Vorsicht: Aluminium lauert überall

Aluminium ist ein Leichtmetall, das sich aufgrund seiner Beschaffenheit zum Beispiel für Konstruktionen im Flugzeugbau hervorragend eignet. Doch wie sieht es mit der Alltagstauglichkeit des matt glänzenden Metalls aus? Aluminium steckt nämlich nicht nur in allerlei Fertigprodukten, es gelangt auch über Zahncremes, Deos oder Kochgeschirr in den menschlichen Körper. Das zu vermeiden, ist gar nicht so einfach.

Wer hat sich nicht schon einmal einen Schluck aus einer gekühlten Getränkedose gegönnt?
Wer hat sich nicht schon einmal einen Schluck aus einer gekühlten Getränkedose gegönnt?
(Foto: János Csongor Kerekes)

Wissenschaftler sind sich zwar noch immer nicht einig, ob Aluminium tatsächlich als Ursache für Krebs und Alzheimer infrage kommt. Manche Studien legen diesen Schluss nahe, andere finden keine Belege für solche Ursachenbeziehungen. Entsprechend kontrovers wird über das Thema debattiert. Die Zeit hat sich jüngst bemüht, einen ausführlichen und nicht wertenden Überblick zu liefern. In den Leserkommentaren wird dennoch deutlich, dass es eine Art Glaubensfrage ist, ob Aluminium als Gefahr wahrgenommen wird oder nicht.

Wer den Arte-Film „Die Akte Aluminium“ gesehen hat, wird vielleicht nicht auf den letzten wissenschaftlichen Beweis warten, sondern lieber auf das Leichtmetall verzichten wollen. Denn es birgt nicht nur als Zusatz in Nahrungsmitteln und Kosmetika mögliche Risiken. Auch der immense Einsatz von Rohstoffen und Energie bei der Herstellung sowie mögliche Umweltkatastrophen beim Gewinnen von Aluminium liefern gute Gründe gegen seinen übermäßigen Einsatz.

 

Aluminium steckt in vielen Lebensmitteln

Doch wer möglichst ohne Aluminium auskommen möchte, steht vor einer echten Herausforderung. Es findet sich in Tabletten, Lippenstiften, Trinkwasser, Backwaren, Schokolade, Gewürzen und vielen anderen Lebensmitteln. Zum einen ist Aluminium ein in der Natur häufig vorkommendes Element und damit ohnehin Bestandteil unserer Nahrung. Zudem wird es in verschiedensten Fertigprodukten als Farbstoff, Trennmittel, Backtriebmittel oder Stabilisator zugesetzt. Auf den Verpackungen muss deshalb aber noch lange nicht das Wort Aluminium auftauchen. Die verschiedenen Verbindungen wie Aluminiumsulfat oder Kaliumaluminiumsilikat verstecken sich zumeist hinter Buchstaben-Zahlen-Kürzeln. Die entsprechenden E-Nummern sind hier aufgelistet.

Aluminium gelangt aber nicht nur über Nahrungsmittel, sondern auch über kosmetische Produkte in den Körper. In den Fokus sind vor allen Dingen Deodorants geraten, die Aluminiumsalze als Schweißhemmer nutzen. Tatsächlich wirken die kleinen Teilchen wie Stöpsel, die die Schweißdrüsen unter den Achseln verschließen. So können Antitranspirante ihr Versprechen halten, den Schweiß für viele Stunden zu verhindern.

Verletzte Haut nimmt Aluminium auf

Deodorant-Werbung in einer Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs
Deodorant-Werbung in einer Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs (Foto: crystalmartel)

Übrigens sind sogenannte Deokristalle nicht als natürliche Alternative zu Aluminium-Deodorants zu empfehlen. In den Kristallstiften finden sich nämlich ebenfalls große Mengen Aluminiumsalze. Ist die Haut verletzt – wie etwa nach der Achselrasur – gelangt das Aluminium leicht in den Körper. Experten empfehlen daher, aluminiumhaltige Deodorants nicht auf rasierter Haut anzuwenden.

Welche Gefahren tatsächlich von dem Aluminium ausgehen, das wir auf verschiedenen Wegen zu uns nehmen, ist offenbar nicht abschließend geklärt. Ob die im Körper gemessenen Aluminiumkonzentrationen Ursache für oder Folge von Krebs- und Alzheimererkrankungen sind, ist unter Fachleuten weiter umstritten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit gibt aber Empfehlungen zu wöchentlichen Aluminium-Höchstmengen, die aufgenommen werden sollen. Und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor unnötiger Aufnahme von Aluminium. So sollten weder salzige noch säurehaltige Nahrungsmittel in Alufolie eingewickelt werden, rät das BfR, da dadurch das Aluminium in die Lebensmittel gerät.

www.everyday-feng-shui.de

 

Quellen:

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