Garten-Komposter aus biologischen Materialien

Komposter gibt es viele, jedoch selten in Bio-Qualität. Welche umweltfreundlichen Alternativen gibt es zu den weit verbreiteten Kunststoff-Behältern?

Kompost-Kisten mit Deckel, Foto (C) solylunafamilia / flickr CC BY 2.0
Kompost-Kisten mit Deckel, Foto (C) solylunafamilia / flickr CC BY 2.0

 

Einheimisches Gartenholz aus fairer Landwirtschaft

Selbst wenn man einen Holz-Komposter kauft, kann man nicht sicher sein, das Beste für die Natur getan zu haben. Denn das Holz kann chemisch behandelt sein, um es vor Verrottung zu schützen. Auch Tropen- und Plantagen-Holz sind kein ökologisches Material. Das FSC-Siegel steht für „Forest Stewardship Council“ und bedeutet, dass das Holz garantiert aus umweltverträglich bewirtschafteten Wäldern stammt.

Nur wenige Holzarten sind von Natur aus (mehr oder weniger) witterungsbeständig:

  • Lärchenholz ist wetterfest durch seinen hohen Harzgehalt.
  • Eichenholz ist hart und stabil, aber teuer.
  • Edelkastanie, Weide und Haselnuss werden gerne für Zäune verwendet.
  • Douglasien-Holz ist relativ weich, aber wetterresistent und nicht ganz so dauerhaft.
  • Robinie (auch „falsche Akazie“ genannt) ist hart und witterungsbeständig.
  • Thermoholz von Buchen und Eschen ist wasserabweisend durch chemiefreie, thermische Vorbehandlung. Thermohölzer haben einen braunen Farbton und sind formbeständiger als unbehandelte Hölzer. Man sollte sie jedoch möglichst nur oberhalb der Erde verwenden.
  • Imprägniertes Kiefernholz hält zumindest ein paar Jahre lang und wird gerne für Unterkonstruktionen genommen. Auch Tannen- und Fichten-Holz mit Kesseldruck-Imprägnierung sind im Freien einsetzbar.

Witterungsbeständiges Holz ist auch für Terrassenmöbel, Terrassenbeläge, Zäune, Fassaden-Verkleidungen und Beet-Einfassungen geeignet. Kein Holz hält ewig, aber man kann die Lebensdauer erheblich verlängern, wenn man die direkte Berührung mit dem Boden vermeidet und einen konstruktiven Holzschutz in Form von Abdeckleisten oder Vordächern anbringt. Es kommt also nicht nur auf die Holzart an, sondern auch auf die Bauweise. Ein kleines Fundament aus Natursteinen oder Magerbeton wirkt sich vorteilhaft aus. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Dimensionierung der Bretter und die Oberflächenbehandlung. Dickere, gut durchgetrocknete und gehobelte Ware ist langlebiger als dünne und sägeraue Bretter mit vielen Astlöchern und Splittern. Je glatter und geschützter die Oberfläche ist, umso schneller kann Regenwasser ablaufen.

 

Biologischer Holzschutz für Gartenmöbel

Fertiger Kompost ist wertvolle Gartenerde. Ein Teil der Inhaltsstoffe wird über die Wurzeln von unseren Gartenfrüchten aufgenommen und landet letztlich auf unseren Tellern. Daher ist es wichtig, dass das Komposter-Material keine Schadstoffe abgibt in Form von Plastikpartikeln, Schwermetallen, Lösungsmitteln oder Lack-Resten.

  • Leinöl-Gemische dringen tief in das Holz ein und blättern nicht ab. Sie sind fertig erhältlich oder können selbst hergestellt werden.
  • Diverse Bio-Anstriche für den Außenbereich mit Öko-Zertifikat.
  • Bei imprägnierten Holzarten ist darauf zu achten, dass es aus vertrauenswürdigen Ländern stammt und mit einem Umwelt-Siegel ausgezeichnet ist. Das Holzschutzmittel dringt beim Imprägnieren tiefer in das Holz ein als bei Anstrichen.

 

Verzinktes Lochblech und Streckmetall

Aus Kostengründen wird meist verzinkter Stahl verwendet, aber auch Edelstahl (Nirosta) ist ein gutes Material. Als Streckmetall wird ein spezielles Gitter bezeichnet, das entsteht, wenn man eine Metallplatte mit versetzten Schnitten versieht und danach in Querrichtung auseinanderzieht.

 

Mauern aus Natursteinen

Trocken versetzte Einfassungen und niedrige Natursteinmauern sind ein ökologisch hochwertiges Material für Kompost-Behälter. Sie werden besonders gerne bei Hügelbeeten verwendet, die ja auch eine Art Komposthaufen sind.

 

Komposter aus Bio-Beton

Beton kann durchaus ökologisch sein, wenn er ausschließlich aus natürlichen Zutaten besteht und keine Kunstfaser-Armierung besitzt.

 

Mischkonstruktionen

Hier sind vor allem Rahmen aus Metall zu erwähnen, die mit Latten oder Brettern aus Holz ausgefacht sind. Der Vorteil ist, dass der Rahmen seine Form behält und die Seitenflächen bei Bedarf leicht ausgetauscht werden können.

 

Keine Einfassung

Ein Komposthaufen benötigt nicht unbedingt eine Einfassung, sondern kann in einem Erdloch untergebracht sein. Auch diverse Hügelformen und Erdwälle sind möglich.

 

Diese Materialien sind im Garten tunlichst zu vermeiden

  • Mit Kunsttofff beschichtete Metall-Gitter
  • WPC: Gemisch aus Holz und Kunststoff
  • Hart-Plastik
  • Leimholz, Spanplatten, Schichtplatten und so weiter
  • Verbindungen aus Kunststoff
  • Aluminium-Bleche

 

 

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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