Heimelige Wärme mit Infrarot-Leuchten

Als Infrarotstrahlung bezeichnet man Lichtwellen mit Wellenlängen direkt oberhalb des sichtbaren Lichtes. Die einfachste Infrarot-Leuchte besteht aus einer gewöhnlichen Glühbirne mit Rotfilter und gibt vorwiegend Strahlungswärme ab.

Infrarot-Lampe in hitzebeständiger Keramikfassung. Foto (C) Irmgard Brottrager
Infrarot-Lampe in hitzebeständiger Keramikfassung. Foto (C) Irmgard Brottrager

Die Wirkung von Strahlungswärme kann man sich am besten vorstellen, wenn man an Sonnenstrahlen im Winter denkt. Die Luft bleibt zwar kalt, aber alle Objekte, auf die die Strahlen auftreffen, werden warm.

Wie sind Infrarot-Leuchten aufgebaut?

Einfache Rotlichtlampen bestehen aus gewöhnlichen Glühbirnen, die mit einem Rotfilter versehen sind. Die roten Lichtfarben gehen durch das getönte Lampenglas, während die übrigen Lichtfarben des Gesamtspektrums zurückgehalten werden. Die meisten Infrarotstrahler geben zwar auch sichtbares, rotes Licht ab, werden jedoch vorrangig wegen ihrer Wärmeentwicklung eingesetzt.

Wozu kann man Infrarotstrahler verwendem?

  • Als Zusatzbeleuchtung neben LED-Bildschirmen, die blaues Licht emittieren
  • Für medizinische Zwecke und Therapie-Geräte
  • Für Infrarotkabinen
  • Für Massageliegen, Massagekissen, Massagegürtel und andere Massagegeräte
  • Als Badezimmerheizung
  • Für die Tierhaltung
  • Zum Trocknen und Dörren von Lebensmitteln
  • Für IR-Fernbedienungen

Warum ist Infrarot-Strahlung so wohltuend und gesund?

Die Infrarotwärme dringt mehrere Zentimeter tief in die Haut ein und wirkt äußerst entspannend. Dadurch können Heilungs- und Entgiftungsprozesse angeregt werden. Damit der Organismus optimal funktioniert, sollte die Körpertemperatur 37 Grad nicht unterschreiten. Wenn die Sonne scheint, fühlen wir uns gelassener und weniger gestresst als in einer Umgebung, wo keine Strahlungswärme vorhanden ist. Auch von Kerzenlicht und Kaminfeuer geht eine gesunde Infrarotstrahlung aus. Mit elektrischen Infrarotleuchten kann man diese natürlichen Strahlungsquellen imitieren und auch an kalten Wintertagen eine durchdringende Wärme genießen. Es werden nicht nur die Durchblutung verbessert und der Stoffwechsel gefördert, sondern auch die Seele gestreichelt. Im Gegensatz zur Hitze in einer Dampfsauna wirkt die Infrarotwärme viel sanfter und ohne den Kreislauf zu belasten.

Infrarotlampe für medizinische Anwendungen, Foto (C) audioreservoir / flickr CC BY 2.0
Infrarotlampe für medizinische Anwendungen, Foto (C) audioreservoir / flickr CC BY 2.0

Infrarotleuchten als Wohnraumbeleuchtung

Die meisten Wärmelampen und -strahler sind für technische Zwecken konzipiert und sehen auch so aus. Das müsste nicht so sein, denn man kann Infrarotlampen in jede Lampenfassung schrauben, die hitzebeständig ist und groß genug ist, um die breiten Leuchtmittel unterzubringen. Wer Infrarot in seine Allgemeinbeleuchtung integrieren möchte, wird am ehesten bei Lampenfassungen für Tiergehege und Terrarien fündig. Aber auch alte Fassungen aus Keramik, wie sie früher für ganz normale Glühbirnen üblich waren, sind geeignet. Die meisten IR-Lampen verbrauchen mindestens 100 Watt und werden so heiß, dass man sie nicht anfassen darf. Das rot Licht, das man sehen kann, ist kein Infrarot, denn Infrarot ist grundsätzlich unsichtbar. Dennoch kann man das rote Licht als Nebeneffekt nutzen, um eine romantische Stimmung zu erzeugen oder licht-therapeutische Ziele zu verfolgen.

IR-Dunkelstrahler aus Keramik

Wer kein rotes Licht im Raum haben möchte, kann IR-Wärme mit Dunkelstrahlern genießen. Sie geben keinerlei sichtbares Licht, sondern nur Wärme ab. Dunkelstrahler sind bereits ab 15 Watt erhältlich und hauptsächlich für die Haltung von Reptilien und anderen Kleintieren gedacht. Die Wärmeeffizienz beträgt bis zu 99% und der Tag-Nacht-Rhythmus der Tiere wird nicht gestört.

Verschiedene Infrarot-Strahlungsquellen und Strahler-Typen

Infrarot-Leuchtdioden (LED) und Infrarot-Laser bieten nur ein relativ schmalbandiges Infrarotlicht. Infrarotstrahler auf Halogen- und Gaslampen-Basis findet man vor allem für Terrassenheizungen und Hallenheizungen. Außerdem werden Strahler mit Carbon-Heizstäben angeboten, die zu den Halogen-Strahlern zählen. Wenn man sich für eine bestimmte Type entscheidet, sollte man darauf achten, wie hoch der Anteil an kurzwelliger (IR-A), mittelwelliger (IR-B) und langwelliger Strahlung (IR-C) ist. IR-A-Strahlung ist für therapeutische Anwendungen gedacht, sollte aber nicht dauerhaft eingesetzt werden.

Infrarot-Heizplatten

Für großflächige Infrarot-Heizungen werden keine Glühbirnen verwendet, sondern Elektro-Heizleiter, die elektrischen Strom in Wärme umwandeln und diese Wärme hauptsächlich in Form von Strahlung an die Oberfläche der Platten abgeben. Ein relativ großer Anteil von bis zu 40 % wird durch Konvektion an die Luft verströmt. Die Oberfläche der IR-Heizplatten wird heißer als bei herkömmlichen Heizkörpern. Gewöhnliche Heizkörper erwärmen nicht nur die Luft, sondern emittieren auch einen kleinen Anteil an Strahlungswärme. Bei glatten Plattenheizkörpern kann man von 50 % bis 70 % Konvektionswärme ausgehen, während Rippen- und Röhren-Heizkörper zirka 70% Konvektion erzeugen.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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1 Kommentar

  1. So eine Infrarotkabine hört sich auch interessant an. Ein Bekannter wird sich demnächst so eine Kabine kauen. Wenn er sie hat werde ich sie auch mal testen.

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