2019 – der Juni in Zahl3n

Mit dem schönen Gedanken, dass wir unseren eigenen Gedanken nicht hilflos ausgeliefert sind, kamen wir hoffentlich gut durch den Wonnemonat. Im Juni sollten wir uns tunlichst daran erinnern, auf dass wir gut mit dem umtriebigen Durcheinander zurecht kommen, welches der neue Monat durchaus produzieren kann.

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“ ließ Goethe seinen Faust stöhnen, womit gleich das Potential des neuen Monats trefflich beschrieben ist. Das Jahr, das sich selbst als Wirbelsturm sieht, der alles in nicht wirklich vorhersehbare Richtungen durcheinander wirbelt, wartet nun mit einem Monat auf, welcher alles auf den Punkt bringen will. Da kann leicht Unmut aufkommen, Unruhe kann einher gehen, verbunden mit der bangen Frage „Watt nu? Alles ungeordnet wegschleudern, oder alles auf einen Punkt konzentrieren?“ Für wahr, das ist der Stoff, aus dem das bereits erwähnte umtriebige Durcheinander, andere sagen vielleicht ‚Chaos‘ dazu, gemacht ist: die „9“ des Jahres gegen die „6“ des Monats. Auch wenn es sich gerade anbietet, noch bangere Fragen zu stellen, wollen wir doch im wahrsten Sinne des Wortes Abstand davon nehmen. Denn auch das gehört zur „9“. Wir haben es als ‚Freiraum schaffen‘ bezeichnet und wollen damit einen gesunden Abstand schaffen. Hier den gesunden Abstand zu den vielen bangen Fragen, die sich aufdrängen. Ok, das passt dann doch wieder ins Bild.

Betrachten wir doch mal die „6“ etwas genauer, welche der Juni in die Welt bringt. Mathematiker sehen in dieser Zahl eine vollkommene oder auch perfekte Zahl: sie ist eine natürliche Zahl, die genauso groß ist wie die Summe ihrer positiven echten Teiler, also aller Teiler außer sich selbst. Die echten Teiler von 6 sind 1, 2 und 3 und ihre Summe 1 + 2 + 3 ergibt wiederum 6. Bemerkenswert ist auch, dass die 6 die einzige Zahl ist, bei der das Produkt dreier Zahlen gleich der Summe derselben Zahlen ist: 1 + 2 + 3 = 6 = 1 * 2 * 3.
Wenn auch nicht immer sofort sichtbar, finden wir die Sechs auch in der Natur. Viele Kristalle bilden 6-Ecke aus. Am bekanntesten dürften wohl die Kristalle von Schneeflocken und Eis sein. Auch der sog. Benzolring bildet ein Sechs-Eck aus sechs Kohlenstoffatomen.
Bienen geben ihren Waben eine 6-eckige Form und erreichen so das optimale Verhältnis von Volumen zu Wandmaterial. Das Wissen darüber macht sich der Mensch zu Nutze und setzt wabenförmige Strukturen ein, wenn es auf eine hohe Festigkeit bei geringem Materialverbrauch oder Gewicht ankommt.

Doch was hat das alles mit uns zu tun? Sollen wir es jetzt den Bienen gleich tun und uns deren sprichwörtlich Fleiß aneignen? Unter uns, das wäre nicht verkehrt. Sie sind nun einmal sehr effizient und nicht annähernd so hektisch oder chaotisch wie wir flügellosen Zweibeiner. Aber darum geht es nicht allein! Im Sinne der Zahl3nlehre steht die „6“für Durchsetzungskraft, Vitalität, Triebkraft, Aggression (hoffentlich im positiven Sinne von etwas tun, aktiv werden), Leidenschaftlichkeit. Sie bedeutet stets „vollen Einsatz“. Selbst das Nichts-Tun kann zu einem größeren Ereignis werden. Wir müssen uns die Energie der 6 wie einen Wasserstrudel vorstellen, der sich in einem einzigen Punkt sammelt und alles mit sich reißt. Das merken wir schon, wenn wir diese Zahl schreiben. Wir fangen außen an und bewegen unseren Stift unaufhörlich zum Zentrum hin.

Und da haben wir ihn, des Pudels Kern. Den nach Goethe versteht sich, nicht den nach Ulrich Roski ;-) Wenn wir uns im Sinne der „9“ Abstand verschafft haben, uns im Sinne der „2“ Gedanken darüber machen, was gut für uns und die ist, die uns auf unserem Weg begleiten, erkennen wir, was es zu tun gibt. Wir entscheiden uns für unsere Ziele, was allerdings eine kleine Herausforderung bedeuten könnte, und arbeiten ohne uns ablenken zu lassen fokussiert darauf hin.

Mit den Kopf in den Wolken und gleichzeitig mit beiden Beinen fest auf der Erde. Auch so lässt sich der Juni beschreiben.

Damit haben wir die gegenläufigen Energien, die wir in diesem Monat erleben werden, nicht aufgelöst. Wir haben vielmehr einen Weg gefunden, sie zu nehmen, wie sie sind, und sie für unsere Entwicklung zu nutzen.

Wir wissen, was zu tun ist, jetzt müssen nur noch aktiv werden. Bemühen wir dazu zu guter Letzt noch Herrn Schiller, der da ausruft „Frisch, Gesellen! seyd zur Hand. Von der Stirne heiß Rinnen muß der Schweiß“.
Bodo Trieb

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