Was ist eine ketogene Ernährung?

Diese spezielle Low-Carb-Diät ist wenig bekannt und ziemlich anspruchsvoll. Sie wird nicht nur gegen Parasiten empfohlen, sondern hilft auch beim Abnehmen und soll sogar Krebszellen aushungern können.

Kokosnüsse haben mehr Fett als Kohlenhydrate, Foto (C) Theo Crazzolara / flickr
Kokosnüsse haben mehr Fett als Kohlenhydrate, Foto (C) Theo Crazzolara / flickr

 

Es ist schon faszinierend, wie sehr die Ernährung das Wohlbefinden beeinflussen kann. Allein diese Erfahrung ist einen Versuch wert!

Low Carb + High Fat

Kohlenhydrate werden bei der ketogenen Diät gemieden und sind streng limitiert. Gesunde Fette hingegen sind erlaubt. Diese Umverteilung führt zu einer Änderung des Stoffwechsels. Normalerweise wird die Energie hauptsächlich aus Kohlenhydraten gewonnen. Sind diese nicht vorhanden, stellt sich der Stoffwechsel um und produziert aus den Fetten so genannte Ketonkörper in der Leber. Dieses Prinzip wird Ketose genannt. Es kommt zu einer erhöhten Fettverbrennung, wobei auch auf gespeichertes Körperfett zurückgegriffen wird. Der Anteil der Kohlenhydrate darf 30 bis 50 Gramm pro Tag oder 5% nicht überschreiten. Die Proteine dürfen 15% bis 35% ausmachen. Die Umstellung des Stoffwechsels dauert zirka drei Tage. Um sicher zu gehen, dass die Ketose funktioniert, sollte man die Mahlzeiten protokollieren. Die Ketonwerte können mit speziellen Urin-Teststreifen überprüft werden. Es ist also Disziplin erforderlich und somit ist auch gleich der Haken an der Sache angesprochen: Die Diät ist praktisch undurchführbar von Menschen, die auf Zucker nicht verzichten können. Doch gerade sie würden am meisten davon profitieren.

Verbotene Lebensmittel

  • Alle süßen Früchte, vor allem Bananen
  • Trockenfrüchte
  • Brot
  • Nudeln
  • Reis
  • Kekse und Kuchen
  • Getreide
  • Zucker, Süßigkeiten und zuckerhaltige Fertigprodukte
  • Alkohol
  • Synthetische Zuckerersatzstoffe
  • Süße und stärkehaltige Gemüsesorten wie Karotten und Kartoffel
  • Hülsenfrüchte
  • Kokosflocken
  • Ungesunde Fette wie Margarine und Palmöl

 

Erlaubte Lebensmittel

  • Obstsorten mit wenigen Kohlenhydraten
  • Beeren
  • Sprossen und Keimlinge
  • Salate
  • Avocados
  • Oliven
  • Sauerkraut und fermentiertes Gemüse
  • Nüsse und Mandeln
  • Hochwertige Öle (Kokosöl, Leinöl, Kürbiskernöl)
  • Kürbiskerne
  • Hanfsamen
  • Pilze
  • Alle Kohlsorten
  • Stärkearme Gemüsesorten wie Blattgemüse, Gurken und Tomaten
  • Kräuter
  • Kokosnüsse
  • Algen
  • Eier
  • Rohmilchkäse

 

Speisepilze haben viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate, Foto (C) Tony Alter / flickr
Speisepilze haben viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate, Foto (C) Tony Alter / flickr

 

Empfehlungen bei gesundheitlichen und therapeutischen Hintergründen

Eine ketogene Diät ist angezeigt bei allen Beschwerden, bei denen der Blutzuckerspiegel eine Rolle spielt. Dazu gehören Diabetes, Krebs, Akne, Alzheimer, Epilepsie, Multiple Sklerose, Darmparasiten und etliche Suchtkrankheiten. Die Diät ist vor allem eine Herausforderung für Menschen, die süchtig nach Zucker, Mehl oder Alkohol sind. Da es zu Entzugserscheinungen kommen kann, wird die Absprache mit Ärzten oder Naturheilpraktikern angeraten Außerdem kann die fettreiche Ernährung ungünstige Wirkungen haben bei bestimmten Krankheiten. Da Fett und Eiweiß schwer verdaulich sind, sollte der Anteil an Grünpflanzen, Kräutern, Gewürzen und Ballaststoffen nicht zu gering ausfallen.

 

Vorteile

Es ist keine Einschränkung bei den Kalorien erforderlich. Man kann sich richtig satt essen, denn Fett ist ein Geschmacksträger und sättigt nachhaltig. Low-Carb-Diäten wirken besser als Low-Fat-Diäten. Eine rasche Gewichtsabnahme ist möglich. Es kommt normalerweise zu keinen dauerhaften Schäden oder Nebenwirkungen. Die Diät kann monatelang durchgezogen werden. Bei Bedarf sind Pausen möglich. Auch ein Muskelabbau ist nicht zu befürchten. Bodybuilder schätzen diese Diät, weil sie nicht nur den Fettabbau, sondern auch die Ausschüttung von Wachstumshormonen unterstützt. Sogar ein Antiaging-Effekt ist möglich. Die Steigerung der Zellatmung im Gehirn führt zu größerer geistiger Wachheit. Außerdem werden Darmparasiten abgetötet, die ohne Zucker nicht überleben können.

 

Nachteile

Die Beschränkung bei den Kohlenhydraten muss strikt eingehalten werden – im Unterschied zu einer gewöhnlichen Low-Carb-Diät. Denn sonst kommt der Ketose-Stoffwechsel nicht ins Laufen. Man kann sich nicht ein bisschen ketogen ernähren, sondern nur zur Gänze. Für den Umstieg ist eine entsprechende Vorbereitung erforderlich. Parasiten sind nachtaktiv und wenn sie kein Futter bekommen, sind Schlafprobleme möglich. Auch mit einem vorübergehenden Anstieg der Blutfettwerte muss gerechnet werden, die sich nach einer Weile wieder normalisieren sollten. Die Diät ist nicht für Menschen geeignet, die ihre Ernährungsgewohnheiten nicht ändern können oder ihr Essverhalten nicht unter Kontrolle haben.

 

Anabole Diät, Fasten-Stoffwechsel, Öl-Eiweiß-Diät nach Budwig

Die Ketogene Diät ist in abgewandelter Form auch unter anderen Namen im Umlauf. Bei der „Öl-Eiweiß-Diät nach Dr. Johanna Budwig“ sind alle tierischen Fette, Fleisch- und Wurstwaren verboten. Ebenso Milchprodukte (mit Ausnahme von Quark) und Konserven. Die „Anabole Diät“ ist eher fleischlastig und in der Sportler-Szene ein Begriff. Ketone werden außerdem in Hunger- und Fastenzeiten gebildet. Ganz allgemein besteht bei dieser Diät die Gefahr, dass es zu einer Übersäuerung und zur Verstopfung kommt, wenn zu wenig basenbildende Lebensmittel gegessen werden.

 

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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