Müllvermeidung im Haushalt

Wenn man sieht, was alles in den Mülltonnen landet, kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Warum tun wir uns diese energieraubende Verschwendung an, wo es doch ein Leichtes wäre, sie zu vermeiden?

 Zwei Fahrradkörbe sind besser als einer! Foto (C) Gabriele Diwald / flickr

Zwei Fahrradkörbe sind besser als einer! Foto (C) Gabriele Diwald / flickr

 

Angeregt zu diesem Artikel haben mich Ina Melny und Stefan Elstner, die mit ihren wundervollen Youtube-Videos ihre persönlichen Ideen teilen, um Müll und Kosten im Haushalt zu sparen. Die beiden wissen übrigens nichts von dieser „Werbung“ und haben auch keine bestellt. Was ich besonders toll an den beiden finde, ist, dass sie Energiesparen nicht mit Armut und Verzicht, sondern mit einem hohen Lifestyle-Niveau verbinden. Ich gebe hier nicht den Inhalt ihrer Videos wieder, sondern sie dienten mir wie gesagt nur als Anregung. Danke Ina und Stefan! Es gibt übrigens auch einen Blog von dem schönen Paar mit dem Titel „Raw ist my Religion“ Ja, es geht hier nicht nur um Sparsamkeit, sondern auch um Minimalismus, Rohkost und „Natural Beauty“. Und hier noch der Link zum Youtube-Kanal, für alle, die sich in das Thema vertiefen möchten.

 

Müllbeutel sparen

Ich persönlich verwende für trockenen und kompakten Müll keine Beutel, sondern sammle Papier, Kunststoffe und Metalle in gewöhnlichen Abfalleimern. Bio-Abfälle kommen bei mir in Stanitzel aus Zeitungspapier, alte Papiertüten oder kompostierbares Plastik, je nachdem, was gerade zur Verfügung steht. Die Stanitzel werden zeitnah in der Biotonne oder in einem Kompostbehälter entsorgt. Ina sammelt die Bio-Reste in einem formschönen Email-Eimer mit Deckel, den sie nach der Entleerung mit Wasser ausspült. Bleiben nur noch der Restmüll und die Staubsaugerbeutel. Meinen alten Beutel-Staubsauger habe ich gegen einen beutellosen eingetauscht und bin sehr zufrieden damit. Den Restmüll sammle ich derzeit noch in Plastikbeuteln, bis mein Vorrat aufgebraucht ist. Danach möchte ich diverse Alt-Verpackungen verwenden und den Müll in kürzeren Abständen entleeren. Da sehr wenig Restmüll bei mir anfällt, dauert es oft monatelang, bis ein Beutel voll ist. Kleinere Kartons oder Papier-Stanitzel wären wesentlich effizienter.

 

Müllfrei einkaufen

Müll, den man nicht einkauft, muss man auch nicht entsorgen. Neben Wegwerf- und Einweg-Produkten sind es vor allem die Verpackungen, die für Müllberge sorgen. Das A&O beim Transport von Einkäufen ist die eigene Verpackung, die man immer dabei hat. Faltbare Stoffbeutel und Einkaufsnetze finden in jeder Handtasche Platz und sind somit auch bei Gelegenheitskäufen parat. Notfalls tun es auch die leeren Kartons, die in allen Supermärkten unter den Packtischen liegen. Und wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann direkt im Fahhradkorb einiges unterbringen, wobei abnehmbare Körbe von Vorteil sind.

 

Putzmittel sparen

Die Tipps von Ina gehen meist in die Richtung, dass sie minderwertige Wegwerfprodukte durch höherwertige, formschöne und langlebige Produkte ersetzt. Statt billigen, grellbunten Putzschwämmchen empfiehlt sie kleine, runde Geschirr-Bürsten mit Stiel, die nicht nur hygienischer sind, sondern viel länger halten. Durch den Stiel kommen die Hände mit dem Schmutz gar nicht in Berührung. Wie gut die Reinigung damit klappt, hängt von der Form der Bürste ab. Sie sehen auf jeden Fall viel eleganter aus als die schmuddeligen Schwämme, die nach wenigen Tagen bereits vergammelt wirken. Als Ergänzung für hartnäckige Fälle kann man Drahtwaschel und Putztücher mit Kupferfäden verwenden, die extrem lange halten. Auch Topfreiniger mit Silbergarn sind eine Alternative. Wenn man auf Schwammtücher nicht verzichten möchte, sollte man darauf achten, dass sie kompostierbar sind.

Um Reiniger zu sparen, wartet man am besten nicht, bis der Schmutz eintrocknet, sondern man wischt die Flächen sofort ab. Zum Wischen empfiehlt Ina waschbare Putztücher aus Microfaser. Diese Tücher ersetzen zugleich die Küchenrolle. Ob man die Reiniger selber anfertigt, im Biohandel einkauft oder oder auf hoch konzentrierte Mittel setzt, von denen wenige Tropfen genügen, hängt von den Umständen ab. Wer wenig Zeit hat, aber weniger auf die Kosten achten muss, wird sich anders entscheiden als jemand mit reichlich Zeit und knappem Budget. Umweltschonende Reiniger sind meist preisintensiver, wenn man sie fertig einkauft.

 

Auch Maria von More Rawfood hat interessante Tipps zum Thema „Zero Waste“.

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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