Wie kann es zu „Besetzungen“ kommen?

So genannte Besetzungen hängen stark mit dem Glaubenssystem eines Menschen zusammen. Der Aberglaube an die Macht der Verstorbenen hat eine sehr lange Tradition. Denn die Toten wurden früher für fast jedes Missgeschick verantwortlich gemacht.

Engel gehören zu den guten Geistern, die man gerne an seiner Seite hat. Foto (C) Mike Steele / flickr CC BY 2.0
Engel gehören zu den guten Geistern, die man gerne an seiner Seite hat. Foto (C) Mike Steele / flickr CC BY 2.0

 

Die Gefahr, dass verstorbene Seelen an irdischen Objekten, Plätzen oder Mitmenschen haften bleiben, besteht vor allem, wenn sie gewaltsam zu Tode kommen oder sehr materiell eingestellt sind. An bestimmten Plätzen, wo früher Schlachten stattgefunden haben, können besonders viele Seelen umherirren. Natürlich auch auf Friedhöfen, in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Doch keine Angst: Der Besetzer muss eine ähnliche Schwingung haben wie der Besetzte, sonst funktioniert es nicht. Süchtige Menschen klammern sich mit Vorliebe an Lebende, die ebenfalls süchtig sind. Menschen, die sich häufig als Opfer fühlen, haben noch nicht verstanden, wie sie ihre Realität durch unbewusste Gedanken, Vorstellungen und Handlungen erschaffen.

Als „Opfer“ sind besonders empfänglich:

  • Abhängige und süchtige Menschen
  • Traumatisierte Menschen
  • Anhängliche Menschen mit wenig Selbstbewusstsein und schwacher Aura
  • Menschen, die bewusst Kontakte mit der Astralwelt unterhalten
  • Menschen, die eine fremde DNA in sich tragen, zum Beispiel nach Transplantationen
  • Heftige Emotionen wie tiefe Trauer, Wut und Hass führen dazu, dass Menschen „außer sich“ geraten und sich in diesen Phasen benehmen, als würde ein Teufel sie reiten
  • Menschen, die sich ausdrücklich für Besetzungen zur Verfügung stellen, weil sie zum Beispiel ein Helfersyndrom haben oder Verstorbene nicht loslassen möchten
  • Menschen, die sich bewusst für die Opferrolle entscheiden, weil sie sich Vorteile davon erhoffen. In manchen Glaubenssystemen gelten Menschen, die ihren eigenen Willen abgeben, als besonders ehrenhaft. (Stichworte: Aufopferung, Märtyrer, Diener Christi, Magd des Herrn, Frömmigkeit und Gottesfurcht)
  • Unsichere Seelen, die sich eine Inkarnation alleine nicht zutrauen und daher mit einem Partner-Geist durchs Leben gehen
  • Menschen, die sich im Koma, in einer Narkose oder Hypnose befinden
  • Menschen, die ihr Leben nicht in die Hand nehmen, an Obrigkeiten glauben und geführt werden möchten
  • Karmisch gebundene Menschen, die durch ihr Vorleben mit anderen verstrickt sind
  • Angstbesetzte Menschen, die an Teufel und Dämonen glauben und überall Gespenster sehen
  • Menschen, die von anderen versorgt werden möchten
  • Demente Menschen, die ihren Verstand verloren haben
  • Menschen, die glauben, dass sie ihren Krankheiten ohnmächtig ausgeliefert sind, wenn sie keine ärztliche Behandlung bekommen
Viele Menschen gruseln sich gerne - nicht nur zu Halloween. Foto (C) Kevin Dooley / flickr CC BY 2.0
Viele Menschen gruseln sich gerne – nicht nur zu Halloween. Foto (C) Kevin Dooley / flickr CC BY 2.0

 

Traditionelle und moderne Heilmethoden

Sofern man „Besetzungen“ überhaupt heilen kann, haben diverse Heilungsversuche eine lange Tradition. Bereits in der Bibel ist die Rede von Dämonen und bösen Geistern, die ausgetrieben werden müssen. Schamanen bieten vor allem die Rückholung von abgespaltenen Seelen-Anteilen an. Im Altertum und Mittelalter waren Exorzisten am Werke. Die Taufe von Kindern ist auch heute noch eine Form von Dämonen-Verbannung. Viele Gläubige sind davon überzeugt, dass ein ungetauftes Kind praktisch verdammt ist und nicht „erlöst“ werden kann. „Besessene“, die unter Verfolgungswahn leiden, landen mittlerweile in der Psychiatrie und werden mit Medikamenten ruhig gestellt. Diverse Geistheiler bieten so genannte „Clearings“ an, wobei die Herangehensweisen sehr unterschiedlich sind. Der Brauch des Perchtenlaufens ist ein Versuch, die bösen Geister des Winters zu vertreiben. Ähnlich sind die Krampusläufe einzuordnen, die zwar bereits zu Beginn des Winters stattfinden, aber eine weit verbreitete Lust an Gruselgefühlen befriedigen.

Qualifizierte Heiler gibt es auf diesem Gebiet wohl kaum, aber zweifellos sind Menschen gefragt, die den eingebildeten Besetzten aus der Patsche helfen, wenn sie sich verfolgt, bevormundet oder versklavt fühlen. Man kann keinem Menschen seine Eigenverantwortung abnehmen, sondern ihm nur zeigen, wie er sich abgrenzen kann. Wer sucht, der findet viele Meditationen im Internet, die bei der Loslösung helfen sollen. Auch Gebete können hilfreich sein, wenn jemand gläubig ist.

 

Hilfe und Schutz vor Besetzungen

Eine andere Form von Heilung ist, sich einfach mit seinem „Begleiter“ anzufreunden, denn es hat ja auch viele Vorteile, wenn man sein Leben nicht selbst gestalten muss. Besonders Frauen neigen dazu, sich mit untergeordneten Rollen zufrieden zu geben und die Zügel ihren Männern zu überlassen. Besetzung wird erst in dem Moment zum Problem, wo sich jemand als hilfloses Opfer betrachtet. Schutzvorkehrungen sind immer mit Angst verknüpft und daher nicht sinnvoll.

Da fast alle Menschen süchtig sind nach irgendeinem Stoff oder einem Verhalten, wäre es ein wichtiger Schritt, von allen Süchten loszukommen. Denn nur suchtfreie Menschen können frei über ihr Leben bestimmen. Sucht hat meistens etwas mit Schuldgefühlen zu tun, vor denen der Süchtige flüchtet. Ich persönlich kenne keinen Süchtigen, der seine Sucht wirklich aufgeben will, wenn man ihn genauer hinterfragt. Er möchte höchstens die Begleiterscheinungen loswerden. Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg. Wer etwas wirklich lassen will, der schafft das auch – auch wenn so manche Gewohnheit hartnäckig ist und die Umstellung sehr lange dauert.

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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