2018 – der Dezember in Zahl3n

Zeichen der Zeit

Der letzte Monat ist angebrochen, das Jahr geht ins Finale. Einige schrecken auf, weil sich schon wieder ein Jahr seinem Ende nähert, andere werden wieder vom Weihnachtsfest überrascht, welches wie gewohnt plötzlich und unerwartet vor der Tür steht.

2018 - der Dezember in Zahl3n
© Bodo Trieb

Sie werden uns wieder ereilen, die vielen frohen Botschaften, die davon künden, was wir alles im Rahmen besonderer Angebote käuflich erwerben können. Der Nachschub wird bestimmt nicht versiegen, auf dass die Materialschlachten unter dem Weihnachtsbaum trefflich ausgefochten werden können. Mit dem frommen Gedanken „wir meinen es ja nur gut“ und „Hauptsache, das Fest wird schön“ sinken dann schnell die Schutzschilde, die, wie in vielen Jahren zuvor, die vollmundig und farbenfroh angepriesenen Angebote auf Distanz halten sollten. Sind es nicht eher die kleinen Dinge, die Freude bereiten und nachhaltig wirken?! Die Rede ist aber jetzt nicht von Schmuck und Klunkern!
Da steh’n wir nur, wir armen Tore, und sind so klug als wie zuvore. Ist denn das auch, was der Monat von uns sehen möchte? Nicht wirklich, aber es hat etwas damit zu tun.

Dieser Dezember steht im Zeichen der Fünf. Die innigliche Verbindung zu dem, was wir als ’Quintessenz’ kennen, liegt auf der Hand. Es geht darum, den Hauptgedanken der Zeit zu erfassen, den Kern einer Sache zu erkennen und zu begreifen.Bereits die Alchemisten benutzten dereinst diesen Begriff, und bezeichneten mit diesem lateinischen Ausdruck das Fünfte Element. Aristoteles hatte es ’Äther’ genannt und in ihm den Grundstoff erkannt, aus dem die alchemistischen Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft entstanden waren. Die einzigartige Kraft dieses Fünften Elementes besteht darin, leblosen Gegenständen Leben einzuhauchen.
Um den Hauptgedanken erfassen zu können, müssen wir begreifen, was sich hinter den bunten Fassaden verbirgt, die gerade in dieser Zeit zu Hauf‘ vor uns aufgebaut werden. Nur so können wir uns den Über- oder gar Durchblick verschaffen und sogar universelle Gesetze erkennen. Das nimmt uns gleichzeitig in die Verantwortung, diese Gesetze mit Leben zu füllen. Menschlichkeit sollen wir an den Tag legen, anderen Menschen gegenüber uns freundlich, sprich: menschenfreundlich verhalten. Helfen sollen wir. Und unterstützen. Hilfsbereitschaft ist gefordert, verbunden mit der (Auf-)Forderung, Verantwortung für uns und unser Handeln zu übernehmen.
Na wenn das nicht zu dem passt, was die westliche Welt ursprünglich mit dieser Jahreszeit und speziell mit dem 24. Dezember verbunden hat! Laaaange vor der Zeit, als das Weihnachtsgebäck anfing, uns am Ende der Sommerferien aus den Regalen der Supermärkte anzugrinsen. O welche Freude! Das zu wissen, bringt uns einen enormen Schritt voran.

Doch vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Wir kommen nämlich nicht umhin, uns mit den Herausforderungen des neuen Monats auseinander zu setzen. Wissen ist Macht. Zugegeben, aber was machen wir daraus, wie setzen wir das um? Sich darüber Gedanken zu machen, ist auch etwas, was das zu Ende gehende Jahr und der beginnende Monat von uns sehen wollen. Aber mit all unserem Wissen werden unsere Gedanken geneigt sein, Überstunden zu machen. Die Gefahr besteht, dass wir uns vor lauter Denken immer mehr von einer Entscheidungsfähigkeit entfernen. Das wiederum ist nicht im Sinne des Erfinders. Schließlich müssen wir so weit kommen, dass wir zielgerichtet, strukturiert und gut organisiert handeln. Je mehr Unentschlossenheit im Spiel ist, desto mehr stellt sich auch das als Herausforderung dar. Auch wenn gutes Rad manchmal teuer ist, der gute Rat, der in den Zahl3n steckt, ist es nicht. Für uns heißt das, dass wir uns das Potential der Sechs und der Sieben neu erobern müssen.

Wenn der Kopf voll ist, müssen die Füße aktiv werden. Und zwar so, dass sie uns schweißtreibend von überschüssigen Energien und gedanklichen Verstrickungen befreien. Damit bauen wir Stress ab, stärken Körper und Immunsystem und tragen ganz nebenbei auch noch zu körperlicher und geistiger Gesundheit bei. Letzteres ist auch wieder etwas, was der Dezember als Aufgabe für uns bereit hält. Aber nicht nur das. Der gesunde Ausgleich zwischen Geben und Nehmen ist ebenfalls Thema, das sinnvoll, im Sinne der Fünf, mit Leben gefüllt sein will. Auch das passt, finde ich, wieder hervorragend zum gerade beginnenden Monat.

Um den Schweiß vor dem Erfolg kommen wir nicht wirklich herum. Bauen wir darauf, dass sich all die Anstrengungen lohnen, den Monat auf gesunde Beine zu stellen.
Mit diesen Gedanken wünsche ich uns allen ein gar fröhlich und friedlich Fest und einen guten Start in ein ganz bestimmt nicht langweiliges neues Jahr.
Bodo Trieb

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