nie an die Grenzen gehen, sondern Reserven behalten
  • Immer in Maßen trainieren und an keinen Wettkämpfen teilnehmen
  • Muskelschmerzen als Warnsignal verstehen und daraus lernen. Wenn einige Stunden nach dem Sport jede Bewegung weh tut, dann war es eindeutig zu viel.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Geomantie.Netzwerk Graz + Umgebung

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