Stefan Brönnle zu Gast bei „Wünschel Dir was“

Wie sich ein antiquierter Wissenschaftsbetrieb gegen den Wandel wehrt: „Wünschel Dir was“, lautet die Überschrift eines kritischen Spiegel-Beitrags zum Engagement von Geomantie-Experte Stefan Brönnle an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf im Rahmen der Lehrveranstaltung „Landschaftsästhetik & Geomantie und Feng Shui in der Landschaftsarchitektur“.

Studenten üben das Rutengehen
Studenten üben das Rutengehen (Foto: hardworkinghippy)

Das Thema langweilt uns mittlerweile. Lediglich der Vollständigkeit halber und weil ein „Leitmedium“ wie Spiegel.de in einem aktuellen Artikel mit der Überschrift „Wünschel Dir was“ nun auch noch einmal sämtliche längst bekannten Argumente der Anti-Esoterik-Fraktion aufwärmt, fühlen wir uns verpflichtet, unseren Senf dazu abzugeben. Worum geht es?

Stefan Brönnle, Geomantie-Experte und Rutengänger aus Überzeugung, gestaltet seit dem Wintersemester 2011/2012 gemeinsam mit Prof. Dr. Frieder Luz an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ein Wahlmodul des Studiengangs Landschaftsarchitektur zum Thema „Landschaftsästhetik & Geomantie und Feng Shui in der Landschaftsarchitektur“. Bestandteil der Lehrveranstaltung sind eine theoretische Einführung in das Thema nebst praktischen Übungen. Diese Tatsache wird von GWUP-Aktivisten, die das Bild vom arglosen, zum Wünschelrutengehen gezwungenen Studenten einfach nicht aus ihrem Kopf bekommen, als Skandal angesehen: „Esoteriker unterwandern die deutschen Hochschulen. Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Unsinn verwischt.“ (Quelle: Zeit.de)

Emotionen vs. Geomantie: Messen mit zweierlei Maß

So kritisch man auch radiästhetischen Phänomenen wie Erdstrahlen, Wasseradern oder Elektrosmog gegenüberstehen mag, eines können wir bei der Argumentation der Wünschelruten-Gegner bis heute nicht nachvollziehen: Auf der einen Seite werden wissenschaftlichen Kriterien genügende Belege als Nachweis für die Wirksamkeit geomantischer Methoden eingefordert. Da solche empirischen „Beweise“ allerdings bis zum heutigen Tage fehlen, gelten Geomantie und Feng Shui in weiten Wissenschaftskreisen als Hokuspokus.

Auf der anderen Seite gibt selbst die Wissenschaft unumwunden zu, dass alle Versuche der menschlichen Wahrnehmung (und hier ganz besonders der Bereich der emotionalen Wahrnehmung) mit fest definierten physikalisch messbaren Parametern zu Leibe zu rücken, sei es auf physiologischer, akustischer oder neuronaler Ebene, mehr oder weniger kläglich gescheitert sind. Die Wissenschaft kennt kein für alle Menschen gleichermaßen gültiges Koordinatensystem zur Einordung emotionaler Regungen. Emotionen sind als äußerst individuelles Phänomen abhängig von einer schier unendlichen Anzahl an äußeren und inneren Einflussfaktoren. Trotzdem stellt sich niemand hin und sagt: Emotionen sind Humbug.

Viele geomantische Methoden beruhen auf eben dieser individuellen menschlichen Wahrnehmung. Da dieser Bereich unserer Wirklichkeit von der etablierten Wissenschaft weder verstanden noch ausreichend beschrieben wurde, haben viele ihrer Vertreter auch keinen Zugang zu Geomantie und Feng Shui. Sind diese „neuen Wissenschaftsbereiche“ deswegen Unsinn?

Vor allem: Was muss sich ändern? Nein: Wir brauchen keine anderen geomantischen Methoden. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der etablierten Wissenschaft! Deren Vertreter müssen sich endlich von ihrer ausschließlich mathematisch-empirischen Herangehensweise an das Universum lösen und sich öffnen für die Phänomene, die im Grunde den wesentlicheren Teil unserer Wirklichkeit ausmachen. Warum? Weil nicht leblose Materie, wie sie die etablierte Physik bereits recht umfassend beschreibt, für das Weltgeschehen, unsere Zukunft und das Überleben auf diesem Planeten von Bedeutung ist, sondern das Lebendige, wie es sich über unsere emotionale Wahrnehmung offenbart.

Dornröschen schlafe hundert Jahr‘ (…)

Es ist somit nicht Herr Brönnle, der sich hier an einer deutschen Hochschule etwas „zurechtwünschelt“, wenn er Studenten u.a. zeigt, wie sie ihre eigene Wahrnehmung schulen können. Vielmehr sind es die Vertreter eines antiquierten Wissenschaftsbetriebs, die verbissen ihren sicher geglaubten Dornröschenschlaf verteidigen und jeden mutigen Prinzen verwünscheln, der sich ihrem Elfenbeinturm nähert.

www.everyday-feng-shui.de

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