Sich zu Lebzeiten um seine Grabstätte kümmern bringt Glück!

„The Electric New Paper“ aus Singapur berichtet von einem neuen Trend: Insbesondere wohlhabende Chinesen geben bereits zu Lebzeiten ein Vermögen für ihre zukünftigen Grabstätten aus. Besonders beliebt dabei ist der „Blissful Memorial Park“ in Penan (Malaysia), da ihm exzellente Feng Shui Eigenschaften zugesprochen werden. Die Preise für eine kleine Urnen-Grabstätte im Memorial Park beginnen bei umgerechnet 16.700 US-Dollar.

Feng Shui GrabstätteTraditionell hat die Lage und Herrichtung von Begräbnisstätten für viele Chinesen eine große Bedeutung. Sie entstammt der auch heute noch verbreiteten Vorstellung, dass die Verstorbenen aktiv die Geschicke der Lebenden beeinflussen. Verfügen Grabstätten also über gutes Feng Shui, überträgt sich dies auch auf die noch lebenden Nachkommen.

Neu ist nun, dass sich immer mehr Chinesen bereits zu Lebzeiten so genannte „lebendige Grabstätten“ (living tombs) zulegen, da diesen eine gesundheitsfördernde, vitalisierende und das Leben verlängernde Wirkung zugesprochen wird. Durch besondere Feng Shui Rituale an der Grabstätte sollen sich sogar der Wohlstand und das harmonische Miteinander in Familie oder Ehe steigern lassen, so zumindest zitiert The Electric New Paper den seit 40 Jahren praktizierenden Feng Shui Gelehrten Wong Fook Tsan.

Rituale an der GrabstätteEntsprechende Rituale muten aus europäischer Sicht recht befremdlich an: Hat man eine geeignete Stelle für sein Begräbnis gefunden, werden ungewaschene Sachen wie etwa Unterwäsche, Socken sowie Fingernägel und Haare in einer Urne verschlossen und zu einer ganz bestimmten Uhrzeit an der Grabstätte „beigesetzt“. Die positiven energetischen Eigenschaften des Beisetzungsortes übertragen sich alsbald auf die DNA des organischen Materials in der Urne und schließlich auf die noch lebende Person, der die Urne gehört.

Laut Wong Fook Tsan werden solche Rituale teilweise sogar um Mitternacht durchgeführt. Zu seinen Kunden gehören insbesondere wohlhabende Geschäftsleute sowie Politiker, die sich einen positiven Effekt für ihre Karriere erhoffen.

So interessant dieses Phänomen auch sein mag, für uns riecht es ganz schön nach Aberglauben. Was denkt ihr, ist das wirklich Feng Shui oder eher eine „Feng Shui Sabotage“, wie es im Just Soon’s Blog heißt? Habt ihr schon einmal Erfahrungen in dieser Richtung gemacht oder kennt ihr solche Rituale auch in unseren Breiten?

Viele Grüße
Euer Everyday Feng Shui Team

3 Kommentare

  1. Sich das Grabmal zu den Lebzeiten anfertigen zu lassen, wäre ja keine schlechte Idee. Da kann man sich selbst das Gewünschte auswählen und dies den Verwandten nicht überlassen. Jenseits scheinen wir aber alle gleich zu sein. Jedes Volk hat wohl seine Sitten und Bräuche.

  2. das mit dre dna ist doch völliger quatsch. da hat jemand versucht wissenschaftlich zu sein und das ging voll in die hose. ich sag mal gefährliches halbwissen. is ja leider in der szene des öfteren mal anzutredffen

    ak.

  3. Nun, das Yin Feng Shui war wohl schon immer eine willkommene Geldquelle :) Ich stelle mir ein solches Ritual gerade auf dem Münchner Waldfriedhof vor – sicher keine gute Methode das Feng Shui aus der Esoterikecke zu bekommen …

    Gerhard Zirkel

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