Wenn Frauenherzen in Stress geraten…

Jeder hat schon einmal den guten Rat bekommen, sich eine Sache nicht so sehr zu Herzen zu nehmen. Denn dass unser Herz anfällig ist für schlimme Ereignisse und düstere Grübeleien, wissen die Menschen schon lange. Nun haben Mediziner herausgefunden, dass Frauenherzen anders auf Stress reagieren als die Herzen der Männer.

Männer und Frauen reagieren unterschiedlich auf Kummer, Stress und Belastungen. Nicht selten ist das Herz betroffen
Männer und Frauen reagieren unterschiedlich auf Kummer, Stress und Belastungen. Nicht selten ist das Herz betroffen (Foto: Jason Clapp)

Großer Kummer, andauernde Belastung, Überforderung im Beruf, eine unglückliche Beziehung – die Liste der Dinge, die uns „zu Herzen gehen“, ließe sich wohl beliebig fortsetzen. Bedrückende Ereignisse sorgen für ein beklemmendes Gefühl, das Herz scheint sich regelrecht zusammenzuziehen. Wer unter Dauerstress steht, kennt plötzliches Herzrasen. Und auch den sprichwörtlichen Herzschmerz gibt es tatsächlich, wenn der stechende Schmerz ins gestresste Herz trifft.

Menschen mit Beziehungsstress haben es schon immer vermutet: Frauenherzen reagieren anders als Männerherzen. Dieses Phänomen haben nun Mediziner der Duke University in den USA untersucht und festgestellt, dass es tatsächlich Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Bei Männern steigen demnach unter Stress besonders Blutdruck und Pulsschlag an. Bei gestressten Frauen nimmt eher die Durchblutung des Herzens ab. Außerdem ist bei Frauen die Gefahr größer, dass sich Blutgerinnsel bilden. Die Blutplättchen neigen zum Verklumpen, das Blut wird also dicker.

Herzkrankheit ist nicht nur Männersache

In der Konsequenz heißt das, dass gestresste Frauenherzen leicht zu Herzinfarkt und zu Thrombosen führen können. Dabei sind sich Frauen kaum darüber im Klaren, dass auch für ihre Herzen Risikofaktoren gelten. Herzinfarkt und Schlaganfall – in der allgemeinen Wahrnehmung sind Männer davon betroffen. Doch tatsächlich verhält es sich nicht so. Die deutsche Herzstiftung nennt Infarkte und Schlaganfälle als häufigste Todesursache für Frauen.

Eine kanadische Studie hat gezeigt, dass vielen Frauen die Risiken für Herzerkrankungen nicht bewusst sind. So wussten die wenigsten der befragten Frauen, dass hoher Blutdruck Auswirkungen auf die Herzgesundheit haben kann. Etwas besser als Risikofaktor bekannt war bei den befragten Frauen immerhin das Rauchen.

Rauchen gilt noch immer als größte Gefahr für Herzerkrankungen. Eine internationale Studie hat aber gezeigt, dass Dauerstress in Beruf oder Familie einen fast ebenso großen Risikofaktor darstellt. Tendenziell führen Ängste eher zu Herzrhythmusstörungen, Frust fördert die Gefäßverkalkung und Depressionen erhöhen die Gefahr für verengte Herzkranzgefäße. Auch hier spielen wieder Geschlechterunterschiede eine Rolle. Frauen neigen nämlich unter Stress häufiger als Männer zu negativen Emotionen. Dieser sogenannte negative Stress aber ist schlecht fürs Herz.

Frauen sollten nun nicht in Angst geraten angesichts der medizinischen Erkenntnisse. Ignorieren ist aber wohl auch kein guter Ratschlag. Vielleicht sollten Frauen – und Männer natürlich ebenso – mehr auf ihr (gesundes) Herz hören und sich rechtzeitig darum kümmern. Es ist eben ein ganz besonderes Organ, das ständig Aufmerksamkeit braucht. Im hektischen Alltag wird es aber oft leichtfertig links liegen gelassen, weil es ja ohnehin seinen Dienst tut.

Weitere Infos auch unter: Feng Shui Liebe

 

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