Plastikfrei leben: Geht das?

Eine Plastikflasche braucht 450 Jahre, um zu verrotten. Wie können wir unsere Plastikberge reduzieren? Und welche Alternativen gibt es?

Das muss nicht sein! Foto: spaztacular / flickr CC BY 2.0
Das muss nicht sein! Foto: spaztacular / flickr CC BY 2.0

Plastik ist billig und sieht auch so aus. Es sollte nicht nur aus ästhetischer und ökologischer Sicht vermieden werden, sondern auch, weil es energetisch minderwertig ist. Gewöhnlicher Kunststoff strahlt keine vitalen Bioinformationen aus, sondern wirkt leblos und unnatürlich.

1) Plastikfrei durch Verzicht und Ersatzprodukte

Verzicht klingt nicht attraktiv, ist aber in vielen Fällen die einfachste und auch angenehmste Lösung. Vor allem im Kosmetikbereich kann man praktisch auf alles verzichten, was in Plastik-Tuben und Tiegeln daherkommt.

1.A) Wäsche und Bad

  • Duschgel und Haarshampoo: Unnötig! Reines Wasser und Roggenmehl oder Lavaerde genügen.
  • Seife: Gibt es unverpackt oder in Papier verpackt.
  • Zahnbürste: Überflüssig. Stattdessen nimmt man Bambusbürsten oder Miswāk-Zweige.
  • Schminke und Abschminksachen: Braucht man nicht. Ein schönes Lippenrot kann man mit Roten Rüben herstellen.
  • Haarfarbe: Pflanzliches Pulver gibt es in Papierbeuteln.
  • Körperöle und ätherische Öle: Sind in Glasflaschen erhältlich.
  • Einwegrasierer: Überflüssig. Es gibt Metallrasierer oder man trimmt die Haare einfach nur mit einer Schere. Wer sagt denn, dass man überall glatt sein muss wie ein Babypopo?
  • Deo: Völlig unnötig, wenn man Kokosöl und Natron im Haus hat.
  • Zahnpasta: Wird in einem Glas- oder Alu-Tiegel selbst gemischt.
  • Sonnenmilch: Ist überflüssig und kann notfalls mit natürlichen Ölen ersetzt werden. Zum Beispiel mit Kokosöl, Sheabutter und Jojobaöl.
  • Wattestäbchen: Gibt es aus Papier und Bio-BW in Papier verpackt.
  • Waschpulver: Braucht man nicht, wenn man Kernseife, Waschsoda, Efeu oder Rosskastanien verwendet.
  • Papiertaschentücher: Unnötig, wenn man Stofftaschentücher hat.
  • Haushaltsreiniger: Kann man selbst herstellen und in Glasflaschen lagern. Zum Beispiel aus Essig und Zitronensäure.
  • Putzlappen: Sind viel schöner, strapazierfähiger und nachhaltiger, wenn man sie selber strickt oder häkelt.
  • Nagelbürsten und Haarbürsten: Sind aus Holz und mit Naturborsten erhältlich.
  • Putzschwämme: Luffagurken sind eine natürliche Alternative für alle Fälle, in denen normalerweise Schaumstoff-Schwämme zum Einsatz kommen. In hartnäckigen Fällen hilft der gute alte Drahtwaschel.
  • Wäscheklammern: Gibt es auch aus Holz.

1.B) Lebensmittel und Küche

  • Lebensmittel-Fertigprodukte: Können komplett entfallen, wenn man sich rohköstlich ernährt. Wenn keine Nachfrage besteht, werden sich die Anbieter schon was einfallen lassen.
  • Getränke in Plastikflaschen: Es gibt mittlerweile sogar Glasflaschen, die nicht zerbrechlich sind. Säfte kann man selbst herstellen, wenn man einen Entsafter besitzt.
  • Strohhalme: Braucht kein Mensch.
  • Papierservietten: Unnötig, wenn man Stofftücher hat.
  • Vorratshaltung: Mit einer Sammlung von verschiedenen Stoffbeuteln, Textil-Netzen, Körben, Papiersäcken und Schraubgläsern ist man immer gut gerüstet.
  • Gefrierdosen: Wozu, wenn man nichts Gefrorenes isst?
  • Proviantdosen: Gibt es auch aus Glas.
  • Besteck aus Bambus statt Einwegbesteck.
  • Einkaufssackerl und Tüten: Alles, was offen verkauft wird, kann in mitgebrachten Blechdosen, Stoff- oder Papierbeuteln verstaut werden. Notfalls kann man Plastik auch im Geschäft zurücklassen und damit ein Zeichen setzen.
  • Alternativen zu Supermärkten: Bauernmarkt, Unverpackt-Laden, eigener Garten oder Mietgarten, Hofladen, Gemüsekiste, Bioladen.
  • Obst- und Gemüse-Regale im Supermarkt: Es hat sich bewährt, die Früchte mit Wasser-Nebel zu besprühen statt alles in Plastik zu verpacken.
  • Wachstücher aus Baumwolle und Bienenwachs: Sie sind nicht heiß waschbar, aber abwischbar.

2) Alternative Kunststoffe

Leider hat man oft zu wenig Auswahl, um als Kunde klare Signale zu setzen, was man eigentlich kaufen möchte. Es sollte selbstverständlich sein, dass die Hersteller bedenkliche Kunststoffe durch ökologische Alternativen ersetzen. Nicht jeder Bio-Kunststoff hält, was er verspricht. Aber muss denn jede Verpackung ewig halten? Viele Verpackungen lassen sich problemlos durch Pappe, Blech, Holz, Jute, Glas, Baumwolle, Papier, Hanf, Leinen, Porzellan und diverse Flechtwaren ersetzen. Wenn die Verpackung leicht und wasserfest sein soll, bieten sich zum Beispiel folgende Materialien an:

  • Flüssigholz
  • Plastik aus Stärke auf Basis von Mais, Kartoffeln oder Zuckerrohr
  • Biokunststoff aus Zellulose
  • Bambus-Becher aus 100 % Bambusfasern
  • Kunststoffgeschirr aus Bambusfasern, Maispulver und Melamin

3) Pastikfreiheit bei der Einrichtung

Besonders viel Plastik lässt sich bei der Innenraumgestaltung einsparen, denn hier gibt es für jeden Kunststoff eine natürliche Alternative.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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