Natürlich schlafen in gesunden Massivholz-Betten

Es geht nichts über ein massives Holzbett, möglichst ohne Nägel und Schrauben. Unsere heimischen Holzarten erlauben eine große Vielfalt an Designs und Ausführungen.

Schweres Holzbett aus dicken Balken, Foto: melalouise / flickr CC BY 2.0
Schweres Holzbett aus dicken Balken, Foto: melalouise / flickr CC BY 2.0

Wie man sich bettet, so liegt man

Ein guter Schlaf hat viel mit Vertrauen und Entspannung zu tun. Daher betonen Feng-Shui-Berater immer wieder, dass man sich einen Schlafplatz suchen oder kreieren sollte, der ein Maximum an Sicherheit und Geborgenheit bietet. Alle Türöffnungen sollten im Blickfeld liegen und nicht hinter dem Betthaupt oder neben dem Kopf. Man sollte allerdings auch nicht direkt „mit der Tür ins Bett fallen“, falls jemand überraschend das Schlafzimmer betritt. Eine ruhige Aussicht mit Blick ins Grüne ist ein angenehmer Wohlfühlfaktor beim Einschlafen und Aufwachen. Die Farbe Grün wirkt bekanntlich beruhigend und fördert einen sanften Übergang vom Schlaf- zum Wachzustand.

Massives Holz ist das beste Material für Bettgestelle

Holz ist generell das angenehmste Material für den Innenausbau. Er fühlt sich deutlich besser an als Glas, Metall oder Kunststoff. Es hat eine lebendige Oberfläche und lässt sich leicht bearbeiten. Bei so genanntem Vollholz (auch Leimholz genannt) ist zu beachten, dass ebenflächige Holzplatten immer aus Streifen zusammengeleimt sind und daher einen geringen Leimanteil enthalten. Ganz ohne Klebstoff geht es nicht. Holz, das für Betten verwendet wird, sollte daher schadstoffgeprüft sein. Geölte Oberflächen sind empfehlenswerter als Platten mit Lackierungen und Beschichtungen. Eine große Vielfalt an Holzbetten mit verschiedenen Materialien und Holzarten findet man zum Beispiel auf dieser Seite: Massivholzbetten bei Allnatura

Helles Nadelholzbett, Foto: Michael Pollak / flickr CC BY 2.0
Helles Nadelholzbett, Foto: Michael Pollak / flickr CC BY 2.0

Holzarten für Holzbetten

Buche: Das helle Buchenholz hat eine ruhige und unauffällige Maserung. Es ist deutlich härter als Nadelholz. Astansätze und dunkle Stellen sind eher selten zu sehen.

Kernbuche: Die Oberfläche von Kernbuchenholz ist lebhafter, dunkler und rustikaler als bei gewöhnlichem Buchenholz. Dieses Holz stammt in der Regel von wilden Buchen, die mindestens 140 Jahre alt sind. Es hat eine rötliche Farbe.

Kirschbaum: Kirschholz wird von Vogelkirschen oder Süßkirschbäumen gewonnen. Es besitzt eine rötliche Farbe, hat eine warme Ausstrahlung und wirkt sehr edel. Nachteil: Das seltene Holz ist hochpreisig und steht gerne im Mittelpunkt. Mehr über das Kirschholz und seine Eigenschaften findet ihr hier.

Eiche: Eichenholz kann heller oder dunkler sein, ruhig oder lebhaft sortiert. Daher findet man von Eichenhölzern meistens eine ganze Reihe von verschiedenen Musterungen. Es handelt sich um ein sehr hartes Material mit gediegener Anmutung.

Wildeiche: Möbel und auch Fußböden aus uriger Asteiche liegen stark im Trend. Risse und Spalten sind bei dieser Holzart keine Fehler, sondern gehören unbedingt dazu. Im Grunde handelt es sich um gewöhnliches Eichenholz, das wegen starken Unregelmäßigkeiten aussortiert wurde. Es stammt von Bäumen, die besonders viele Äste besitzen oder eine ausdrucksstarke Wuchsform aufweisen.

Fichte und Tanne: Diese beiden Holzarten unterscheiden sich optisch kaum. Das relativ weiche Nadelholz ist kostengünstig und hat eine astige Struktur. Betten aus Fichtenholz haben ein geringes Gewicht und eine rustikale Anmutung. Sie sind besonders für Gästebetten und Kinderbetten beliebt.

Kiefer: Dieses Nadelholz ist etwas härter als Fichten und Tannen und meist stärker gefladert. Es besitzt einen warmen Rotstich und markante Jahresringe. Hier mehr über das Wesen der Kiefer und ihre Bedeutung.

Zirbelkiefer: Diese Kiefernart wächst nur im Hochgebirge und ist daher kein Massenprodukt. Man erkennt Zirbenholz am besonders aromatischen Duft, der lange anhält und die Entspannung fördert.

Nussbaum: Das dunkle, edle Nussholz ist in ruhiger und lebhafter Sortierung erhältlich. Es sieht am schönsten aus, wenn man es mit weiß oder grau kombiniert.

Birke: Birkenholz ist nicht ganz so hart wie Buche aber härter als Nadelholz. Es besitzt einen besonderen Schimmer und hat eine sehr helle Ausstrahlung.

Ahorn: Dieses Holz ist ähnlich hell wie Birkenholz und optisch kaum zu unterscheiden.

Esche: Eschenholz gehört bei Betten nicht zu den Standardhölzern. Es hat eine hellbraune Farbe mit leichtem Graustich und wirkt mit dunklen Maserungen besonders charakterstark.

Erle: Das Holz von der Erle ist rötlich warm und oft lebhaft gemasert. Möbel aus Erle sehen rustikal bis gediegen aus – je nachdem, ob es sich um eine ruhige oder kontrastreiche Sortierung handelt.

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Johanna Fritz
Über Johanna Fritz 28 Artikel
Johanna ist freiberufliche Grafik-Designerin und Künstlerin. Sie berät das Team von Everyday Feng Shui bei der Website-Gestaltung und unterstützt bei redaktionellen Themen rund ums Wohnen und Einrichten. Johanna ist unser "Stil-Guru" und ihr erreicht sie unter j.fritz@everyday-feng-shui.de

1 Kommentar

  1. Ein super Artikel über ein Thema, mit Hinweisen, die viel zu wenig beachtet werden. Die meisten Menschen kaufen sich einfach „Ein Bett“ und achten nur auf die Optik. Der Hinweis „möglichst ohne Nägel und Schrauben“ ist sehr wichtig. Und toll, dass ihr auch die Zirbelkiefer erwähnt habt. Ich persönlich bin totaler Fan von diesem Holz. Es fasst sich gut an, sieht schön aus und der Duft ist einfach unschlagbar.
    Viele Grüße,
    Eva

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