Wenn Kinder schlecht schlafen – Lösungen aus der chinesischen Harmonielehre

Es gibt viele Gründe für Schlafprobleme: Unruhe, Überforderung, Stress, E-Smog, fehlende Abdunkelung, unangenehme Raumtemperatur, Lärm, Gerüche, störende Mitbewohner – aber auch ungünstige Ernährung und chaotische Raum-Verhältnisse.

Königliches Mädchenzimmer, Foto: Sarah Embaby / flickr CC BY 2.0
Königliches Mädchenzimmer, Foto: Sarah Embaby / flickr CC BY 2.0

Wie sieht ein gelungenes Kinderzimmer aus?

Kleine Kinder lassen sich nichts einreden und vormachen. Sie wissen ganz genau, ob sie sich wohl fühlen oder nicht – und bringen das auch klar zum Ausdruck. Gesunde Kinder sind von Natur aus fröhlich, lebenslustig, anstriebsstark und quietsch-lebendig. Wenn dem nicht so ist, könnte es eventuell nicht nur an psychischen Belastungen, sondern auch an den Räumlichkeiten liegen. Falls Ihnen auffällt, dass sie sich ungern im Zimmer aufhalten, ist es Zeit, über die Raumgestaltung nachzudenken. Ein gelungenes Kinderzimmer erkennt man daran, dass die Kinder kreativ damit umgehen und dass sie gut schlafen. Kinderzimmer, die streng gestylt wirken, können zwar architektonisch was hermachen, sind aber nicht kindgerecht. Damit sich ein Kind frei entwickeln kann, darf es nicht daran gehindert werden, sich den Raum nach seinen individuellen Bedürfnissen anzueignen.

Kinderzimmer sind zugleich Schlafzimmer

Jedes Kinderzimmer hat mindestens zwei Funktionen. Nämlich die eines Spielzimmers und die eines Schlafzimmers. Später kommt auch noch die Funktion der Lernstube hinzu, wenn Schulaufgaben gemacht werden müssen. Weitere Funktionen können sein: Gästezimmer für Freunde, Rückzugsort, Musikzimmer, Turnhalle, Bastelzimmer und Stauraum. Es ist nicht ganz einfach, die Balance zwischen diesen Funktionen zu finden. Wenn ein Kinderzimmer zu sehr wie ein Schlafzimmer aussieht, dann werden die Kinder keine Lust haben, es als Bühne für ihre Kreativität zu nutzen. Ist es jedoch zu abenteuerlich gestaltet – womöglich mit einer Hüpfburg und einer Skateboard-Bahn – wird das Kind vielleicht schwer zur Ruhe kommen.

Durchschlafprobleme auf Grund von Reizüberflutung

Wenn Kinder nicht einschlafen oder durchschlafen können, wird oft die ganze Familie in Mitleidenschaft gezogen. Viele Eltern meinen es zu gut und glauben, in jeder Wachphase aufregende Unterhaltungen bieten zu müssen. Die Kinder stehen im Mittelpunkt und werden mit einem Überangebot überfordert. Es ist für die Kleinen entspannter, wenn sie nicht ständig zu etwas animiert werden, sondern durch ruhige Beobachtung lernen dürfen, wie die Welt funktioniert. Gesunde Kleinkinder haben einen starken eigenen Willen und folgen viel lieber ihrer Intuition als vorgegeben Unterhaltungsangeboten. Eine harmonische Raumgestaltung, die nicht zu aufregend und nicht zu bunt aussieht, fördert Gefühle von Ruhe, Sicherheit und Entspannung.

Foto: Ivan Radic / flickr CC BY 2.0
Foto: Ivan Radic / flickr CC BY 2.0

Individuelle Vorlieben und Lieblingsfarben

Jedes Kind ist anders und daher sollte man Kinderzimmer möglichst früh als autonome Bereiche von heranwachsenden Persönlichkeiten betrachten. Kinder und Jugendlich befinden sich in einem raschen Wandlungsprozess und daher muss das Zimmer anpassungsfähig sein. Manche Phasen dauern nur wenige Monate lang – und dann sind die Bedürfnisse schon wieder ganz andere. Eine gute Zusammenfassung über gutes Feng Shui für Kinder ist auf dieser Seite zu finden: Kinderzimmer nach Fengshui Wer mehr Details erfahren möchte, wird auf dieser Seite von Christiane Witt fündig: Feng Shui fürs Kinderzimmer Sie empfiehlt, das Zimmer in Bereiche aufzuteilen, damit jede Funktion ihren Platz findet. Die meisten Kinder haben jedoch eine Aversion gegen strenge Regeln und Ordnungssysteme. Daher sollte man im Zweifelsfall nicht nach Feng-Shui-Lehrbuch vorgehen, sondern gemeinsam mit den Kindern eine Lösung finden, die nicht nur den Erwachsenen gefällt.

Gesunder Schlaf mit biologischen Materialien

Eine harmonische Raumgestaltung besteht nicht nur aus passenden Farben und praktischen Ordnungssystemen, sondern auch aus den richtigen Materialien. Da die Möbel nicht für die Ewigkeit gedacht sind, wird oft zu Plastikprodukten und muffigen Spanplatten gegriffen. Die typische Kinderzimmer-Einrichtung ist bunt und billig. Sinnvoller ist es, von vorneherein größere Betten zu wählen, die die Kinder auch im Jugendalter noch benutzen können. Geölte Vollholzmöbel und Natur-Matratzen sind wesentlich gesünder als Kunststoff-Produkte. Alle Oberflächen sollten neutral oder angenehm riechen. Zimmerpflanzen verbessern die Raumluft und im Winter können auch ätherische Öle zum Einsatz kommen, um die Atemluft zu energetisieren. Alle Geräte, die zu E-Smog beitragen sind tabu. Die Fenster sollten vollkommen abgedunkelt werden können und ausreichend schalldicht sein, falls sich das Haus in einer lauten Umgebung befindet.

Weiterführender Link: Typische Einrichtungsfehler im Kinderzimmer In diesem Artikel wird zum Beispiel vor Fehlkäufen gewarnt, bevor das Kind überhaupt auf der Welt ist. Denn zu diesem Zeitpunkt weiß man ja noch gar nicht, welchen Charakter das Kind haben wird.

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Johanna Fritz
Über Johanna Fritz 30 Artikel
Johanna ist freiberufliche Grafik-Designerin und Künstlerin. Sie berät das Team von Everyday Feng Shui bei der Website-Gestaltung und unterstützt bei redaktionellen Themen rund ums Wohnen und Einrichten. Johanna ist unser "Stil-Guru" und ihr erreicht sie unter j.fritz@everyday-feng-shui.de

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