Richtig entgiften – Teil 2

Im zweiten Teil dieser Serie geht es um die verschiedenen Methoden, erwünschte Heilprozesse und die Vermeidung von unerwünschten Nebenwirkungen.

Hier hat sich jemand einen Vorrat an Detox-Produkten zugelegt. Foto (C) Stephanie Kraus / flickr CC BY 2.0
Hier hat sich jemand einen Vorrat an Detox-Produkten zugelegt. Foto (C) Stephanie Kraus / flickr CC BY 2.0

 

Um die Entgiftung anzukurbeln, steht eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung. Man muss sich nicht für eine bestimmte entscheiden, sondern kann sie miteinander kombinieren.

 

Intervall-Fasten

Man nennt es auch „Intermettierendes Fasten“. Hier geht es einfach darum, dem Körper Zeit zu geben für die Verdauung. Zirka 16 Stunden zwischen den Mahlzeiten genügen.

 

Safttage

Saftfasten geht am besten mit frisch gepressten Säften. Mit pasteurisierten Direkt-Säften in Bio-Qualität funktioniert es auch. Ob man nur mit Obst fastet oder nur mit grünen Säften oder nur mit Gemüsesäften, ist Geschmackssache. Natürlich lassen sich die Säfte auch mischen und mit Mineralstoffen aufwerten.

 

Wasserfasten

Ob mineralienarmes oder mineralienreiches Wasser (Quellwasser, Mineralwasser) besser ist, da scheiden sich die Geister. Je reiner das Wasser ist, umso mehr Giftstoffe kann es ausleiten. Dieser ausschwemmende Effekt ist aber nicht immer erwünscht, weil Hunger und andere Mangelgefühle entstehen können.

 

Entgiften mit Mineralien

Hierzu gehören Produkte wie Zeolith, Bentonit, Sango-Korallenpulver, Schungitpulver, Tonerden und diverse mineralische Nahrungsergänzungsmittel.

 

Algen, Sprossen und Wildkräuter

Am bekanntesten sind die Chlorella-Alge, Koriander-Grün und Löwenzahn. Aber auch jede andere Grünpflanze wirkt entgiftend, sofern sie aus Bio-Anbau stammt.

 

Natürliche Antibiotika

Hier wären der Knoblauch zu nennen, der Meerrettich, Zitronen, Apfelessig, Kurkuma, Ingwer, Papayakerne, Senfkörner, Chili, Rettich und etliche andere Naturprodukte, die schädliche Keime abtöten.

 

Natürliche Probiotika

Probiotika sind Bakterien, die die Darmgesundheit fördern. Dazu gehören Milchsäure-Bakterien und Effektive Mikroorganismen® (auch kurz EM genannt).

 

Darmreinigungen

Die Palette reicht hier von natürlichen Abführmitteln (eingeweichte Feigen oder Zwetschgen, Rizinusöl, Flohsamenschalen, Leinsamen, Chiasamen) über Einläufe bis zu professionellen Darmreinigungen. Manche Menschen bekommen auch von rohem Obst und Obstsäften Durchfall.

 

Bäder und andere äußerliche Anwendungen

Auch hier gibt es viele Möglichkeiten: Kneipp-Bäder, Wechselduschen, Basenbäder, Moorbäder, Schwefelbäder, Barfußgehen, Fußmassagen, Mundspülungen, Trockenbürsten, Schröpfen, Schwitzen, Akupressur und vieles mehr.

Koriander und Löwenzahn,Foto (C) LollyKnit / flickr CC BY 2.0
Koriander und Löwenzahn,Foto (C) LollyKnit / flickr CC BY 2.0

 

Unerwünschte Nebenwirkungen

Um starke Entgiftungssymptome zu vermeiden – man spricht auch von „Rückvergiftung“, sollte man entweder nur periodisch Entgiftungstage einlegen oder ständig auf sanfte Weise entgiften. Ansonsten können die Nebenwirkungen derart stark werden, dass sie die Lebensqualität beeinträchtigen. Es werden zu viele Schadstoffe auf einmal ausgeschieden, und zwar über alle Kanäle gleichzeitig. Nachhaltige Entgiftung erfordert viel Geduld und ist ein langjähriger Prozess. Zwar sind erste Erfolge schnell zu erziehen, aber das ist noch lange nicht das Ende.

Es gibt keine Rezepte, wie viel man wann machen sollte, denn jeder Mensch bringt andere Voraussetzungen mit und reagiert anders. Man sollte es einfach nicht übertreiben und auf den Körper hören. Im Laufe der Jahre bekommt man ein Gefühl dafür, wie viele Feigen man essen darf, ohne Durchfall zu bekommen, und wann es Zeit ist, mal einen Fastentag einzulegen. Man weiß dann, was man essen muss, um die Entgiftung zu stoppen oder zumindest zu drosseln.

 

Erwünschte Heilprozesse

Durch Entgiftungskuren können ganzheitliche Heilprozesse ausgelöst werden und Krankheitssymptome sichtbar werden, die vorher nicht da waren. Wenn man Krankheiten nicht als Fehler im Organismus versteht, sondern als Prozesse, die unvermeidlich sind, wenn man ein höheres Energielevel erreichen möchte, ist das nicht weiter verwunderlich. Entgiftung kann sich daher wie Vergiftung und Krankheit anfühlen. Die Reinigung erfolgt nicht nur körperlich, sondern auch auf den geistig-emotionalen Bewusstseinsebenen.

Wer keine Zeit hat, um Erfahrungen zu sammeln und binnen kurzer Zeit stark entgiften möchte, sucht sich am besten professionelle Begleitung bei einem erfahrenen Heilpraktiker. Eine rasche Entgiftung kann zum Beispiel nach einer Chemotherapie oder vor einer Schwangerschaft notwendig sein. Das Ausmaß der Gift-Belastung lässt sich mit Blut- und Urintests messen und auf diese Weise können die Erfolge auch laufend kontrolliert werden.

 

Neuerliche Vergiftung vermeiden

Wir können uns zwar nicht hundertprozentig schützen, aber die Giftbelastung doch enorm reduzieren, indem wir allem aus dem Weg gehen, was uns schadet oder mit Chemikalien behandelt ist. Je naturbelassener unsere Konsumgüter sind, umso besser. Nicht nur die Lebensmittel sind gefährlich, sondern auch die Stoffe, die wir auf der Haut tragen, und die Cremes, die wir ins Gesicht schmieren. Der Lebensstil muss also nachhaltig umgestellt werden, wenn man das Problem an der Wurzel packen möchte.

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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