Nachhaltig Wäsche waschen: Wo und Wie?

Innovative Tipps für bessere Waschergebnisse, maximale Effizienz und mehr Nachhaltigkeit beim Wäschewaschen.

Mit einer digitalen Steuerung ist Waschen kinderleicht. Foto: Graniers / flickr CC BY 2.0
Mit einer digitalen Steuerung ist Waschen kinderleicht. Foto: Graniers / flickr CC BY 2.0

Wo?

1) In der Wohnung mit der eigenen Maschine

Der Vorteil: Die Waschmaschine steht immer zur Verfügung.

Der Nachteil: Diese Lösung ist ästhetisch unbefriedigend, wenn kein eigener Raum für die Wäsche vorhanden ist. Waschmaschinen gehören nicht zu den Haushaltsgeräten, die optisch viel hermachen. Außerdem steht die Maschine die meiste Zeit leer, was nicht wirtschaftlich ist.

2) In der privaten Waschküche im Keller

Diese Option für vor allem für Großfamilien, Wohngemeinschaften und Mehrgenerationenhäuser interessant.  

Der Vorteil: Die Bäder und Küchen bleiben frei von ungemütlichen Waschmaschinen.

Der Nachteil: Weitere Wege, auch wenn Wäscheabwürfe vorhanden sind.

Bei dieser und den nachfolgenden Varianten lässt sich der Zeitaufwand reduzieren, indem man digitale Steuerelemente einsetzt statt altmodischer Münzzähler. Die Geräte von we-wash.com beispielsweise sind mit allen alten Maschinen kompatibel. Man muss nicht jedes Mal in den Keller gehen, um zu sehen, ob eine Maschine frei ist oder ein Programm bereits abgeschlossen ist.

3) Gemeinschafts-Waschküchen in Mehrparteien-Häusern, Ferienhäusern und Hotels

Der Vorteil: Mieter und Studenten können sich oft keine eigene Waschmaschine anschaffen, weil kein Platz dafür vorhanden ist oder weil die entsprechenden Anschlüsse fehlen oder weil sich die Investition nicht auszahlt.

Der Nachteil: Lange Wege, Zeiteinteilung und Aufwand bei der Abrechnung.

Wie bereits unter 2) erwähnt, lässt sich der Mehraufwand minimieren, indem digitale Steuerungen zum Einsatz kommen.

4) Betriebliche Wäschereien

Viele Betriebe, in denen täglich frische Wäsche benötigt wird, besitzen hauseigene Wäschereien. Dazu gehören zum Beispiel Hotels, Krankenhäuser, Pflegeheime und Apotheken. Auch hier sorgen intelligente Systeme für optimale Waschergebnisse. Anbieter wie Klasse Wäsche haben ausgefeilte Steuerungen im Programm, die fast alles automatisch erledigen.

5) Öffentliche Waschsalons

Sie sind fast völlig aus dem Stadtbild verschwunden, aber es gibt sie noch. Wer das Glück hat, einen in der Nähe zu haben, sollte sich das soziale Wasch-Erlebnis nicht entgehen lassen. Echte Kult-Waschstätten sind zum Beispiel der Salon von Freddy Leck und der Waschsalon 115 in Berlin, die sogar mit Bewirtungen aufwarten.

Die Vorteile: Man kann auch große Teile wie Bettdecken waschen und man befindet sich in entspannter Gesellschaft, während man auf die Wäsche wartet. Außerdem sind auch große Trockner vorhanden, die durch den Dauerbetrieb wirtschaftlicher arbeiten als private Geräte.  

Die Nachteile: Zur Wartezeit kommen noch die Wegzeiten hinzu. Wenn man den Abhol- und Lieferservice in Anspruch nimmt, wird es teuer.

Waschsalons sind eher was für Rentner und Urlauber. Foto: CHRIS CANDID / flickr CC BY 2.0
Waschsalons sind eher was für Rentner und Urlauber. Foto: CHRIS CANDID / flickr CC BY 2.0

Wie?

Stromsparen ist nicht alles

Bei Diskussionen über Waschmaschinen steht das Stromsparen oft zu sehr im Vordergrund. Wichtiger sollte es sein, dass die Wäsche möglichst schonend behandelt wird und dass sie gründlich sauber wird. Denn wer kennt das nicht? Bei jedem neuen Kleidungsstück fragt man sich, wie es wohl nach der ersten Wäsche aussehen wird. Nicht selten sind teure Textilien nur so lange schön und wie neu, solange sie nicht gewaschen wurden. Nichts macht Textilien so schnell kaputt wie zu häufiges Wäschewaschen. Es macht daher keinen Sinn, ein paar Cent bei der Programmwahl zu sparen, wenn man in viel zu kurzen Abständen neue Textilien kaufen muss.

Die korrekte Vorgangsweise

  1. Die Wäsche nach Temperatur und Farben sortieren.
  2. Auffällige Flecken vorbehandeln mit speziellen Fleckmitteln.
  3. Waschtrommel nicht überfüllen. Die Größe der Trommel sollte auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt sein. In Kleinhaushalten dauert es zu lange, bis eine 8-Kilo-Trommel voll ist. Je größer die Trommel ist, umso mehr ist man versucht, sie irgendwie voll zu bekommen mit Textilien, die unterschiedliche Anforderungen haben. Je mehr Programme die Maschine hat, desto mehr kann man theoretisch sortieren. Aber wer macht das schon?
  4. Waschmittel nicht nach Gefühl, sondern genau nach den Herstellerangaben dosieren. Wenn die Trommel weniger oder mehr als fünf Kilogramm Wäsche fasst, muss man nachrechnen. Auch die Härte des Wassers ist zu berücksichtigen.
  5. Obwohl handelsübliche Waschmittel meistens einen Entkalker enthalten, sollten man die Maschine mindestens zweimal im Jahr entkalken. Bei der Verwendung von selbst fabrizierten Waschmitteln bitte öfter!
  6. Das richtige Programm wählen. Kurze Programme waschen selten sauber. Sparprogramme dauern länger und waschen die Wäsche gründlicher.
  7. Bei niedrigen Temperaturen werden Keime und Gerüche nicht beseitigt. Hygieneartikel wie Unterwäsche, Handtücher, Bettwäsche, Socken, Windeln und Putzlappen sollte man möglichst auskochen. Das setzt voraus, dass sie aus einem kochfesten Material bestehen. Auch in der Maschine selbst sammeln sich Bakterien an. Bei 30 bis 40 Grad werden so gut wie keine Bakterien abgetötet. Bei 60 Grad sind es deutlich mehr, aber die Textilien bleiben kontaminiert, wenn keine Bleichmittel verwendet werden. Bleichmittel wirken bereits bei niedrigen Temperaturen antibakteriell – ausgenommen bei Candida und dem Schimmelpilz Aspergillus. Wer jedoch möchte seine farbigen Textilien ausbleichen? Saubere Wäsche beginnt bereits beim Einkauf! Bettwäsche, Geschirrtücher, Socken und Unterwäsche, die nur mit 30 Grad gewaschen werden dürfen, sind nicht hygienisch. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn jemand krank ist oder zum Beispiel an Fußpilz leidet.

Weitere Tipps zum Thema gibt es auf dieser Seite: Richtig Wäsche waschen & muffige Wäsche vermeiden

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